Nahost-Konflikt: Israel greift erneut Ziele im Libanon an

Nahost - Das israelische Militär hat erneut mehrere Ziele im Libanon angegriffen.

Israels Militär greift dort trotz der geltenden Waffenruhe fast täglich Ziele an. (Archivbild)
Israels Militär greift dort trotz der geltenden Waffenruhe fast täglich Ziele an. (Archivbild)  © Mohammed Nasser/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Im Süden des Nachbarlandes seien in mehreren Gebieten Waffenlager und Raketenwerfer der Hisbollah-Miliz attackiert worden, teilte das Militär in der Nacht mit.

Die Präsenz der Waffen stelle einen Verstoß gegen die Waffenruhevereinbarung zwischen Israelund dem Libanon dar, hieß es. Die Informationen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Das Militär machte keine Angaben zu möglichen Opfern der Luftangriffe.

Israel und die Hisbollah führten zuletzt bis Ende 2024 Krieg gegeneinander. Im November 2024 trat eine Waffenruhe in Kraft. Dieser Vereinbarung zufolge soll die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz entwaffnet werden.

"Die Waffen schweigen": Hunderte Menschen feiern in München die Freilassung der Hamas-Geiseln
Israel Krieg "Die Waffen schweigen": Hunderte Menschen feiern in München die Freilassung der Hamas-Geiseln

Ende vergangenen Jahres lief eine wichtige Frist dafür allerdings aus.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

15. Februar, 7.01 Uhr: Erneut tödlicher Zwischenfall im Gazastreifen

Israels Militär hat nach eigenen Angaben erneut Palästinenser im Gazastreifen getötet.

Wie die Armee mitteilte, seien im Norden des abgeriegelten Küstengebiets "mehrere bewaffnete Terroristen" auf der israelischen Seite der sogenannten gelben Linie identifiziert worden.

15. Februar, 7 Uhr: Israel greift erneut Ziele im Libanon an

Das israelische Militär hat erneut mehrere Ziele im Libanon angegriffen.

Im Süden des Nachbarlandes seien in mehreren Gebieten Waffenlager und Raketenwerfer der Hisbollah-Miliz attackiert worden, teilte das Militär in der Nacht mit. Die Präsenz der Waffen stelle einen Verstoß gegen die Waffenruhevereinbarung zwischen Israelund dem Libanon dar, hieß es. Die Informationen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Das Militär machte keine Angaben zu möglichen Opfern der Luftangriffe.

Trotz einer Waffenruhe zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon greift Israels Armee erneut Ziele im Nachbarland an. (Archivbild)
Trotz einer Waffenruhe zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon greift Israels Armee erneut Ziele im Nachbarland an. (Archivbild)  © Stringer/dpa

14. Februar, 11.03 Uhr: Aufsehen nach Äußerungen zu Frauenleichen

Im Iran haben einen Monat nach der brutalen Repression gegen Proteste Äußerungen eines Politikers für Wirbel gesorgt.

Mohammed Seradsch, Mitglied der Sozialkommission des Parlaments, äußerte sich zu einem Bericht einer Studierendenvereinigung über 50 weiterhin nicht identifizierte Frauenleichen in der Hauptstadt Teheran: "Weder ist jemand gekommen, um nach ihnen zu suchen, noch hatten sie Ausweisdokumente bei sich", sagte der Abgeordnete der Nachrichtenagentur Ilna.

Die Organisation für Rechtsmedizin dementierte den Bericht, wie der staatlich kontrollierte Rundfunk meldete.

13. Februar, 16.53 Uhr: Verbot der Gruppe Palestine Action ist rechtswidrig

Die britische Regierung von Premier Keir Starmer (63) hat nach der Einstufung der Gruppe Palestine Action als Terrororganisation vor Gericht einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen.

Die Richter am High Court urteilten, dass das Verbot der Gruppe gemäß den Terrorismusgesetzen rechtswidrig sei. In den vergangenen Monaten waren Hunderte Menschen verhaftet worden, weil sie die propalästinensische Gruppe unterstützt hatten.

13. Februar, 10.57 Uhr: Rücktritt von UN-Berichterstatterin gefordert

Die UN-Sonderberichterstatterin für die Palästinensergebiete, Francesca Albanese (48), wehrt sich vehement gegen Forderungen nach ihrem Rücktritt.

Die Italienerin sprach von einem "beispiellosen Angriff gegen eine Expertin der Vereinten Nationen". "Alles, was über mich gesagt wurde, ist falsch und daher diffamierend."

Albanese steht aktuell in der Kritik, weil sie am Wochenende in einer Rede in Zusammenhang mit Israel von einem "gemeinsamen Feind" gesprochen hatte.

Im Namen Frankreichs und Deutschlands forderten die Außenminister Jean-Noël Barrot und Johann Wadephul deshalb ihren Rücktritt.

Rechtswissenschaftlerin Francesca Albanese (48) ist seit 2022 als UN-Berichterstatterin im Amt.
Rechtswissenschaftlerin Francesca Albanese (48) ist seit 2022 als UN-Berichterstatterin im Amt.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

13. Februar, 10.49 Uhr: Ein Toter bei israelischem Luftangriff im Süden des Libanon

Das libanesische Gesundheitsministerium schrieb von einem "feindlichen Luftangriff".

Der israelischen Armee zufolge wurde am Donnerstag ein "Terrorist" der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz getötet.

12. Februar, 21.54 Uhr: Ohne Deal wird es "sehr traumatisch" für den Iran, warnt Trump

US-Präsident Donald Trump (79) hat den Iran vor schwerwiegenden Konsequenzen gewarnt, sollte sich das Land nicht mit den USA einigen.

"Das wird sehr traumatisch für den Iran, wenn sie keinen Deal machen", betonte er im Weißen Haus. Schon im vergangenen Jahr, als Washington und Teheran bereits über Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt hatten, hätte der Iran einem Deal zustimmen sollen, sagte Trump.

Bereits am Mittwoch hatte der US-Präsident nach einem Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) deutlich gemacht, dass er eine Einigung mit dem Iran militärischen Schritten vorziehe. Trump sprach nun erneut von einem "sehr guten Treffen" mit Netanjahu und betonte zugleich, dass die Entscheidung über das Vorgehen der USA letztlich bei ihm liege.

US-Präsident Trumps jüngste Äußerungen suggerieren, dass er im Konflikt mit dem Iran aktuell auf Verhandlungen setzt. (Archivbild)
US-Präsident Trumps jüngste Äußerungen suggerieren, dass er im Konflikt mit dem Iran aktuell auf Verhandlungen setzt. (Archivbild)  © Alex Brandon/AP/dpa

12. Februar, 19.53 Uhr: Israel legt Iranern Kontaktaufnahme für Zusammenarbeit nahe

Israels Armee hat den Bürgern des verfeindeten Iran nahegelegt, das israelische Militär oder den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad für eine Zusammenarbeit zu kontaktieren.

Iraner könnten sich dafür mit den israelischen Behörden in Verbindung zu setzen, hieß es in einer auf Persisch auf der Plattform X veröffentlichten Stellungnahme. Israels Armee listet zu dem Zweck auch offizielle Social-Media-Accounts auf.

12. Februar, 14.45 Uhr: Klöckner mit israelischer Militärbegleitung im Gazastreifen

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (53) hat als erste deutsche Politikerin seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 den Gazastreifen besucht.

Sie hielt sich gut eine Stunde in dem von israelischen Streitkräften kontrollierten Teil des Küstenstreifens auf, um sich dort einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Klöckner befand sich auf einer dreitägigen Reise in Israel. Die sie begleitenden Journalisten konnten nicht mit in den Gazastreifen kommen.

Die CDU-Politikerin begrüßte es, dass Israel erstmals einer parlamentarischen Beobachterin Zugang zu der Gegend ermöglicht habe. Sie appellierte an die Regierung, diesen Weg der Öffnung weiterzugehen. Die im Friedensplan festgelegte gelbe Linie, die das von Israel kontrollierte Gebiet abgrenzt, sei keine feste Grenze, sondern nur eine temporäre Demarkationslinie. "Sie darf nicht zu einer dauerhaften Barriere werden", betonte Klöckner.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (53) war mit Schutzkleidung im israelisch kontrollierten Teil des Gazastreifens unterwegs.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (53) war mit Schutzkleidung im israelisch kontrollierten Teil des Gazastreifens unterwegs.  © Xander Heinl/Deutscher Bundestag/dpa

12. Februar, 10.32 Uhr: Klage gegen Rüstungsexport für Israel scheitert in Karlsruhe

Ein Palästinenser ist am Bundesverfassungsgericht mit dem Versuch gescheitert, gegen behördliche Genehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern nach Israel vorzugehen.

Wie das Gericht mitteilte, nahm die zuständige Kammer seine Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung an.

Die Karlsruher Richter sehen keinen Grund, die vorigen Entscheidungen von Fachgerichten - vor denen der Mann gescheitert war - zu beanstanden. Die Frage, ob der im Grundgesetz verankerte Auftrag des deutschen Staates, humanitäres Völkerrecht und Menschenrechte zu schützen, sich hier "zu einer konkreten grundrechtlichen Schutzpflicht verdichtet hat", entschied das Bundesverfassungsgericht nicht, wie es in der Mitteilung ausführte.

Die Beschwerde eines Palästinensers ist vom Bundesverfassungsgericht abgewiesen worden.
Die Beschwerde eines Palästinensers ist vom Bundesverfassungsgericht abgewiesen worden.  © Uli Deck/dpa

12. Februar, 8.31 Uhr: Noch kein Termin für weitere Verhandlungen

Donald Trump (79) begründet sein Vorgehen damit, dass es im Januar Massenproteste im Iran gegeben hatte, die der staatliche Sicherheitsapparat brutal niederschlug.

Das Treffen zwischen Trump und Netanjahu erfolgte wenige Tage, nachdem Vertreter der USA und des Irans vergangene Woche in Omans Hauptstadt Maskat neue Verhandlungen begonnen hatten. Trump stellte danach eine Fortsetzung in Aussicht - ein genauer Termin dafür steht aber bisher nicht fest.

Titelfoto: Stringer/dpa

Mehr zum Thema Israel Krieg: