Nahost-Konflikt: Merz betont bei Trump Einigkeit in Iran-Politik

Iran - Reise-Chaos wegen Nahost-Konflikt: Tausende deutsche Urlauber sitzen fest. Am Abend soll ein Emirates-Flug mit Betroffenen – darunter viele Tui-Urlauber – aus Dubai in München landen.

Viele Tui-Urlauber sollen am Abend aus Dubai in München landen. (Symbolfoto)
Viele Tui-Urlauber sollen am Abend aus Dubai in München landen. (Symbolfoto)  © Vahid Salemi/AP/dpa

Eine Sondermaschine der Fluggesellschaft Emirates mit deutschen Urlaubern an Bord ist von Dubai aus in Richtung München unterwegs. Der Flug "EK 8051" ist inzwischen nach Angaben auf der Seite des Flughafens München gestartet und wird dort gegen 20.50 Uhr erwartet. 

An Bord sind nach Angaben eines Sprechers des Reisekonzerns Tui unter anderem rund 200 Tui-Gäste. Wie genau die Plätze durch die Airline vergeben wurden, war zunächst nicht bekannt. 

Die Tui-Touristen seien mit Bussen von Abu Dhabi, wo sie auf einem Kreuzfahrtschiff im Hafen festsaßen, zum Flughafen nach Dubai gebracht worden. Auf zwei Kreuzfahrtschiffen warteten insgesamt rund 5000 Gäste des Reiseveranstalters in der Golfregion auf ihre Heimreise.

Krieg im Nahen Osten: 25 Schiffe deutscher Reedereien betroffen
Israel Krieg Krieg im Nahen Osten: 25 Schiffe deutscher Reedereien betroffen

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

3. März, 18.46 Uhr: Merz appelliert an Spanien

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Spanien zu mehr Verteidigungsausgaben aufgefordert.

Merz sagte, man versuche, Spanien davon zu überzeugen, die in der Nato vereinbarten Vorgaben für Verteidigungsausgaben einzuhalten. Spanien sei das einzige Land, das dies nicht akzeptieren wolle. 

"Wir versuchen, sie davon zu überzeugen, dass dies Teil unserer gemeinsamen Sicherheit ist und dass wir uns alle an diese Zahlen halten müssen", sagte Merz.

Es gehe um 3,5 Prozent für das Militär und weitere 1,5 Prozent für die militärische Infrastruktur. Spanien müsse sich daran halten.

3. März, 18.30 Uhr: Merz betont, der Iran-Krieg schade der Wirtschaft

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte positiv über den Krieg der USA und Israels gegen den Iran, hoffte aber auf ein baldiges Ende, da dieser der Weltwirtschaft schade.

"Das schadet natürlich unseren Volkswirtschaften. Das gilt für die Ölpreise und auch für die Benzinpreise. Deshalb hoffen wir alle, dass dieser Krieg so schnell wie möglich beendet wird", sagte Merz Reportern bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus.

3. März, 18.22 Uhr: Trump kündigt an, gesamten Handel mit Spanien wegen NATO und Iran abzubrechen

US-Präsident Donald Trump drohte mit einem Abbruch des Handels mit Spanien, dessen linke Regierung sich weigerte, US-Flugzeugen die Nutzung ihrer Stützpunkte für Angriffe auf den Iran zu gestatten und sich gegen eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben im Rahmen der NATO aussprach.

"Spanien war schrecklich", sagte Trump Reportern bei seinem Treffen mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz.

"Wir werden den gesamten Handel mit Spanien abbrechen. Wir wollen nichts mehr mit Spanien zu tun haben."

3. März, 18.14 Uhr: Merz betont bei Trump Einigkeit in Iran-Politik

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump Übereinstimmung in der Iran-Politik betont.

"Wir sind uns einig, dass dieses schreckliche Regime in Teheran gestürzt werden muss", sagte Merz in seinem kurzen Eingangsstatement bei seinem zweiten Besuch bei US-Präsident Donald Trump in Washington.

Er freue sich sehr "über die Gelegenheit, in diesen schwierigen Zeiten mit Ihnen zu sprechen". Man werde aber auch "über die Zeit danach sprechen, darüber, was dann geschieht, wenn sie gestürzt sind", ergänzte Merz. 

Friedrich Merz (CDU) und US-Präsident Donald Trump sind sich einig.
Friedrich Merz (CDU) und US-Präsident Donald Trump sind sich einig.  © Kay Nietfeld/dpa

3. März, 18.04 Uhr: EU und Golfstaaten führen am Donnerstag Gespräche über den Nahostkrieg

Die Außenminister der EU und der Golfstaaten werden am Donnerstag per Videokonferenz Gespräche über den Krieg im Nahen Osten führen, teilten Beamte der AFP am Dienstag mit.

Das virtuelle Treffen, das von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas einberufen wurde, findet vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Gewalt in der Region statt, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel den Iran angegriffen hatten.

3. März, 17.58 Uhr: Britische Premierminister kündigt Entsendung von Kriegsschiff und Hubschraubern nach Zypern an

Der britische Premierminister Keir Starmer sagte, Großbritannien entsende "Hubschrauber mit Drohnenabwehrfähigkeiten" und das Kriegsschiff HMS Dragon nach Zypern, während Großbritannien seine „defensiven Operationen“ in der Region fortsetzt.

"Das Vereinigte Königreich setzt sich uneingeschränkt für die Sicherheit Zyperns und des dort stationierten britischen Militärpersonals ein", sagte er auf X.

3. März, 17.45 Uhr: Netanjahu droht Hisbollah mit Intensivierung der Angriffe

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat der libanesischen Hisbollah-Miliz mit einer weiteren Verschärfung der Angriffe gedroht.

"Die Hisbollah hat einen sehr schweren Fehler begangen, als sie uns angegriffen hat", sagte Netanjahu bei einem Besuch eines Luftwaffenstützpunktes.

Die Hisbollah hatte in der Nacht zum Montag als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel abgefeuert.

Daraufhin begann das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon anzugreifen, vor allem im Süden des Landes und in den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut.

Benjamin Netanjahu droht mit schärferen Angriffen auf die Hisbollah-Miliz.
Benjamin Netanjahu droht mit schärferen Angriffen auf die Hisbollah-Miliz.  © Maayan Toaf/Israel Gpo/ZUMA Press Wire/dpa

3. März, 17.34 Uhr: US-Botschaft im Libanon bleibt bis auf Weiteres geschlossen

Die US-Botschaft in Beirut teilte mit, dass sie bis auf Weiteres geschlossen bleibt, da Israel seine Angriffe auf den Libanon als Vergeltung für die Raketenangriffe der Hisbollah fortsetzt.

"Aufgrund der anhaltenden regionalen Spannungen bleibt die US-Botschaft in Beirut bis auf Weiteres geschlossen", erklärte die Botschaft am Dienstag auf X, einen Tag nachdem sie ihre Aufforderung an die Bürger erneuert hatte, den Libanon unverzüglich zu verlassen.

3. März, 17.29 Uhr: EU-Kommission hilft Mitgliedstaaten bei Evakuierungen aus Nahost

Die Europäische Union hat damit begonnen, mehreren Mitgliedstaaten bei der Evakuierung ihrer Bürger aus dem Nahen Osten zu helfen.

Italien, die Slowakei und Österreich hätten den Katastrophenschutzmechanismus der EU aktiviert, teilte die EU-Kommissarin für Krisenmanagement, Hadja Lahbib, der Nachrichtenagentur AFP mit.

Die EU kann so einen Teil der Rückholungsmaßnahmen finanzieren.

3. März, 17.18 Uhr: Merz am Weißen Haus eingetroffen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist am Dienstag zu seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Weißen Haus eingetroffen.

Merz ist der erste europäische Regierungsvertreter, der seit Beginn des Iran-Kriegs am Samstag mit Trump zusammenkommt. Weitere Themen sind Trumps Zollpolitik und die künftige Unterstützung der Ukraine.

3. März, 17.15 Uhr: Iran kündigt an, alle Wirtschaftszentren des Nahen Ostens anzugreifen

Ein General der Islamischen Revolutionsgarde warnte, dass anhaltende Angriffe der USA und Israels Vergeltungsmaßnahmen des Iran gegen "alle Wirtschaftszentren" im Nahen Osten nach sich ziehen würden.

"Wir sagen dem Feind: Wenn er beschließt, unsere wichtigsten Zentren anzugreifen, werden wir alle Wirtschaftszentren in der Region angreifen", sagte Ebrahim Jabbari.

"Wir haben die Straße von Hormus geschlossen. Derzeit liegt der Ölpreis über 80 Dollar und wird bald 200 Dollar erreichen", wurde er von der iranischen Nachrichtenagentur ISNA zitiert.

3. März, 17.07 Uhr: Israel greift Hauptquartier islamistischer Gruppe im Südlibanon an

Israel hat in der südlibanesischen Stadt Sidon ein Hauptquartier der islamistischen Gruppe Jamaa Islamiya, einem Verbündeten von Hamas und Hisbollah, angegriffen, wie staatliche Medien berichteten.

"Der israelische Feind hat vor Kurzem einen Luftangriff auf das Hauptquartier der Jamaa Islamiya in der Küstenstadt durchgeführt", berichteten staatliche Medien.

Bereits zuvor kam es im Süden Libanons zu israelischen Angriffen.
Bereits zuvor kam es im Süden Libanons zu israelischen Angriffen.  © Rabih DAHER / AFP

3. März, 16.58 Uhr: Iran wird nach Khameneis Tod nicht "automatisch" untergehen

Der Tod des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei sei "historisch bedeutsam", werde aber nicht "automatisch" zum Zusammenbruch des iranischen Systems führen, sagte die Witwe des letzten Schahs des Landes in einem Interview mit der AFP.

"Der Tod eines Mannes – wie zentral er auch für die Machtstrukturen sein mag – bedeutet nicht automatisch das Ende eines Systems", sagte Farah Pahlavi.

3. März, 16.49 Uhr: Sonderflug aus Nahost in München erwartet

Eine Sondermaschine der Fluggesellschaft Emirates mit deutschen Urlaubern an Bord ist von Dubai aus in Richtung München unterwegs.

Der Flug "EK 8051" ist inzwischen nach Angaben auf der Seite des Flughafens München gestartet und wird dort gegen 20.50 Uhr erwartet. 

An Bord sind nach Angaben eines Sprechers des Reisekonzerns Tui unter anderem rund 200 Tui-Gäste. Wie genau die Plätze durch die Airline vergeben wurden, war zunächst nicht bekannt. 

3. März, 16.36 Uhr: Zehntausende im Libanon wegen israelischer Angriffe vertrieben

Im Libanon sind wegen der andauernden israelischen Luftangriffe nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) bisher rund 30.000 Menschen in staatlich ausgewiesenen Notunterkünften registriert worden.

Viele weitere Vertriebene hätten die Nacht in ihren Autos, am Straßenrand und in Staus verbracht, teilte ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bei einer Pressekonferenz in Genf mit. 

Zahlreiche Menschen fliehen aus dem Libanon.
Zahlreiche Menschen fliehen aus dem Libanon.  © Mahmoud ZAYYAT / AFP

3. März, 16.27 Uhr: Teherans Flughafen Mehrabad Ziel von Angriffen

Einer der beiden iranischen Flughäfen, Mehrabad, der hauptsächlich Inlandsflüge abwickelt, wurde am Dienstag Ziel von Angriffen.

Währenddessen setzten die Vereinigten Staaten und Israel ihre Bombardierungen auf die Islamische Republik weiter fort.

3. März, 16.20 Uhr: Israel meldet Angriffe auf Produktionsstätten für ballistische Raketen im Iran

Das israelische Militär gab bekannt, dass seine Luftwaffe Industrieanlagen "im gesamten Iran" angegriffen habe, die zur Herstellung von Waffen, darunter ballistischen Raketen, genutzt würden.

"Bei den im gesamten Iran durchgeführten Angriffen hat die israelische Armee (IDF) Industrieanlagen ins Visier genommen, die vom iranischen Regime zur Herstellung von Waffen, insbesondere ballistischen Raketen, genutzt werden", hieß es in einer Erklärung des Militärs.

3. März, 16.12 Uhr: Nato-Chef befürwortet Angriffe auf Iran erneut

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Angriffe Israels und der Vereinigten Staaten auf Iran erneut verteidigt.

"Der Iran steht kurz davor, sich nukleare Fähigkeiten und ballistische Raketen zu beschaffen", sagte Rutte bei einem Besuch in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje.

Das sei nicht nur eine "existenzielle Bedrohung" für Israel, sondern stelle auch eine große Gefahr für Europa dar. 

3. März, 15.59 Uhr: Israel weitet Offensive gegen Hisbollah im Libanon aus

Am vierten Tag des Iran-Kriegs hat Israel seine Militäroffensive im Libanon gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz ausgeweitet.

Nach AFP-Informationen rückten israelische Soldaten am Dienstag in Grenzregionen im Südlibanon vor, Verteidigungsminister Israel Katz kündigte die Einrichtung einer Pufferzone zum Schutz von Gemeinden im israelischen Grenzgebiet an.

Die israelische Luftwaffe flog unterdessen weitere Angriffe auf Hisbollah-Hochburgen, nach Armeeangaben wurden seit Montag bereits mehr als 160 Ziele beschossen. Die Hisbollah meldete ihrerseits weitere Angriffe auf Ziele in Israel.

3. März, 15.50 Uhr: Israel berichtet von mehreren Verletzten nach Raketenangriff

Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, dass dieser zwölf Verletzte nach dem jüngsten Raketenangriff aus dem Iran behandle.

"Mediziner und Rettungssanitäter leisten medizinische Versorgung und evakuieren zwölf Verletzte in Krankenhäuser, darunter eine etwa 40-jährige Frau mit mittelschweren Verletzungen durch eine Explosion sowie elf Personen mit leichten Verletzungen durch Schnittwunden durch Glassplitter und Explosionsverletzungen", hieß es in einer Erklärung der MDA.

Bei einem iranischen Raketenangriff wurden mehrere Zivilisten verletzt.
Bei einem iranischen Raketenangriff wurden mehrere Zivilisten verletzt.  © ATTA KENARE / AFP

3. März, 15.35 Uhr: "US-amerikanische und israelische Kämpfer" greifen Zentrum von Teheran an

Die Nachrichtenagentur Tasnim, dass "US-amerikanische und israelische Kämpfer" das Zentrum von Teheran angegriffen hätten.

Tasnim strahlte ein Video aus, das im Zentrum von Teheran – wo sich zahlreiche Regierungsgebäude befinden – aufgenommen wurde und Rauch zeigte, der in den Himmel aufstieg.

"In der Nähe des Enghelab-Platzes wurden erhebliche Schäden an Häusern festgestellt", berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim.

3. März, 15.29 Uhr: Wadephul kündigt ersten Nahost-Rückholflug für Mittwoch an

Die Bundesregierung will ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere unter den in Nahost gestrandeten Deutschen an diesem Mittwoch starten.

Ein erster Flug sei nach Maskat geplant, der Hauptstadt des Oman, kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) im Sender Welt TV an.

3. März, 15.17 Uhr: Gebäude des iranischen Expertenrats bei Angriff getroffen

Bei neuen US-israelischen Luftangriffen ist nach Angaben iranischer Medien das Gebäude des Expertenrats getroffen worden, der einen Nachfolger des getöteten obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei wählen soll.

Die "amerikanisch-zionistischen Verbrecher" hätten das Expertenrats-Gebäude in der südlich von Teheran gelegenen Stadt Ghom angegriffen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim.

3. März, 15.03 Uhr: Israelische Armee hat mit großangelegten Angriffen in Teheran begonnen

Die israelische Luftwaffe hat am Dienstag eine neue Angriffswelle in Teheran gestartet, wie das Militär mitteilte. Dies markiert den vierten Tag ihrer Kampagne gegen die Islamische Republik.

"Das Militär hat eine neunte Angriffswelle in Teheran gestartet. Die Luftwaffe hat nun eine großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran begonnen", hieß es in einer Erklärung des Militärs.

3. März, 15.00 Uhr: Chinas Außenminister lehnt Angriffe auf den Iran ab

Chinas Außenminister Wang Yi teilte seinem israelischen Amtskollegen am Dienstag in einem Telefonat mit, dass Peking Militärschläge gegen den Iran ablehne, wie staatliche Medien berichteten.

"China lehnt jegliche Militärschläge Israels und der Vereinigten Staaten gegen den Iran ab", sagte Wang laut der Nachrichtenagentur Xinhua gegenüber Gideon Saar.

"Gewalt kann Probleme nicht wirklich lösen – stattdessen bringt sie nur neue Probleme und schwerwiegende Nachwirkungen mit sich."

Der chinesische Außenminister Wang Yi lehnt jegliche Angriffe auf den Iran ab.
Der chinesische Außenminister Wang Yi lehnt jegliche Angriffe auf den Iran ab.  © Johannes Neudecker/dpa

3. März, 14.49 Uhr: Israelische Rettungskräfte berichten von sieben Verletzten nach neuem iranischen Raketenbeschuss

Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, dass er sieben Verletzte nach dem jüngsten Raketenangriff aus dem Iran behandle.

"An drei Orten in Zentralisrael leisten Sanitäter und Rettungssanitäter der MDA medizinische Versorgung für sieben Verletzte, darunter: eine Frau um die 40 Jahre mit mittelschweren Verletzungen durch eine Explosion sowie sechs weitere Verletzte mit leichten Verletzungen durch Glassplitter und Explosionsverletzungen", hieß es in einer Erklärung der MDA.

Die israelische Polizei teilte mit, dass Beamte an mehreren Orten in den zentralen Bezirken und in Tel Aviv im Einsatz seien.

3. März, 14.38 Uhr: Katar macht deutlich, dass "rote Linien" überschritten wurde

Die katarische Regierung sieht wegen der andauernden iranischen Angriffe auf Ziele in der Golfregion "rote Linien" überschritten.

Es bestehe kein Kontakt zum Iran, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Katar sei darauf fokussiert, sein Territorium und seine Bürger zu schützen.

3. März, 14.30 Uhr: Trump sagt, es sei "zu spät" für Iran, Gespräche aufzunehmen

US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, es sei zu spät für Gespräche mit dem Iran, auch wenn Teheran diese wünsche.

"Ihre Luftverteidigung, Luftwaffe, Marine und Führung sind ausgeschaltet. Sie wollen reden. Ich sagte: ‚Zu spät!", schrieb Trump in einem Beitrag auf Truth Social, zwei Tage nachdem er inmitten der gemeinsamen israelisch-amerikanischen Bombardierung des Irans seine Zustimmung zu Gesprächen erklärt hatte.

3. März, 14.20 Uhr: US-Botschaft warnt vor unmittelbar bevorstehendem Angriff im Osten Saudi-Arabiens

Die US-Botschaft in Riad warnte am Dienstag vor einem unmittelbar bevorstehenden Anschlag in der ostsaudischen Stadt Dhahran, wo sich ein Großteil der Energieanlagen des Königreichs entlang der Golfküste befindet.

"Über Dhahran besteht die Gefahr unmittelbar bevorstehender Raketen- und Drohnenangriffe", schrieb die Botschaft auf ihrem offiziellen X-Account.

3. März, 14.10 Uhr: Israel ruft Länder zum Abbruch der Beziehungen mit dem Iran auf

Außenminister Gideon Saar forderte bei einem virtuellen Treffen mit rund 60 in Israel stationierten Gesandten andere Staaten dazu auf, ihre Beziehungen zum Iran abzubrechen, während Israel seine Militärkampagne gegen die Islamische Republik fortsetzt.

"Der Außenminister sagte den Botschaftern, dass die Länder weltweit nach den Angriffen des iranischen Regimes auf alle seine Nachbarn und nach dem Massaker an der eigenen Bevölkerung ihre Beziehungen zu ihm abbrechen müssen", hieß es in einer Erklärung aus Saars Büro. Es wurde jedoch nicht präzisiert, ob die Herkunftsländer der 60 Gesandten überhaupt Beziehungen zum Iran führen.

3. März, 14 Uhr: Hisbollah meldet Angriff auf israelische Militäranlage

Die Hisbollah erklärte, sie habe bei ihrem vierten Angriff an diesem Tag eine militärische Einrichtung in Israel ins Visier genommen, während Israel seine Angriffe auf den Libanon fortsetzte - darunter auch auf die Hauptstadt Beirut.

In einer Mitteilung teilte die Gruppe mit, sie habe das Gelände "Maayan Baruch" im Norden Israels mit Raketen angegriffen "als Reaktion auf die kriminelle israelische Aggression, die Dutzende libanesische Städte und Ortschaften getroffen hat, darunter die südlichen Vororte Beiruts".

Die jüngste Runde der Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel begann am frühen Montag, als die Hisbollah Raketen in Richtung Israel abfeuerte - als Vergeltung für die Tötung des iranischen obersten Führers Ali Khamenei bei US-israelischen Angriffen am Samstag.

3. März, 13.56 Uhr: USA ziehen Botschaftspersonal aus sechs Staaten im Nahen Osten ab

Angesichts des Iran-Kriegs ziehen die USA den Großteil ihres Botschaftspersonals aus sechs Staaten im Nahen Osten ab. Betroffen seien "nicht für Notfälle zuständige Mitarbeiter der US-Regierung" in Bahrain, dem Irak, Jordanien, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, erklärte das US-Außenministerium am Dienstag. Die Ausreise der Betroffenen sei per Änderung der Sicherheitshinweise beschlossen worden.

Die Aufforderung für den Irak begründete das Außenministerium mit "Sicherheitsbedenken", zu den anderen fünf Staaten hieß es, es bestehe eine "anhaltende Bedrohung durch Drohnen- und Raketenangriffe aus dem Iran".

Am Dienstag war die US-Botschaft in Saudi-Arabien mit Drohnen attackiert worden. Die US-Botschaft des Golfstaates Kuwait wurde derweil "bis auf Weiteres" geschlossen, nachdem sie am Montag bei einem Drohnenangriff direkt getroffen worden war.

3. März, 13.54 Uhr: Iran stoppt wegen Kriegs mit Israel und den USA Lebensmittelexporte

Der Iran hat angesichts des Kriegs mit Israel und den USA sämtliche Lebensmittelexporte gestoppt. Die Ausfuhr "aller Lebensmittel und Agrarprodukte" werde "bis auf Weiteres verboten", meldete die Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag unter Berufung auf eine Regierungserklärung.

Die Regierung habe die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern zur Priorität erklärt, hieß es weiter. Der Iran hatte am Samstag einen staatlichen Notfallplan aktiviert, nachdem die USA und Israel am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen hatten.

Eine Familie, die vor israelischen Luftangriffen im Südlibanon flieht, sitzt auf einem Pickup auf einer Autobahn in Richtung Beirut.
Eine Familie, die vor israelischen Luftangriffen im Südlibanon flieht, sitzt auf einem Pickup auf einer Autobahn in Richtung Beirut.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

3. März, 13.52 Uhr: Wohl heute Abend wieder Flüge von Berlin nach Nahost

Heute Abend heben nach aktuellem Stand wieder erste Maschinen vom Flughafen Berlin-Brandenburg Richtung Naher Osten ab.

"Heute Abend stehen zwei Flüge noch im Flugplan als planmäßig drin", sagte ein BER-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dabei handelt es sich um je einen Flieger nach Dschidda in Saudi-Arabien (21.05 Uhr) und Doha in Katar (21.40 Uhr). "Aktuell sieht es noch so aus, dass sie stattfinden können. Die Airlines planen hier aber sehr kurzfristig und die Sicherheitslage ist sehr volatil", sagte der Flughafensprecher.

3. März, 13.44 Uhr: Erstes Flugzeug in Frankfurt gelandet

Ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates aus Dubai ist nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Krieges in Frankfurt am Main gelandet. Der Linienflug landete um kurz nach 13.30 Uhr.

Auch auf einer Anzeigetafel im Ankunftsbereich des Flughafens wurde die Landung angezeigt. Die Airline äußerte sich zunächst nicht dazu, wie viele Passagiere an Bord waren.

Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen derzeit noch Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest.

Nach Flugausfällen wegen des Iran-Krieges landet ein Emirates-Flugzeug aus Dubai erstmals wieder in Frankfurt.
Nach Flugausfällen wegen des Iran-Krieges landet ein Emirates-Flugzeug aus Dubai erstmals wieder in Frankfurt.  © Boris Roessler/dpa

3. März, 13.35 Uhr: Israelische Armee meldet Angriff auf hochrangigen iranischen Kommandeur in Teheran

Die israelischen Streitkräfte teilten mit, dass sie am Dienstag einen hochrangigen iranischen Kommandeur in Teheran getroffen hätten, am vierten Tag des Krieges, der mit US- und israelischen Angriffen begonnen hatte.

"Vor Kurzem hat die (israelische Armee) einen ranghohen Kommandeur des iranischen Terrorregimes in Teheran angegriffen", hieß es in einer Erklärung des Militärs. Weitere Details wurden nicht genannt.

Die israelischen Streitkräfte teilten mit, dass sie a einen hochrangigen iranischen Kommandeur in Teheran getroffen hätten.
Die israelischen Streitkräfte teilten mit, dass sie a einen hochrangigen iranischen Kommandeur in Teheran getroffen hätten.  © Ilia Yefimovich/dpa

3. März, 13.25 Uhr: "Ära der Geduld" ist laut Hisbollah vorbei

Die Hisbollah im Libanon hat Israel mit einem erneuten offenen Krieg gedroht. Die "Ära der Geduld ist vorbei", sagte der hochrangige Hisbollah-Funktionär Mahmud Komati in einer Mitteilung der Organisation.

Lange Zeit habe sich die Hisbollah zurückgehalten. Doch der Staat sei nicht in der Lage, das Land vor den anhaltenden israelischen Angriffen zu schützen.

"Wir können die Tötung unserer Bürger und die Zerstörung unserer Häuser nicht länger dulden", sagte Komati. Wenn Israel eine Konfrontation suche, "dann soll es ein offener Krieg sein".

Die Hisbollah hatte in der Nacht zum Montag als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel abgefeuert.

Trümmer bedecken das Hauptquartier des Fernsehsenders Al-Manar der Hisbollah, nachdem es bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde.
Trümmer bedecken das Hauptquartier des Fernsehsenders Al-Manar der Hisbollah, nachdem es bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde.  © Hassan Ammar/AP/dpa

3. März, 13.20 Uhr: Bundesregierung bestellt iranischen Botschafter ein

Das Auswärtige Amt hat angesichts der iranischen Angriffe auf Israel und andere Staaten der Region den iranischen Botschafter einbestellt.

"Wir haben das iranische Regime unmissverständlich dazu aufgefordert, seine rücksichtslosen Angriffe auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen", teilte das deutsche Außenministerium in Berlin auf X mit.

"Wir verurteilen die willkürlichen und unverhältnismäßigen Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes, auch auf zivile Ziele", kritisierte das Auswärtige Amt weiter. "Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region." Die förmliche Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel, mit dem die Regierung des Gastlandes eine deutliche Verstimmung signalisiert.

3. März, 13.18 Uhr: Putin spricht mit Orban über Iran-Krieg

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben aus dem Kreml in einem Telefonat mit Ungarns Regierungschef Viktor Orban über den Krieg im Nahen Osten gesprochen.

"Erörtert wurde die drastisch zugespitzte Lage um den Iran und die gesamte Nahost-Region, darunter auch die möglichen Folgen für den Zustand des globalen Energiemarkts", heißt es in einer Mitteilung des Kreml-Pressedienstes.

Putin hat demnach die Position Ungarns als ausgewogen und unabhängig gelobt. Der Kremlchef betonte, dass Budapest sich prinzipiell für eine diplomatische Lösung des Konflikts einsetze. Orban gilt innerhalb der EU als der Staatschef mit den besten Beziehungen zum Kreml, wo er zuletzt im November 2025 zu Gast war - trotz westlicher Sanktionen gegen Moskau wegen des Ukraine-Kriegs.

Der russische Präsident Wladimir Putin (73, r.) und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban (62).
Der russische Präsident Wladimir Putin (73, r.) und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban (62).  © Alexander Nemenov/Pool AFP via AP/dpa

3, März, 13.15 Uhr: Menschenrechtler besorgt um Gefangene im Iran

Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran zeigen sich Menschenrechtler zunehmend besorgt über das Schicksal der Häftlinge im Land.

Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo warnte vor schlechten Haftbedingungen, staatlichen Repressionen und Gefahren durch den Krieg.

In den ersten beiden Monaten des Jahres seien mindestens 141 Menschen im Iran hingerichtet worden, berichtete die Organisation. Die Gefahr sei groß, dass weitere Todesstrafen vollstreckt würden, insbesondere mit Blick auf die Repressionen gegen die jüngsten Massenproteste. Besonders schlecht sei die Lage im berüchtigten Ewin-Gefängnis in der Hauptstadt Teheran. Einige Familien hätten keinen Kontakt zu ihren Angehörigen, berichtete IHRNGO.

Ihr Direktor, Mahmood Amiry-Moghaddam, bezeichnete die Gefangenen und insbesondere Menschen, die im Zuge der Massenproteste inhaftiert wurden, als die "verletzlichsten und schutzlosesten Opfern dieser Situation". Sie seien nicht nur der Gefahr von Bombardierungen ausgesetzt, sondern sähen sich zugleich der Gefahr überstürzter Hinrichtungen im Schatten des Krieges gegenüber.

Dieses Foto zeigt die Särge der Opfer, zumeist Kinder, eines israelisch-amerikanischen Angriffs vom 28. Februar 2026 auf eine Mädchengrundschule.
Dieses Foto zeigt die Särge der Opfer, zumeist Kinder, eines israelisch-amerikanischen Angriffs vom 28. Februar 2026 auf eine Mädchengrundschule.  © Uncredited/Iran's Foreign Media Department/AP/dpa

3. März, 13.12 Uhr: Iran verbietet Export von Lebensmitteln

Angesichts des Kriegs hat der Iran sämtliche Lebensmittelexporte verboten.

Einem Regierungsbeschluss zufolge sei auch die Ausfuhr von Agrarprodukten bis auf weiteres untersagt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern sei zur Priorität erklärt worden.

3. März, 13.08 Uhr: Israel greift erneut südliche Vororte von Beirut an

Israel hat am Dienstag erneut Luftangriffe auf als Hisbollah-Hochburgen geltende Vororte im Süden von Beirut geflogen.

Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur Ani berichtete, erfolgten die Attacken ohne vorherige Evakuierungsaufforderung und verursachten "erhebliche Schäden an Gebäuden". Die israelische Armee erklärte, sie habe "mehrere Terrorziele der Hisbollah" ins Visier genommen.

3. März, 13 Uhr: Sonderflug aus Nahost in München erwartet

Eine Sondermaschine der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai soll heute Abend am Münchner Flughafen ankommen.

Der Flug "EK 8051" soll gegen 19.30 Uhr in München landen, wie ein Flughafensprecher auf Anfrage mitteilte. An Bord sind nach Angaben eines Sprechers des Reisekonzerns Tui voraussichtlich rund 200 Tui-Gäste. Unter anderem rund 5000 Gäste des Reiseveranstalters, die auf zwei Kreuzfahrtschiffen unterwegs waren, sitzen derzeit in der Golfregion fest.

3. März, 12.55 Uhr: Iranische Revolutionsgarden drohen USA und Israel mit Vergeltung - "Tor zur Hölle"

Am vierten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran haben die iranischen Revolutionsgarden massive Vergeltungsschlägen angekündigt.

"Der Feind muss mit anhaltenden Vergeltungsschlägen rechnen; das Tor zur Hölle wird sich für die USA und Israel weiter und weiter öffnen", sagte Gardensprecher Ali Mohammad Naini am Dienstag im staatlichen Fernsehen.

Die iranischen Streitkräfte gaben derweil neue Drohnenangriffe auf Israel und einen US-Militärstützpunkt in Katar bekannt. Die Armee habe "Militärgebiete des zionistischen Regimes" sowie die "Stützpunkte der US-Streitkräfte in Al-Udeid" mit "zerstörerischen Kampfdrohnen" angegriffen, berichtete die Tageszeitung "Schargh" unter Berufung auf die Armee. In Katar befindet sich mit Al-Udeid der größte US-Militärstützpunkt in der Region.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen.
Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen.  © ATTA KENARE / AFP Foto von ATTA KENARE / AFP

3. März, 12.54 Uhr: Angriffe auf Flughafen von Katars Hauptstadt Doha abgewehrt

In Katar sind am vierten Tag des Iran-Krieges Angriffe auf den internationalen Flughafen von Doha abgewehrt worden.

Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums sprach am Dienstag vor Journalisten von "mehreren Angriffsversuchen" auf den Flughafen Hamad International. Alle seien vereitelt worden.

Der Sprecher fügte an, dass Katar seit Beginn der Angriffe auf sein Land nicht mehr im Kontakt mit dem Iran stehe. Das Golfemirat hatte sich am Wochenende einer Erklärung mehrerer Golfstaaten angeschlossen, in denen sie die Angriffe des Iran als "verräterisch" bezeichnet und sich eine Antwort auf die "Aggression" vorbehalten hatten.

3. März, 12.51 Uhr: Mehrere Explosionen über Jerusalem - Offenbar abgefangene Raketen aus dem Iran

Die Einwohner von Jerusalem sind am Dienstag von mehreren Explosionen aufgeschreckt worden. Wie Journalisten berichteten, war eine regelrechte Serie von Explosionen zu hören. Offenbar handelte es sich um einen iranischen Raketenangriff, der von Israels Luftabwehr abgefangen wurde.

Die israelische Armee erklärte, es seien "Raketen vom Iran aus Richtung des Territoriums des Staates Israel abgefeuert" worden. "Unsere Verteidigungssysteme sind dabei, die Bedrohung zu bekämpfen."

Das israelische Luftabwehrsystem feuert, um vom Iran auf Israel gerichtete Raketen abzufangen.
Das israelische Luftabwehrsystem feuert, um vom Iran auf Israel gerichtete Raketen abzufangen.  © Mahmoud Illean/AP/dpa

3. März, 12.48 Uhr: Wichtiger Übergang nach Gaza laut Israel wieder für Hilfslieferungen offen

Israel hat einen wichtigen Grenzübergang in den Gazastreifen nach einer Sperrung wegen der gemeinsam mit den USA ausgeführten Angriffe auf den Iran wieder für die Einfuhr von Hilfsgütern geöffnet.

Das bestätigte ein Sprecher der zuständigen israelischen Cogat-Behörde auf Anfrage. Cogat hatte die Wiedereröffnung des Übergangs Kerem Schalom bereits am späten Montagabend angekündigt.

Israel hatte am Samstag über die Schließung der Übergänge informiert und dies mit Blick auf den Krieg mit dem Iran als "notwendige Sicherheitsmaßnahme" bezeichnet. Laut einem Sprecher der Armee handelte es sich um eine vorübergehende Maßnahme in den ersten Kriegstagen, da zunächst nicht klar gewesen sei, ob und wie die mit dem Iran verbündeten Terrororganisationen im Gazastreifen in den Krieg eingreifen würden.

Es sei nun ein "an die aktuelle Sicherheitslage angepasster Mechanismus" entwickelt worden, um einen sicheren Betrieb des Übergangs zu ermöglichen, teilte die Cogat-Behörde mit. Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Auch wie viele Hilfsgüter im Tagesverlauf in den Gazastreifen kommen sollen, blieb unklar.

Wegen des Kriegs mit dem Iran schloss Israel die Grenzübergänge in den Gazastreifen. Nun sollen über einen Übergang wieder Hilfslieferungen in das Gebiet kommen.
Wegen des Kriegs mit dem Iran schloss Israel die Grenzübergänge in den Gazastreifen. Nun sollen über einen Übergang wieder Hilfslieferungen in das Gebiet kommen.  © Leo Correa/AP/dpa

3. März, 11.48 Uhr: Israelische Armee kündigt Schaffung einer "Pufferzone" im Libanon an

Die israelische Armee hat am Dienstag die Schaffung einer "Pufferzone" im Libanon angekündigt.

Zuvor hatte die Armee bereits ihre Truppen entlang der Grenze zum Nachbarland verstärkt. Der US-israelische Krieg gegen den Iran hat auch den Konflikt zwischen Israel und der pro-iranischen Miliz Hisbollah im Libanon wieder eskalieren lassen.

Feuerwehrleute inspizieren die Trümmer eines Gebäudes, das bei einem israelischen Luftangriff auf einen südlichen Vorort von Beirut getroffen wurde.
Feuerwehrleute inspizieren die Trümmer eines Gebäudes, das bei einem israelischen Luftangriff auf einen südlichen Vorort von Beirut getroffen wurde.  © Hassan Ammar/AP/dpa

3. März, 11.46 Uhr: Dax wegen Iran-Krieg wieder im Minus

Die andauernden Kampfhandlungen im Nahen Osten haben die weltweiten Börsen auch am Dienstag belastet. Auf Kursverluste an den asiatisch-pazifischen Aktienmärkten folgten neuerliche Einbußen an Europas Märkten im frühen Handel.

Und auch für die Wall Street und die Nasdaq-Börse werden bereits wieder fallende Kurse prognostiziert. Steigende Öl- und Erdgaspreise nähren dabei Konjunktur- und Inflationsängste. Vieles hängt nun von der Dauer des Krieges ab.

Der Dax fiel um 1,8 Prozent und lag mit 24.204 Punkten auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte Dezember 2025. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab um 1,2 Prozent auf 30.493 Zähler nach, vermied aber ein Abrutschen unter die Marke von 30.000 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,6 Prozent.

3. März, 11.05 Uhr: Präsidialamt und Gebäude von Sicherheitsrat in Teheran laut der israelischen Armee getroffen

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge bei Luftangriffen im Rahmen des US-israelischen Krieges gegen den Iran das Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats in Teheran getroffen.

In der Nacht zum Dienstag habe die israelische Luftwaffe "Einrichtungen des Führungskomplexes des iranischen Terrorregimes angegriffen und zerstört" und dabei das "Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats" bombardiert, erklärte die Armee.

Bei dem Angriff auf das Präsidialamt sowie das Gebäude unter Leitung von Sicherheitsratschef Ali Laridschani sei "zahlreiche Munition" abgefeuert worden, fügte die israelische Armee hinzu.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen.
Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen.  © Vahid Salemi/AP/dpa

3. März, 10.59 Uhr: Neue Schäden laut der Internationale Atomenergie-Organisation an Gebäuden iranischer Atomanlage

Inmitten der Angriffe Israels und der USA gegen den Iran hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt.

Die Organisation geht nicht davon aus, dass Radioaktivität freigesetzt und die Anlage weiter beschädigt worden ist, wie sie mitteilte.

Israel und die Vereinigten Staaten hatten bereits im vergangenen Sommer Einrichtungen des iranischen Atomprogramms bombardiert und schwer beschädigt - darunter auch Natans, wo die Anlage zur Anreicherung von Uran steht. Die Technologie kann zur Herstellung von Reaktor-Brennstoff oder auch Atomwaffen genutzt werden - Teheran bestreitet aber, solche Waffen zu entwickeln.

An der iranischen Atomanlage Natans gibt es neue Schäden an den Eingangsgebäuden.
An der iranischen Atomanlage Natans gibt es neue Schäden an den Eingangsgebäuden.  © Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

3. März, 10.36 Uhr: Teheran warnt europäische Staaten vor Kriegseintritt

Der Iran warnte am Dienstag europäische Länder davor, sich seinem Konflikt mit Israel und den USA anzuschließen, nachdem Deutschland, Großbritannien und Frankreich erklärt hatten, sie könnten "defensive Maßnahmen" ergreifen, um Irans Raketenabschussfähigkeiten zu zerstören.

"Es wäre ein Akt des Krieges. Jeder solche Akt gegen den Iran würde als Komplizenschaft mit den Aggressoren betrachtet werden. Er würde als ein Akt des Krieges gegen den Iran angesehen werden", sagte Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei bei einer Pressekonferenz, als er auf die Erklärung angesprochen wurde.

Nachdem Friedrich Merz (70, CDU, r.) bekannt gab, dass sich Deutschland künftig an Nuklearübungen beteiligen wolle, die Emmanuel Macron (48, M.) angekündigt hatte, warnte der iranische Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei die europäischen Staaten vor einem Kriegseintritt.
Nachdem Friedrich Merz (70, CDU, r.) bekannt gab, dass sich Deutschland künftig an Nuklearübungen beteiligen wolle, die Emmanuel Macron (48, M.) angekündigt hatte, warnte der iranische Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei die europäischen Staaten vor einem Kriegseintritt.  © Montage: Foad Ashtari/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa, Michael Kappeler/dpa, Christoph Soeder/dpa

3. März, 10.24 Uhr: Roter Halbmond spricht von fast 800 Toten

Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen nach Angaben des örtlichen Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen.

Die Hilfsorganisation berichtete auf Telegram von Attacken in 153 Städten. Mehr als 3600 Mitarbeiter der Rettungsdienste seien landesweit im Einsatz. An vielen Orten werden demnach Such- und Bergungsarbeiten fortgesetzt.

Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw sprach am Montag sogar von mehr als 1500 Todesopfern. Rund 1300 der Toten seien Mitglieder der Streitkräfte, etwa 200 Zivilisten. Die Aktivisten stützen sich bei ihrer Arbeit auf ein Netzwerk von Kontakten im Land.

Eine Gruppe von Männern inspiziert die Ruinen einer Polizeistation, die am Montag im Rahmen der amerikanisch-israelischen Militäraktion getroffen wurde.
Eine Gruppe von Männern inspiziert die Ruinen einer Polizeistation, die am Montag im Rahmen der amerikanisch-israelischen Militäraktion getroffen wurde.  © Vahid Salemi/AP/dpa

3. März, 10.18 Uhr: Irans Feuerkraft lässt laut Israels Armee nach

Die iranischen Angriffe auf Israel haben sich israelischen Militärangaben zufolge inzwischen abgeschwächt. "Wir beobachten, dass ihre Feuerkraft nachlässt", sagte Militärsprecher Nadav Schoschani.

"Wir konnten ihre Fähigkeit, Raketen auf uns und die Region abzufeuern, begrenzen." Er räumte allerdings ein, dass dies zum Teil auch damit zusammenhängen könnte, dass die iranische Führung womöglich Waffenbestände für den Fall aufspart, dass der Krieg länger dauern sollte.

Doch wesentlich seien die israelisch-amerikanischen Angriffe: "Wir haben Hunderte ballistischer Raketen zerstört und wir beobachten", sagte Schoschani. Der Iran könne nicht mehr im großen Umfang Raketen abfeuern.

Eine iranische Fahne weht in den Ruinen einer Polizeistation, die am Montag im Rahmen der amerikanisch-israelischen Militäraktion getroffen wurde.
Eine iranische Fahne weht in den Ruinen einer Polizeistation, die am Montag im Rahmen der amerikanisch-israelischen Militäraktion getroffen wurde.  © Vahid Salemi/AP/dpa

3. März, 10.02 Uhr: Stiller Protest - Irans Fußballerinnen schweigen bei Hymne

Vor ihrer Partie beim Asien Cup haben Irans Fußballerinnen beim Abspielen ihrer Nationalhymne geschwiegen.

Weder die Spielerinnen noch der Trainerstab sang mit, wie auf Bildern zu sehen war. Dass die Iranerinnen das Spiel gegen Südkorea mit 0:3 verloren, rückte angesichts der Eskalation im Nahen Osten in den Hintergrund.

Auch einige Fans auf den Tribünen trugen den Protest mit. Auf Bildern war zu sehen, wie viele Anhänger Flaggen aus der Zeit vor der islamischen Revolution 1979 hochhielten. Im Vergleich zur aktuellen Flagge ist in der Mitte kein rotes Emblem zu sehen, sondern ein goldener Löwe und eine Sonne.

Spielerinnen der Islamischen Republik Iran schweigen während der iranischen Nationalhymne beim Spiel des Asien Cup zwischen Südkorea und dem Iran.
Spielerinnen der Islamischen Republik Iran schweigen während der iranischen Nationalhymne beim Spiel des Asien Cup zwischen Südkorea und dem Iran.  © Dave Hunt/AAP/dpa

3. März, 9.56 Uhr: Drohnenangriffe treffen Rechenzentren von Amazon-Tochter

Drohnenangriffe im Zuge der militärischen Eskalation im Nahen Osten haben zwei Rechenzentren der Amazon-Tochter AWS (Amazon Web Services) in den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt getroffen und beschädigt.

Zudem wurde nach Unternehmensangaben in Bahrain eine Einrichtung durch einen Einschlag in unmittelbarer Nähe beeinträchtigt.

Die Angriffe haben strukturelle Schäden und Unterbrechungen der Stromversorgung verursacht, wie AWS weiter mitteilte. Teils seien Löscharbeiten nötig gewesen, wodurch zusätzliche Wasserschäden entstanden sind. Man arbeite mit lokalen Behörden zusammen und priorisiere die Sicherheit der Mitarbeitenden.

3. März, 9.52 Uhr: Drohnenangriff vor Omans Küste gemeldet

Im Handelshafen von Dukm im Oman ist es erneut zu einem Drohnenangriff gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen berichtete, wurden Treibstofftanks von mehreren Drohnen attackiert.

Verletzt wurde demnach niemand, die Schäden seien begrenzt. Zunächst war unklar, wer für den Angriff verantwortlich war.

Bereits am Sonntag war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am Samstag hat Teheran mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Im Oman selbst sind keine US-Stützpunkte. Häfen wie der in Dukm können aber vom US-Militär genutzt werden. Oman ist im Atomstreit zwischen den USA und Iran als Vermittler aufgetreten.

Rauch steigt von einem zerstörten Gebäude auf, das bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde.
Rauch steigt von einem zerstörten Gebäude auf, das bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde.  © Hussein Malla/AP/dpa

3. März, 9.32 Uhr: Erstes Flugzeug von Dubai unterwegs nach Frankfurt

Ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates ist nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Krieges nun von Dubai nach Frankfurt am Main unterwegs.

Eine Sprecherin der Fraport, der Betreibergesellschaft des bundesweit größten Flughafens, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagmorgen: "Die Emirates ist in der Luft und kommt hier an." Laut der Fraport-Ankunftsseite im Internet wurde die Maschine am frühen Nachmittag in Frankfurt erwartet.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bieten nach den Stornierungen in den ersten Tagen des Iran-Krieges nun Sonderflüge für gestrandete Passagiere an. Die Fluggesellschaft Emirates erklärte, zunächst Passagiere mit bereits bestehenden Buchungen bevorzugt zu berücksichtigen. Kundinnen und Kunden, die auf einen der eingeschränkt angebotenen Flüge umgebucht worden seien, würden direkt von ihr informiert.

3. März, 9.02 Uhr: Iran-Krieg lässt Ölpreise weiter steigen

Die Ölpreise haben am Dienstag im frühen Handel weiter zugelegt. Nach einem kräftigen Anstieg am ersten Handelstag nach dem Beginn des Iran-Kriegs legten die Preise zunächst bis zu rund drei Prozent zu, blieben aber unter dem Höchststand aus den ersten Handelsstunden am Montag.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Dienstag gegen 8 Uhr um drei Prozent oder 2,35 Dollar auf 80,09 Dollar. Steigende Rohölpreise verteuern üblicherweise auch Sprit und Heizöl für Verbraucher in Deutschland.

Am Montag war der Brent-Preis im frühen Handel bis auf 82,37 Dollar geklettert. Im Tagesverlauf bröckelte der Kurs wieder etwas ab - am Tagesende stand aber dennoch ein Plus von mehr als 5 Dollar oder rund sieben Prozent auf 77,74 Dollar auf dem Kurszettel. Beim Öl der US-Sorte WTI sah die Bewegung ähnlich aus. Hier legte der Preis am Dienstag im frühen Handel etwas mehr als zwei Prozent auf knapp 73 Dollar zu.

3. März, 8.49 Uhr: US-Botschaften in Golfstaaten bleiben nach Angriffen geschlossen

Nach weiteren Eskalationen im Iran-Krieg bleibt die US-Botschaft in Kuwait vorerst geschlossen. Alle regulären und auch die dringenden Konsulartermine seien abgesagt worden, teilte die Botschaft auf X mit.

Auch die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad bleibt heute geschlossen. Auch hier seien alle Termine abgesagt worden. Menschen in Saudi-Arabien wurden aufgerufen, die Umgebung des Botschaftsgebäudes vorerst zu meiden.

Die Botschaft in Riad war in der Nacht von iranischen Drohnen angegriffen worden. Nach saudischen Angaben sei es zu einem Brand gekommen. Auch an der Botschaft in Kuwait soll es zu einem Brand gekommen sein. Angesichts des Krieges hatte das US-Außenministerium Amerikaner in mehr als einem Dutzend Ländern in der Region bereits dazu aufgerufen, diese sofort zu verlassen.

3. März, 8.25 Uhr: Israels Armee dringt in Süd-Libanon ein

Das israelische Militär erklärte, es habe Soldaten an mehreren Orten im Südlibanon stationiert. In einer Mitteilung bezeichnete es dies als Maßnahme der "Vorwärtsverteidigung" entlang der Grenze.

"Wir haben zusätzliche Soldaten an weiteren Punkten im Grenzgebiet positioniert, um unsere Zivilisten zu schützen und zu verhindern, dass die Hisbollah sie angreift", sagte Militärsprecher Oberstleutnant Nadav Shoshani in einem separaten Briefing vor Journalisten.

"Dies ist keine Bodenoffensive. Es handelt sich um eine taktische Maßnahme, um die Sicherheit unserer Bevölkerung zu gewährleisten", fügte er hinzu.

Ein Feuerwehrmann löscht das Feuer an einem Gebäude, das bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde.
Ein Feuerwehrmann löscht das Feuer an einem Gebäude, das bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde.  © Hussein Malla/AP/dpa

3. März, 8.19 Uhr: Hisbollah-Miliz meldet Angriffe auf drei israelische Militärstützpunkte

Nach israelischen Luftangriffen auf die libanesische Hauptstadt Beirut hat die pro-iranische Hisbollah-Miliz eigenen Angaben zufolge drei Militärstützpunkte in Israel angegriffen.

"Als Reaktion auf die kriminelle israelische Aggression gegen Dutzende libanesischer Städte und Ortschaften" seien die Luftwaffenstützpunkte Ramat David und Meron im Norden Israels mit Drohnen angegriffen worden, erklärte die Hisbollah am Dienstag. Zudem sei die Militärbasis Nafah auf den von Israel besetzten Golan-Höhen mit Raketen beschossen worden.

Die israelische Armee hatte zuvor zeitgleiche Luftangriffe auf militärische Ziele in Beirut und die iranischen Hauptstadt Teheran gemeldet. Videoaufnahmen zeigten eine große Rauchwolke, die über Beirut aufstieg.

Rauch steigt auf von israelischen Luftangriffen in Dahieh, einem südlichen Vorort von Beirut.
Rauch steigt auf von israelischen Luftangriffen in Dahieh, einem südlichen Vorort von Beirut.  © Hussein Malla/AP/dpa

3. März, 7.56 Uhr: Tui plant Rückholung von Urlaubern aus dem Nahen Osten

Der Reisekonzern Tui rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland zurückzubringen, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel. Eine konkrete Zahl nannte er nicht.

"Wir gehen aktuell davon aus, dass wir die ersten Flüge mit diesen Unternehmen und unseren Gästen heute durchführen können", sagte Ebel. Erste Flüge sollten nach München gehen. Zudem stünden eigene Flugzeuge von Tui Fly bereit. Diese seien "standby, sobald wir die Erlaubnis bekommen, dorthin zu fliegen und Kunden auch möglichst zügig abzuholen".

"Wir sind mit fast 100 Prozent der Gäste über die App in Kontakt", sagte Ebel. Wie schnell die Rückholung abgeschlossen werden könne, hänge von der Sicherheitslage ab. "Das ist heute seriös nicht genau vorherzusagen." Er gehe jedoch davon aus, dass es "etwas ist, was einige Tage dauern wird".

3. März, 7.33 Uhr: Schwere Bombardierung erschüttern Teheran und Vororte

Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von schweren Bombardierungen erschüttert worden.

Auch am Rand der östlichen Pendlerstadt Pardis schlugen rund ein Dutzend Raketen ein, wie iranische Medien berichteten. In den Hochhäusern der Neubaugebiete zitterten die Fenster, wie Bewohner der Deutschen Presse-Agentur berichteten.

Auf Videos in sozialen Medien waren graue Rauchschwaden über den Hügeln am Rand des Albors-Gebirges zu sehen.

Eine Straße voller Rauch nach einer Explosion in Teheran.
Eine Straße voller Rauch nach einer Explosion in Teheran.  © Mohsen Ganji/AP/dpa

3. März, 6.26 Uhr: Weitere militärische Infrastruktur im Iran laut USA zerstört

Die US-Streitkräfte haben bei anhaltenden Angriffen im Iran eigenen Angaben nach weitere militärische Infrastruktur ins Visier genommen.

Zerstört worden seien Kommando- und Kontrollzentren der iranischen Revolutionsgarden, iranische Luftabwehrkapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussbasen sowie Militärflugplätze, wie das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mitteilte. "Wir werden weiterhin entschlossen gegen unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime vorgehen", hieß es.

3. März, 6.11 Uhr: Auch USA und Iran kündigen Ausweitung der Angriffe an

Die USA wollen ihre eigenen Attacken im Iran nach den Worten von US-Präsident Trump deutlich verstärken. "Wir haben noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen", sagte er dem Sender CNN. "Die große Welle kommt bald." Er gehe von etwa vier bis fünf Wochen Krieg aus.

Notfalls könne es aber auch länger dauern. Der Iran wäre nach seinen Worten schon bald in der Lage gewesen, mit seinen Raketen auch US-Territorium zu treffen.

Auch der Iran kündigte eine Ausweitung der Angriffe an. Die Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht der Islamischen Republik, feuerten nach eigenen Angaben seit Beginn des Kriegs Hunderte ballistische Raketen und mehr als 700 Drohnen auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion ab.

Die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad wurde nach vorläufigen saudischen Angaben von zwei Drohnen angegriffen. Es sei ein "begrenztes Feuer" ausgebrochen, aber nur geringer Sachschaden entstanden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Acht weitere Drohnen seien nahe Riad und Al-Chardsch, rund 80 Kilometer südlich, abgefangen und zerstört worden. Das US-Außenministerium ruft wegen der Eskalation die eigenen Landsleute in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten auf, diese sofort zu verlassen.

Trümmer und beschädigte Gebäude sind nach einem Angriff auf eine Polizeistation während in Teheran zu sehen.
Trümmer und beschädigte Gebäude sind nach einem Angriff auf eine Polizeistation während in Teheran zu sehen.  © Vahid Salemi/AP/dpa

3. März, 6.10 Uhr: Israel greift im Iran und im Libanon weiter an

Die israelische Armee hatte zuvor nach eigenen Angaben bei einer weiteren Angriffswelle die staatliche iranische Rundfunkanstalt IRIB in der Hauptstadt Teheran bombardiert.

Der Chef des Senders bestätigte den Angriff zwar, betonte aber zugleich, der Sendebetrieb gehe weiter. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts mitgeteilt. Die iranischen Behörden haben das Internet nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe am Samstag gesperrt.

Die israelische Armee griff zudem in der Nacht erneut im Libanon an. Ziel seien Kommandozentralen und Waffenlager der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut, teilte die Armee mit. Als Reaktion auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, hatte die Hisbollah in der vorherigen Nacht Raketen auf Israel abgefeuert. Das israelische Militär greift seitdem Ziele in dem nördlichen Nachbarland an, darunter in Beirut.

Rauch steigt auf von israelischen Luftangriffen in Dahieh, einem südlichen Vorort von Beirut.
Rauch steigt auf von israelischen Luftangriffen in Dahieh, einem südlichen Vorort von Beirut.  © Bilal Hussein/AP/dpa

3. März, 6.09 Uhr: Vance sagt, Machtwechsel im Iran ist nebensächlich

US-Vizepräsident JD Vance sagte dem Sender Fox News, in einer "perfekten Welt" würden die USA es begrüßen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den USA zu kooperieren.

Das vorrangige Ziel von US-Präsident Donald Trump sei aber, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere, sagte er.

Israel hatte den Iran bereits im Juni vergangenen Jahres angegriffen. Das US-Militär hatte sich knapp eine Woche später dem Verbündeten angeschlossen und die iranischen Atomanlagen bombardiert.

"Man könnte meinen, sie hätten ihre Lektion gelernt, aber das haben sie nicht, denn sie sind unverbesserlich. Sie sind völlig fanatisch, was ihr Ziel angeht, Amerika zu zerstören", behauptete der israelische Ministerpräsident Netanjahu beim US-Fernsehsender Fox News.

Der US-Vizepräsident JD Vance (41).
Der US-Vizepräsident JD Vance (41).  © Kevin Lamarque/Pool Reuters/dpa

3. März, 6 Uhr: Angriff auf den Iran war laut Netanjahu unumgänglich

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte dem US-Fernsehsender Fox News: "Der Grund, warum wir jetzt handeln mussten", sei, dass der Iran nach den Bombardierungen seiner Atomanlagen und seiner Raketenarsenale im vergangenen Jahr mit dem Bau "neuer Anlagen, unterirdischer Bunker" begonnen habe.

Das Raketen- und "Atombombenprogramm" wäre sonst "innerhalb von Monaten" unangreifbar gewesen, behauptete Netanjahu. Wenn man jetzt nicht gehandelt hätte, "hätte man in Zukunft nichts mehr tun können."

Die US-Regierung habe wegen Israels Entschlossenheit zum Angriff eine schwierige Entscheidung treffen müssen, sagte Johnson nach einem Iran-Briefing. Er sei überzeugt, dass die US-Regierung das Richtige getan habe. "Das Ziel war nicht ein Regimewechsel", sagte Johnson. Vielmehr stünden die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms sowie der iranischen Marine im Fokus.

2. März, 22.27 Uhr: Zwei weitere US-Einsatzkräfte im Krieg mit dem Iran getötet

Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran ist die Zahl getöteter US-Einsatzkräfte von vier auf sechs gestiegen. Die Streitkräfte hätten die Überreste zwei vermisster Soldaten aus einer Einrichtung geborgen, die während der ersten Angriffe des Iran in der Region getroffen worden sei, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.

Wie das US-Kommando weiter mitteilte, dauern die Kämpfe in der Region an. Die Identität der Gefallenen werde nach der Benachrichtigung der Angehörigen noch 24 Stunden lang zurückgehalten.

2. März, 22.20 Uhr: EU sagt wegen Krieg weiteres Ministertreffen in Zypern ab

Die EU verschiebt wegen des Iran-Kriegs ein weiteres in Zypern geplantes Ministertreffen. Wie die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft am Abend mitteilte, werden die Kulturminister nicht wie ursprünglich vorgesehen an diesem Donnerstag und Freitag in dem Inselstaat im östlichen Mittelmeer zusammenkommen. Zuvor war bereits ein für diesen Montag und Dienstag terminiertes Europaministertreffen abgesagt worden.

Hintergrund der Entscheidung sind die Sicherheitslage und mögliche Beeinträchtigungen des Luftverkehrs in der Region durch den Iran-Krieg.

Das Tor des britischen Luftwaffenstützpunkts RAF Akrotiri bei Sonnenuntergang, nachdem er am frühen Morgen von einer Drohne getroffen worden war.
Das Tor des britischen Luftwaffenstützpunkts RAF Akrotiri bei Sonnenuntergang, nachdem er am frühen Morgen von einer Drohne getroffen worden war.  © Petros Karadjias/AP/dpa

2. März, 22.17 Uhr: Golestan-Palast in Teheran offenbar durch US-israelische Angriffe teilweise beschädigt

Der zum Unesco-Weltkulturerbe gehörende Golestan-Palast in Teheran ist iranischen Medienberichten zufolge bei US-israelischen Angriffen teilweise beschädigt worden. Fenster, Türen und Spiegel seien von den Druckwellen durch den Angriff am Sonntagabend getroffen worden, meldeten die Nachrichtenagenturen Isna und Mehr am Montag.

Der Palast sei "durch Trümmer und durch die Druckwelle eines Luftangriffs auf den Arag-Platz" in Teheran beschädigt worden, erklärte die Unesco mit Sitz in Paris. Sie äußerte ihre "Besorgnis über den Schutz der Kulturerbestätten angesichts der eskalierenden Gewalt im Nahen Osten". Weiter erklärte die Organisation, sie habe "allen betroffenen Parteien die geografischen Koordinaten der Stätten auf der Welterbeliste sowie der Stätten von nationaler Bedeutung mitgeteilt, um mögliche Schäden zu vermeiden".

2. März, 22.13 Uhr: Auf britischen Stützpunkt auf Zypern abgefeuerte Drohnen offenbar im Libanon gestartet

Die auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern abgefeuerten iranischen Drohnen sind nach Angaben aus zyprischen Regierungskreisen im Libanon gestartet worden.

Es sei bestätigt, dass die Drohnen – von denen eine eine Landebahn getroffen hatte – vom Libanon aus gestartet seien, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus zyprischen Regierungskreisen. "Höchstwahrscheinlich" seien sie von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon gestartet worden.

2. März, 21.38 Uhr: Iran hat laut US-Militär keine Schiffe mehr im Golf von Oman

Die iranische Führung hat nach Angaben des US-Militärs keine Schiffe mehr im Golf von Oman.

Vor zwei Tagen seien es noch elf Schiffe gewesen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mit. "Das iranische Regime hat jahrzehntelang die internationale Schifffahrt im Golf von Oman schikaniert und angegriffen. Diese Zeiten sind vorbei." US-Streitkräfte würden die Freiheit der Seeschifffahrt weiterhin verteidigen.

2. März, 21.17 Uhr: Golfstaaten verurteilen iranische Angriffe - Putin will vermitteln

Mehrere Golfstaaten haben die Welle von Vergeltungsangriffen des Iran im Nahen Osten als völkerrechtswidrig verurteilt. Die iranischen Angriffe seien eine "äußerst schwerwiegende" Verletzung des internationalen Rechts, erklärten die sechs Länder des Golf-Kooperationsrats Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Jordanien am Montag beim UN-Menschenrechtsrat in Genf. Die Angriffe Teherans bedrohten die regionale Stabilität.

Die Lage in der Region war nach russischen Angaben auch Thema mehrerer Telefonate des russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) mit mehreren Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten. Wie der Kreml mitteilte, sprach Putin am Montag mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman sowie mit den Staatenlenkern der Emirate, Katars und Bahrains.

Im Gespräch mit seinem emiratischen Kollegen Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan bot Putin demnach unter anderem an, die Bedenken Abu Dhabis hinsichtlich iranischer Vergeltungsschläge an Teheran weiterzuleiten. Zudem wolle er zur Stabilisierung der Lage in der Region beitragen.

Titelfoto: Maayan Toaf/Israel Gpo/ZUMA Press Wire/dpa

Mehr zum Thema Israel Krieg: