Nahost-Konflikt: Israel greift Ziele im Libanon an - Hisbollah feuert Raketen

Iran - Die US-Regierung hat Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vorgelegt. Das Vermittlerland Pakistan habe dem Iran den Entwurf übermittelt. Dessen Militärführung reagierte schroff.

Hat der Krieg im Iran bald ein Ende?
Hat der Krieg im Iran bald ein Ende?  © Mati Hashemi/AP/dpa

Dem israelischen Sender N12 zufolge soll der Iran dabei unter anderem zustimmen, niemals nach Atomwaffen zu streben. Zudem müsse der Bestand an angereichertem Uran an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) abgegeben werden.

Meldungen, der Iran habe den Plänen zum Teil zugestimmt, scheinen sich aufgelöst zu haben. "Eure (eigenen) Konflikte haben die Stufe erreicht, dass ihr mit euch selbst verhandelt", sagte der Sprecher des zentralen iranischen Hauptquartiers Chatam al-Anbija.

Man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren. "Weder jetzt noch irgendwann sonst."

Mehr als 40 Schiffe betroffen: Reeder von Merz-Absage zu Hormus-Einsatz enttäuscht
Israel Krieg Mehr als 40 Schiffe betroffen: Reeder von Merz-Absage zu Hormus-Einsatz enttäuscht

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

25. März, 13.13 Uhr: Anscheinend Kontakte zwischen USA und Iran über Kriegsende

Die USA und der Iran stehen Sicherheitskreisen zufolge über ein mögliches Kriegsende in Kontakt.

In dieser Woche seien zwischen beiden Konfliktparteien bereits zweimal Vorschläge übermittelt worden, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Auch Ägypten sei in Bemühungen involviert, den Krieg zu beenden. 

25. März, 13.11 Uhr: Mehr als 40 Sanitäter bei Israels Angriffen im Libanon getötet

Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Behördenangaben seit Ausbruch der jüngsten Eskalation Anfang März 42 Sanitäter getötet worden.

Bei einem jüngsten Vorfall am Montag seien zwei Sanitäter bei einem israelischen Angriff auf ihr Motorrad getroffen worden und umgekommen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die beiden Männer seien auf dem Weg zu einem Einsatz und in Uniform gekleidet gewesen. Ihr Motorrad sei mit Warnleuchten ausgestattet gewesen. 

Sanitäter tragen den Leichnam eines Kameraden, der bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde.
Sanitäter tragen den Leichnam eines Kameraden, der bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde.  © Hussein Malla/AP/dpa

25. März, 11.58 Uhr: Israel greift Ziele im Libanon an - Hisbollah feuert Raketen

Israels Armee geht eigenen Angaben zufolge weiter gegen die Hisbollah im Libanon vor.

In der Nacht habe das Militär unter anderem eine Kommandozentrale in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut, Mitglieder der Miliz sowie Tankstellen, die sie zur Finanzierung nutze, angegriffen, teilte das Militär mit.

Die israelische Armee teilte zudem mit, dass sie ihre "gezielten Bodeneinsätze" im Südlibanon fortsetze, um in der Nähe zur israelischen Grenze gegen die Hisbollah vorzugehen. Im Libanon haben viele Menschen derweil Angst, dass Israel eine großangelegte Bodenoffensive beginnen und den Süden ihres Landes besetzen könnte.

Die vom Iran unterstützte Schiitenorganisation feuerte unterdessen mehrfach Drohnen und Raketen Richtung Israel. Die Miliz selbst teilte mit, sie habe mehr als Hundert Raketen Richtung Israel und auf israelische Soldaten im Südlibanon abgefeuert. Die israelische Armee teilte wiederum mit, die Luftwaffe habe in der Nacht eine Hisbollah-Zelle angegriffen und getötet, die Raketen auf Truppen im Nachbarland geschossen habe. Demnach gab es unter den israelischen Soldaten keine Verletzten.

Israelische Luftabwehrsysteme feuern, um vom Libanon abgeschossene Geschosse über Nordisrael abzufangen. (Archivfoto)
Israelische Luftabwehrsysteme feuern, um vom Libanon abgeschossene Geschosse über Nordisrael abzufangen. (Archivfoto)  © Ariel Schalit/AP/dpa

25. März, 11.32 Uhr: Israel meldet neuen Raketenbeschuss aus dem Iran

Der Iran hat am Vormittag israelischen Angaben zufolge erneut Raketen auf das Land gefeuert.

Israels Polizei meldete mehrere Einschläge im Land. Bislang gebe es keine Berichte über Opfer, teilten die Polizei sowie der Rettungsdienst Magen David Adom mit. In mehreren Landesteilen gab es Raketenalarm, in der Küstenmetropole Tel Aviv heulten am Vormittag gleich zweimal hintereinander die Warnsirenen. Der Iran bestätigte die Raketenwelle laut staatlichem Rundfunk.

25. März, 11.29 Uhr: Iran warnt USA vor Invasion mit Bodentruppen

Der Iran hat die USA vor einem möglichen Einsatz von Bodentruppen gewarnt.

"Wir beobachten alle Bewegungen der USA in der Region genau, insbesondere Truppenverlegungen", schrieb Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf auf X. "Stellt unsere Entschlossenheit, unser Land zu verteidigen, nicht auf die Probe", fügte der frühere General hinzu.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf.
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf.  © Vahid Salemi/AP/dpa

25. März, 11.27 Uhr: Sieben Soldaten bei Luftangriff im Irak getötet

Bei einem Luftangriff im Westen des Irak sind staatlichen Angaben zufolge sieben Soldaten getötet worden.

13 weitere seien verletzt worden, teilte das irakische Verteidigungsministerium mit. Der Angriff traf demnach eine Militärklinik und eine technische Abteilung eines Armeestützpunkts in der Provinz Anbar. Es gab keine Angaben dazu, von wem der Angriff stammen könnte.

25. März, 9.30 Uhr: Israel greift erneut den Libanon an - mehrere Tote

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind NNA zufolge mindestens neun Menschen getötet worden.

Vier Tote habe es bei einem Angriff auf das Dorf Adlun gegeben, zwei weitere bei einem Angriff auf eine Wohnung im Flüchtlingslager Mieh Mieh. Zudem seien bei einem Angriff im Südlibanon mindestens drei weitere Menschen getötet worden.

Die israelische Armee teilte ihrerseits mit, Bodentruppen im Südlibanon hätten "ein Waffenlager zerstört". Zudem habe die Luftwaffe "mehrere Terroristen" getötet.

In der Erklärung hieß es überdies, dass "Soldaten Kommandozentralen der Hisbollah zerstört haben, in denen sich zahlreiche Waffen befanden". Die Hisbollah erklärte, ihre Kämpfer hätten Angriffe auf israelische Truppen im Südlibanon und in Nordisrael verübt.

Auch im Norden der libanesischen Hauptstadt Beirut waren Schäden zu verzeichnen.
Auch im Norden der libanesischen Hauptstadt Beirut waren Schäden zu verzeichnen.  © Hassan Ammar/AP/dpa

25. März, 9.11 Uhr: Treibstofflager am Flughafen Kuwait attackiert

Am internationalen Flughafen von Kuwait ist bei einem Drohnenangriff ein Treibstofflager getroffen worden und in Brand geraten.

Notfallpläne und Feuerwehr seien sofort aktiviert worden, hieß es unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde. Große Schäden oder Verletzte seien nicht zu verzeichnen.

Die Behörden machten keine Angaben zum mutmaßlichen Angreifer. Allerdings attackiert das iranische Militär seit Beginn des Iran-Kriegs mit Raketen und Drohnen immer wieder Ziele in den Staaten des Persischen Golfs.

Die Luftabwehr in Saudi-Arabien fing in der Nacht mehrere Drohnen ab, zudem auch eine ballistische Rakete, wie das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mitteilte.

Die Rauchsäule über dem Flughafen ist deutlich zu erkennen. Allerdings soll sich der Schaden nach dem Angriff in Grenzen halten.
Die Rauchsäule über dem Flughafen ist deutlich zu erkennen. Allerdings soll sich der Schaden nach dem Angriff in Grenzen halten.  © Uncredited/AP/dpa

25. März, 9.05 Uhr: Tote nach Luftangriffen im Nordwesten des Irans

Bei einem Luftangriff im Nordwesten des Irans sind einem Bericht zufolge sieben Zivilisten ums Leben gekommen.

Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, wurden in den frühen Morgenstunden in der Millionenmetropole Tabris Dienstwohnungen von Bahnmitarbeitern Ziel der israelisch-amerikanischen Angriffe.

Unter den Trümmern suchen Helfer demnach nach weiteren Opfern. Bereits in der Nacht zu Dienstag wurde die Stadt bombardiert.

25. März, 8.56 Uhr: Iran teilt gegen USA aus und weist Pläne zu Kriegsende zurück

Irans Militärführung hat Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen und scharf gegen die US-Regierung ausgeteilt.

"Eure (eigenen) Konflikte haben die Stufe erreicht, dass ihr mit euch selbst verhandelt", sagte der Sprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt.

"Weder werdet ihr in der Region investieren können, noch werdet ihr die früheren Preise für Energie und Öl wiedersehen", sagte der Militärsprecher. Die USA müssten akzeptieren, dass Irans Streitkräfte die Stabilität in der Region garantierten. Das "Vorgehen gegen das iranische Volk" müsse aus den "verdorbenen Köpfen" der Amerikaner verschwinden, sagte er.

Man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren. "Weder jetzt noch irgendwann sonst."

Allem Anschein nach sind die iranischen Revolutionsgarden nicht bereit, den Forderungen der US-Regierung nachzukommen. (Archivfoto)
Allem Anschein nach sind die iranischen Revolutionsgarden nicht bereit, den Forderungen der US-Regierung nachzukommen. (Archivfoto)  © Vahid Salemi/AP/dpa

25. März, 6.42 Uhr: Teheran kontert US-Pläne für Beendigung des Iran-Kriegs

Das "Wall Street Journal" berichtete über eine Antwort der Iranischen Revolutionsgarden auf den US-Vorstoß, die wiederum zahlreiche Forderungen umfassen soll, denen Washington kaum nachkommen dürfte.

Darunter etwa die Räumung aller US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf sowie ein neues System, das es dem Iran erlauben würde, von Schiffen für die Fahrt durch die Straße von Hormus eine Mautgebühr zu kassieren.

Eine schnelle Einigung auf eine Waffenruhe scheint eher unrealistisch: Der Iran ist keineswegs besiegt, sondern weiter imstande, Israel wie auch die Staaten im Persischen Golf anzugreifen und die Straße von Hormus zu blockieren.

Irans Regierung in Teheran blickt den US-Plänen sicher mit gemischten Gefühlen entgegen und dürfte Trumps Wunschzettel wohl kaum erfüllen wollen.
Irans Regierung in Teheran blickt den US-Plänen sicher mit gemischten Gefühlen entgegen und dürfte Trumps Wunschzettel wohl kaum erfüllen wollen.  © Vahid Salemi/AP/dpa

25. März, 6.25 Uhr: US-Regierung legt 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vor

Der Iran solle laut Medienberichten unter anderem zustimmen, niemals nach Atomwaffen zu streben. Zudem müsse der Bestand an angereichertem Uran an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) abgegeben werden.

Mehreren Punkten des US-Plans soll der Iran aufgeschlossen gegenüberstehen. Eine Reaktion Israels als ebenso beteiligte Kriegspartei stand zuletzt noch aus.

Die US-Regierung um Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran einen Plan vorgelegt, wie der Krieg ein Ende finden könnte.
Die US-Regierung um Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran einen Plan vorgelegt, wie der Krieg ein Ende finden könnte.  © Alex Brandon/AP/dpa

25. März, 6.18 Uhr: Iran lockert Regeln für Durchfahrt durch die Straße von Hormus

Laut der iranischen UN‑Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen den Iran unterstützen, den Seeweg nutzen – sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen.

Die für den internationalen Energiehandel zentrale Wasserstraße ist für weite Teile der Schifffahrt faktisch blockiert. Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter liegen in der Region fest.

Titelfoto: Vahid Salemi/AP/dpa

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