Nahost-Konflikt: Israel und USA halten gemeinsam Marinemanöver ab

Nahost - Erstmals seit rund einem Jahr ist der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen teils wieder für den Personenverkehr geöffnet.

Mit der Öffnung des Grenzübergangs sollen verwundete Menschen aus Gaza ausreisen können. Gleichermaßen sollen nach Ägypten geflüchtete Palästinenser zurückkehren können. (Archivbild)
Mit der Öffnung des Grenzübergangs sollen verwundete Menschen aus Gaza ausreisen können. Gleichermaßen sollen nach Ägypten geflüchtete Palästinenser zurückkehren können. (Archivbild)  © Ahmed abudraa/AP/dpa

Der Übergang sei offiziell in Betrieb, berichtete der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News, auch israelische Sicherheitskreise bestätigten den Schritt.

Damit soll die Ausreise von kranken und verletzten Palästinensern aus Gaza wieder möglich werden wie auch die Rückkehr von im Krieg geflüchteten Menschen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

2. Februar, 17.25 Uhr: Israel und USA halten gemeinsam Marinemanöver ab

Seestreitkräfte der USA und Israels haben im Roten Meer eine gemeinsame Übung abgehalten. Die Armeen beider Länder beschrieben das Manöver als Routine.

Die Ankunft eines beteiligten US-Zerstörers in der israelischen Hafenstadt Eilat erfolgte allerdings vor dem Hintergrund regionaler Spannungen.

US-Präsident Donald Trump (79) hat der iranischen Staatsführung mehrfach mit Militärschlägen gedroht, auch wegen des brutalen Vorgehens staatlicher Repressionskräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten.

Dabei sollen Tausende, wenn nicht sogar Zehntausende Menschen getötet worden sein. Der Iran hat mit Gegenschlägen gegen Israel und die USA gedroht. Inzwischen ist allerdings die Rede von möglichen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.

Schon mehrfach drohte Donald Trump (79) der iranischen Staatsführung.
Schon mehrfach drohte Donald Trump (79) der iranischen Staatsführung.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

2. Februar, 14.30 Uhr: Syrische Regierungstruppen rücken in Kurden-Hochburg Hassaka ein

Syrische Regierungstruppen sind gemäß einem Abkommen mit den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) in die Kurden-Hochburg Hassaka eingerückt.

Das bestätigten kurdische Quellen und Regierungskreise der Deutschen Presse-Agentur.

Während des syrischen Bürgerkriegs haben sich die Kurden im Norden und Nordosten des Landes eine Selbstverwaltung aufgebaut. Die Stadt Hassaka galt als Verwaltungszentrum dafür. Das Einrücken der Regierungskräfte sei "das Ende der Herrschaft der Selbstverwaltung und der Beginn einer neuen Ära eines vereinten Syriens", hieß es aus Militärkreisen. Offiziell äußerten sich die Regierung und die SDF bislang nicht.

Syrische Sicherheitskräfte versammeln sich, bevor sie in die Stadt Hassaka fahren.
Syrische Sicherheitskräfte versammeln sich, bevor sie in die Stadt Hassaka fahren.  © Ghaith Alsayed/AP/dpa

2. Februar, 13.11 Uhr: EU unterstützt palästinensische Grenzschützer in Rafah

Die EU hat die Öffnung des Grenzübergangs Rafah für Personenverkehr als weiteren konkreten und positiven Schritt zur Umsetzung des Gaza-Friedensplans begrüßt.

Experten der zivilen EU-Mission seien vor Ort, um den Betrieb des Grenzübergangs zwischen Gaza und Ägypten zu überwachen und die palästinensischen Grenzschutzkräfte zu unterstützen, teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. Für kranke und verwundete Menschen aus dem Gazastreifen sei die Wiederöffnung lebenswichtig. Zudem werde sie es Familien ermöglichen, nach viel zu langer Trennung wieder zusammenzukommen.

"Praktische Schritte wie diese helfen, den Waffenruheplan voranzubringen, und müssen fortgesetzt werden", erklärte Kallas. Sie betonte, dass die Menschen im Gazastreifen weiterhin dringend auf Hilfe angewiesen seien und der Wiederaufbau des Küstenstreifens von der Entwaffnung der islamistischen Hamas abhängen werde.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48).
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48).  © Philipp von Ditfurth/dpa

2. Februar, 11.56 Uhr: Iran bestätigt mögliches Treffen mit den USA

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran wollen Regierungsvertreter beider Länder einem iranischen Bericht zufolge neue Verhandlungen aufnehmen.

In den kommenden Tagen sei ein Treffen voraussichtlich zwischen Außenminister Abbas Araghtschi (63) und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff (68) geplant, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden im Iran nahesteht. Eine Bestätigung aus den USA stand zunächst aus.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) trifft sich in den kommenden Tagen wohl mit einem US-Vertreter. (Archivbild)
Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) trifft sich in den kommenden Tagen wohl mit einem US-Vertreter. (Archivbild)  © Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

2. Februar, 9.49 Uhr: Iran bestellt europäische Botschafter ein

Der Iran hat nach eigenen Angaben in Reaktion auf den EU-Beschluss, die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen, alle Botschafter europäischer Länder einbestellt.

"Gestern und heute wurden alle europäischen Länder und EU-Mitgliedstaaten mit Botschaften in Teheran ins Außenministerium einbestellt", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz. Es sei das "Mindeste", weitere Reaktionen würden folgen.

2. Februar, 8.50 Uhr: Grenzübergang Rafah teils für Personenverkehr geöffnet

Erstmals seit rund einem Jahr ist der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen teils wieder für den Personenverkehr geöffnet.

Der Übergang sei offiziell in Betrieb, berichtete der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News. Auch israelische Sicherheitskreise bestätigten den Schritt.

2. Februar, 8.31 Uhr: Iran telefoniert mit Türkei, Saudi-Arabien und Ägypten

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) hat mit seinen Amtskollegen in Saudi-Arabien, Ägypten und der Türkei telefoniert.

In den separaten Gesprächen habe der Minister die "jüngsten regionalen und internationalen Entwicklungen" besprochen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Am Freitag war Araghtschi angesichts der militärischen Spannungen mit den USA zu Gesprächen in die Türkei gereist. US-Präsident Donald Trump (79) hatte dem Iran Anfang Januar mit einem Eingreifen gedroht, nachdem die Staatsmacht brutal gegen Massenproteste vorgegangen war.

1. Februar, 20.15 Uhr: Israel will Einsatz von Ärzte ohne Grenzen in Gaza stoppen

Israel will Einsätze von Ärzte ohne Grenzen (MSF) im Gazastreifen unterbinden. Das Diaspora-Ministerium teilte mit, man habe "Schritte zur Beendigung der Tätigkeit von Ärzte ohne Grenzen im Gazastreifen" eingeleitet.

Anlass sei der Verstoß gegen ein neues Registrierungsverfahren: MSF habe keine Listen palästinensischer Ortskräfte vorgelegt. Die Organisation müsse den Gazastreifen deshalb bis zum 28. Februar verlassen, heißt es in der Mitteilung.

Das Registrierungsverfahren ziele darauf ab, "legitime humanitäre Arbeit zu ermöglichen und zugleich den Missbrauch humanitärer Strukturen für feindliche Aktivitäten und Terrorismus zu verhindern". Diese Vorschrift gelte für alle in der Region tätigen humanitären Organisatione

Zahlreiche Menschen in Gaza sind verletzt.
Zahlreiche Menschen in Gaza sind verletzt.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

1. Februar, 13.06 Uhr: Wadephul - Lassen uns vom Iran nicht einschüchtern

Außenminister Johann Wadephul (62) hat die Bezeichnung europäischer Armeen als terroristische Gruppen durch den Iran als "haltlos und propagandistisch" zurückgewiesen.

"Wir lassen uns in unserer Haltung nicht einschüchtern", sagte Wadephul vor dem Start zu einer Reise nach Südostasien und in die Pazifik-Region.

1. Februar, 11 Uhr: Irans oberster Führer warnt USA vor regionalem Krieg

Irans oberster Führer hat im Falle eines US-Angriffs vor einem regionalen Krieg gewarnt.

"Die Amerikaner sollen wissen, wenn sie einen Krieg vom Zaun brechen, wird es dieses Mal ein regionaler Krieg sein", sagte Ajatollah Ali Chamenei der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge.

Titelfoto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

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