Nahost-Konflikt: Kuwait und Emirate melden neuen Beschuss mit Drohnen

Israel/Iran - Der Iran droht den USA im Falle von weiteren Angriffen auf iranische Handelsschiffe im Persischen Golf mit Vergeltung.

Die Gefechte in der Straße von Hormus sind vorerst beendet. (Archivfoto)  © -/kyodo/dpa

Jeder Angriff auf iranische Schiffe werde eine massive Attacke auf eines der US-Zentren in der Region und feindliche Schiffe nach sich ziehen, warnten die iranischen Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - laut Staatsmedien am Abend.

Ob der Iran die von US-Präsident Donald Trump erwartete Antwort auf einen US-Friedensvorschlag mittlerweile übergeben hat, ist indes unbekannt. Weder die iranische Seite noch die US-Regierung äußerten sich bislang dazu. 

Am Freitag hatte das US-Militär trotz Waffenruhe zwei unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Sie hatten laut US-Armee versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen und damit die Seeblockade der USA zu brechen. 

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10. Mai, 13.09 Uhr: Kuwait und Emirate melden neuen Beschuss mit Drohnen

Trotz einer geltenden Waffenruhe ist der kleine Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden.

Die Streitkräfte hätten dort heute früh "mehrere feindliche Drohnen" im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Mehr Details wurden nicht genannt. Man sei vollends bereit, die Sicherheit des Landes und der Bevölkerung zu beschützen.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten heute neuen Beschuss. Die Flugabwehr habe zwei iranische Drohnen erfolgreich abgewehrt, teilte das emiratische Verteidigungsministerium mit. Opfer habe es nicht gegeben. Insgesamt habe der Iran die Emirate im Krieg bisher mit rund 550 Raketen, 30 Marschflugkörpern und 2200 Drohnen angegriffen.

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Trotz einer geltenden Waffenruhe ist der kleine Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden.  © Soeren Stache/dpa

10. Mai, 7.18 Uhr: Mindestens neun Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens neun Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei ein Mädchen, teilte das Ministerium mit.

Bei einem israelischen Angriff auf die Stadt Saksakije wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums sieben Menschen getötet, unter ihnen ein Mädchen. 15 Menschen, darunter drei Kinder, seien zudem verletzt worden.

Bei einem Angriff in der Stadt Nabatije wurde nach Ministeriumsangaben zudem ein Mann getötet. Die zwölfjährige Tochter des syrischen Staatsbürgers sei schwer verletzt worden und müsse sich einer Notoperation unterziehen.

In der südlichen Stadt Bedias wurde bei israelischen Angriffen laut dem Gesundheitsministerium ein weiterer Mensch getötet. 13 Menschen wurden demnach verletzt, darunter zwei Frauen und sechs Kinder.

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens neun Menschen getötet worden.  © --/dpa

10. Mai, 4 Uhr: Iran droht USA im Falle von weiteren Angriffen mit Vergeltung

Während die USA weiterhin auf eine Antwort Teherans auf ihren jüngsten Verhandlungsvorschlag warten, hat der Iran vor Angriffen auf seine Öltanker gewarnt und mit Vergeltung gedroht.

"Jeder Angriff auf iranische Öltanker und Handelsschiffe wird einen harten Gegenschlag gegen eine der amerikanischen Einrichtungen in der Region sowie gegen die feindlichen Schiffe nach sich ziehen", erklärten die Revolutionsgarden am Samstag laut Staatsmedien. Die USA hatten zuvor zwei iranische Schiffe angegriffen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi äußerte Zweifel an der Ernsthaftigkeit der US-Diplomatie.

"Die jüngste Eskalation der Spannungen durch die amerikanischen Streitkräfte und ihre mehrfachen Verstöße gegen die Waffenruhe bestärken den Verdacht hinsichtlich der Motivation und des Ernstes der amerikanischen Seite auf dem Weg der Diplomatie", sagte Araghtschi am Samstag laut der Nachrichtenagentur Isna bei einem Telefonat mit seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan.

9. Mai, 22.05 Uhr: Moskau will Uran aus dem Iran einlagern

Russland ist nach den Worten von Präsident Wladimir Putin (73) bereit, angereichertes Uran aus dem Iran abzutransportieren und einzulagern.

Das sagte Putin bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg. Ursprünglich habe dazu Einigkeit bestanden, doch hätten die USA plötzlich ihre Haltung verschärft. Der Kremlchef sagte, dass Russland bereits einmal im Jahr 2015 angereichertes Uran aus dem Iran abtransportiert habe. Der Iran habe Russland vertraut, "und das nicht ohne Grund".

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) will beim Iran-Krieg mitreden.  © -/Kremlin/dpa

9. Mai, 20.29 Uhr: Israel meldet 85 Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 85 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.

Dazu gehörten Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur. Die Armee begründete den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten im Südlibanon. In der Bekaa-Ebene sei eine unterirdische Anlage zerstört worden, die von der Hisbollah zur Herstellung von Waffen genutzt worden sein soll, hieß es weiter. Zudem griffen israelische Kräfte Kämpfer der Hisbollah-Miliz im Südlibanon an.

Bewohner suchen nach Überlebenden in den Trümmern von Häusern, die durch einen israelischen Luftangriff in dem Dorf Saksakieh im Südlibanon beschädigt wurden.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

9. Mai, 18.20 Uhr: Acht Tote bei israelischen Angriffen im Süden des Libanons

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens acht Menschen getötet worden.

Unter den Opfern sei ein Mädchen, teilte das Ministerium mit. Bei Angriffen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf israelische Soldaten wurden nach Armeeangaben drei Reservisten verletzt. Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit drei Wochen eine Waffenruhe, die von der Hisbollah aber nicht anerkannt wird.

Rettungskräfte suchen nach Überlebenden in den Trümmern von Häusern, die durch einen israelischen Luftangriff in dem Dorf Saksakieh im Südlibanon beschädigt wurden.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

9. Mai, 17.07 Uhr: Iranisches Parlament tagt aus Sicherheitsgründen online

Die Plenarsitzung des iranischen Parlaments wird aus Sicherheitsgründen erstmals als Videokonferenz abgehalten.

Ein Parlamentssprecher erklärte laut Nachrichtenportal Tabnak, die für Sonntag angesetzte öffentliche Sitzung finde "aufgrund der aktuellen Lage" online statt.

9. Mai, 13.20 Uhr: Israel fordert Evakuierung von neun Dörfern im Südlibanon

Die israelische Armee hat die Einwohner von neun Dörfern und Ortschaften im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert.

Ein Armeesprecher erklärte auf der Plattform X, die Menschen müssten ihre Häuser zu Ihrer eigenen Sicherheit verlassen und sich mindestens 1000 Meter von den Dörfern und Ortschaften entfernt in offenes Gelände begeben. Laut Armee besteht Lebensgefahr für Personen, die sich in der Nähe von Kämpfern, Stützpunkten und Waffenlagern der Hisbollah-Miliz aufhalten.

Die Armee begründete ihren Einsatz mit Verletzungen einer geltenden Waffenstillstandsvereinbarung durch die Hisbollah-Miliz. Sie kündigte an, mit aller Härte vorgehen zu wollen.

Rauchschwaden ziehen nach einem israelischen Luftangriff über das südlibanesische Dorf Kfar Tebnit.  © Stringer/dpa

9. Mai, 7.24 Uhr: Krieg bald beendet? Trump erwartet Antwort von Teheran

US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend mit einer Antwort des Iran auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs gerechnet.

"Ich erhalte angeblich heute Abend einen Brief, also werden wir sehen, wie das läuft", sagte Trump am Freitag vor dem Weißen Haus zu Journalisten. Zuvor hatte bereits US-Außenminister Marco Rubio erklärt, Washington erwarte für den Freitag eine iranische Reaktion auf den Vorschlag. "Ich hoffe wirklich, dass es ein ernsthaftes Angebot ist", sagte Rubio dazu bei einem Besuch in Rom.

Die iranische Regierung prüfte eigenen Angaben zufolge einen neuen Verhandlungsvorschlag der USA.

US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend mit einer Antwort des Iran auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs gerechnet.  © Jose Luis Magana/AP/dpa

9. Mai, 3 Uhr: Neue Iran-Sanktionen treffen chinesische Firmen

Wenige Tage vor dem geplanten Treffen von Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping treffen neue Iran-Sanktionen der USA auch mehrere chinesische Unternehmen.

Sie hätten eine Rolle bei der Beschaffung von Waffen sowie Bauteilen für das iranische Drohnen- und Raketenprogramm gespielt, teilte das US-Finanzministerium mit. Weitere betroffene Unternehmen kommen unter anderem aus Belarus und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

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