Nahost-Konflikt: Mehrere abgeschobene deutsche Gaza-Aktivisten verletzt

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Israel/Iran - Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon gehen trotz Waffenruhe weiter.

Vertriebene Libanesen leben derzeit in blauen Zelten, die von der Regierung aufgestellt wurden.
Vertriebene Libanesen leben derzeit in blauen Zelten, die von der Regierung aufgestellt wurden.  © Marwan Naamani/dpa

Im Libanon wurde dabei in der Nacht nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA eine Einrichtung des Islamischen Gesundheitsdiensts angegriffen.

Dabei wurden demnach vier Mitarbeiter getötet. Zwei Sanitäter seien verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zu dem Angriff zunächst nicht.

Der Gesundheitsdienst steht der Hisbollah nahe. Israel greift im Libanon immer wieder auch Gesundheitseinrichtungen und medizinische Teams an. Es wirft der vom Iran unterstützten Hisbollah vor, diese als Tarnung zu missbrauchen, um Waffen und Kämpfer zu verstecken.

Nahost-Konflikt: Iran nennt Hindernis für Gespräche - schließt sie aber nicht aus
Israel Krieg Nahost-Konflikt: Iran nennt Hindernis für Gespräche - schließt sie aber nicht aus

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

22. Mai, 18.44 Uhr: Deutschland und Partner kritisieren Israels Siedlungspolitik

Deutschland und weitere europäische Länder haben die geplante Ausweitung israelischer Siedlungen im besetzten Westjordanland scharf kritisiert.

In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich die israelische Regierung auf, die Ausweitung von Siedlungen und administrativen Kompetenzen in den Gebieten zu beenden.

Die Trennmauer neben dem arabischen Viertel Al-Eizariya, in dessen Nähe im Rahmen des Siedlungsentwicklungsprojekts E1 Wohneinheiten gebaut werden sollen. (Archivfoto)
Die Trennmauer neben dem arabischen Viertel Al-Eizariya, in dessen Nähe im Rahmen des Siedlungsentwicklungsprojekts E1 Wohneinheiten gebaut werden sollen. (Archivfoto)  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

22. Mai, 14.57 Uhr: 35 Schiffe passieren Straße von Hormus

Nach iranischen Angaben sollen in den vergangenen 24 Stunden 35 Schiffe die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus passiert haben.

Dies sei in Koordination mit der Marine der iranischen Revolutionsgarden erfolgt, zitierte der iranische staatliche Rundfunk eine Mitteilung der Streitkräfte. Es handelte sich den Angaben nach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe.

Bereits am Mittwoch hatte die Marine mitgeteilt, dass 26 Schiffe innerhalb von 24 Stunden die Meerenge passiert hätten. Der Datenanbieter Kpler bestätigte am Freitag nur zehn Durchfahrten am Mittwoch. Dies sei ein Anstieg gegenüber vier Durchfahrten am Vortag.

22. Mai, 14.51 Uhr: Mehrere abgeschobene deutsche Gaza-Aktivisten sind verletzt

Mehrere der von Israel in die Türkei abgeschobenen Gaza-Aktivisten aus Deutschland sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes verletzt.

Dies hätten Diplomaten erst nach der Landung der Männer und Frauen am Donnerstagabend in Istanbul in Erfahrung gebracht, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Er bekräftigte zudem Kritik der Bundesregierung an einer "erniedrigenden Behandlung" der Festgenommenen in Israel. "Das ist aus unserer Sicht einfach ein unsägliches Verhalten", sagte der Sprecher.

Israel hatte die aus mehr als 50 Booten bestehende Gaza-Hilfsflotte Anfang der Woche in internationalen Gewässern bei Zypern gestoppt. Rund 430 Aktivisten wollten die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen. Das israelische Außenministerium sprach von einer "PR-Aktion im Dienste der Hamas".

Aktivisten der Global Sumud Flotilla liegen bei ihrer Ankunft auf dem Istanbuler Flughafen auf Tragen.
Aktivisten der Global Sumud Flotilla liegen bei ihrer Ankunft auf dem Istanbuler Flughafen auf Tragen.  © Emrah Gurel/AP/dpa

22. Mai, 11.58 Uhr: Spitzenpolitiker zweifelt an Unfalltod von Ex-Präsident Raisi

Ein iranischer Spitzenpolitiker hat öffentlich Zweifel an der Ursache für den Helikopterabsturz geäußert, bei dem 2024 Präsident Ebrahim Raisi ums Leben kam.

"Bis heute habe ich niemals akzeptiert, dass dies etwas Normales oder lediglich ein gewöhnlicher Unfall gewesen sein soll", sagte Mohammed Mochber, der bis zum Februar Irans obersten Führer beraten hatte, in einem am Donnerstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des Staatsfernsehens.

22. Mai, 9.47 Uhr: Israel greift weiter Gesundheitseinrichtungen an

Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon gehen trotz Waffenruhe weiter.

Im Libanon wurde dabei in der Nacht nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA eine Einrichtung des Islamischen Gesundheitsdiensts angegriffen.

Dabei wurden demnach vier Mitarbeiter getötet. Zwei Sanitäter seien verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zu dem Angriff zunächst nicht.

Blick auf ein zerstörtes Sanitätszentrum der Hisbollah, das bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon getroffen wurde.
Blick auf ein zerstörtes Sanitätszentrum der Hisbollah, das bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon getroffen wurde.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

21. Mai, 20.55 Uhr: Iranische Medien berichten, dass Abkommen mit USA bevorstehen soll

Auf ihrem Telegram-Kanal hat die iranische Nachrichtenagentur ILNA eine Meldung des Fernsehsenders Al-Arabiya veröffentlicht.

Demnach sollen die USA und der Iran eine Einigung über einen von Pakistan vermittelten Entwurf erzielt haben. In den kommenden Stunden solle er vorgestellt werden, wie auch Investing Live berichtet. Ob sich die Gerüchte bewahrheiten, bleibt abzuwarten.

Kann US-Präsident Donald Trump (79) bald gute Nachrichten überbringen?
Kann US-Präsident Donald Trump (79) bald gute Nachrichten überbringen?  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

21. Mai, 20.17 Uhr: Pistorius will sich auch künftig für Libanon engagieren

Verteidigungsminister Boris Pistorius (66) hält für die Zeit nach dem Ende des Blauhelm-Einsatzes im Libanon (Unifil) ein weiteres Engagement Deutschlands zur Stärkung der libanesischen Streitkräfte für nötig.

Die Stabilisierung Libanons bleibe "in unser aller Interesse", sagte der SPD-Politiker in einer Bundestagsdebatte zur geplanten letztmaligen Verlängerung des Mandats für den Einsatz deutscher Unifil-Soldaten.

"Der Aufbau leistungsfähiger libanesischer Streitkräfte bleibt dafür entscheidend. Wie wir uns weiter engagieren, werden wir natürlich auch vor allem hier im Deutschen Bundestag diskutieren müssen", sagte Pistorius.

Der UN-Sicherheitsrat hatte im August 2025 die Beendigung der gesamten Unifil-Mission beschlossen. Sie wurde 1978 zur Überwachung des Grenzgebiets zwischen Israel und dem Libanon gestartet. Derzeit sind noch 10.000 Soldaten beteiligt.

Nach ihrem Abzug soll die libanesische Armee die Kontrolle übernehmen. Die Bundesregierung will den Einsatz der Deutschen Marine vor der Küste des Libanon ein letztes Mal bis zum 30. Juni 2027 verlängern und bittet die Abgeordneten um Zustimmung.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (66) hält das deutsche Engagement gegenüber Libanon für äußerst wichtig,
Verteidigungsminister Boris Pistorius (66) hält das deutsche Engagement gegenüber Libanon für äußerst wichtig,  © Bernd von Jutrczenka/dpa

21. Mai, 15.30 Uhr: Israel beendet Abschiebung Hunderter Gaza-Aktivisten

Israel hat nach Angaben des Außenministeriums Hunderte Gaza-Aktivisten ausgewiesen. In einer Erklärung auf der Plattform X hieß es, Israel dulde keinen Verstoß gegen die Seeblockade des Gazastreifens. Die Abriegelung wurde dabei als rechtmäßig bezeichnet.

Die israelischen Menschenrechtsorganisation Adalah hatte zuvor den Sicherheitsbehörden Folter, Demütigung und unrechtmäßige Haft friedlicher Aktivisten vorgeworfen.

Israel hatte die aus mehr als 50 Booten bestehende Gaza-Hilfsflotte Anfang der Woche in internationalen Gewässern bei Zypern gestoppt. Rund 430 Aktivisten wollten die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen.

Israel kontrolliert den Zugang zum Gazastreifen über den Seeweg seit 2007 im Rahmen von Sicherheitsmaßnahmen gegen die islamistische Terrororganisation Hamas, während Ägypten die Blockade an der südlichen Landgrenze mitvollzieht.

Nach heftiger Kritik beendete Israel die Abschiebung Hunderter Gaza-Aktivisten.
Nach heftiger Kritik beendete Israel die Abschiebung Hunderter Gaza-Aktivisten.  © Uncredited/Global Sumud Flotilla/AP/dpa

21. Mai, 14.46 Uhr: Israel beginnt mit Abschiebung Hunderter Gaza-Aktivisten

Israel hat mit der Abschiebung Hunderter Gaza-Aktivisten begonnen.

Alle Teilnehmer der Gaza-Hilfsflotte seien aus dem Gefängnis entlassen und würden nun außer Landes gebracht, teilte die Menschenrechtsorganisation Adalah mit.

Die Menschenrechtler warfen Israel Folter, Demütigung und unrechtmäßige Haft friedlicher Aktivisten vor. Das Nachrichtenportal "ynet" berichtete, vier Aktivisten seien bereits über den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv abgeschoben worden.

Ein Video des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir (50), das die Gaza-Aktivisten nach ihrer Festnahme in demütigender Weise zeigte, hatte zuvor international Empörung ausgelöst.

Zu sehen ist, wie der Minister mit einer Gruppe Anhängern und zwischen gefesselten Aktivisten umhergeht und eine israelische Flagge schwenkt.

Erste Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte werden in ihre Heimatländer zurückgebracht.
Erste Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte werden in ihre Heimatländer zurückgebracht.  © Joan Mateu Parra/AP/dpa

21. Mai, 11.25 Uhr: Seeblockaden in Straße von Hormus verändern Schifffahrtswege

Die gegenseitigen Blockaden der Meerenge von Hormus verändern globale Schifffahrtsrouten. So erlebt der Handel durch den fernab liegenden Panamakanal einen Aufschwung.

Nach Angaben des internationalen Schifffahrtsverbands Bimco sind die Durchfahrten durch den Kanal dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent gestiegen. Ausschlaggebend waren vor allem Fahrten von Öl-Tankern.

Bimco aus Dänemark teilte mit, im laufenden Jahr habe es im Tagesschnitt 38 Durchfahrten gegeben. "Die tägliche Maximalkapazität des Panamakanals liegt bei etwa 36 bis 40 Durchfahrten, was bedeutet, dass er derzeit nahe seiner maximalen Kapazität betrieben wird", sagte Bimco-Analyst Filipe Gouveia.

Die Blockaden in der Straße von Hormus beleben den Handel im Panamakanal.
Die Blockaden in der Straße von Hormus beleben den Handel im Panamakanal.  © -/kyodo/dpa

21. Mai, 11.23 Uhr: Erneut Hinrichtungen im Iran

Im Iran sind erneut zwei Männer hingerichtet worden. Nach Angaben des Justizportals "Misan" sollen die beiden "Mitglieder terroristischer Gruppen" gewesen sein und einen bewaffneten Aufstand organisiert haben.

Dies habe die nationale Sicherheit gefährdet. Die Hinrichtungen wurden vollstreckt, nachdem der Oberste Gerichtshof die Todesurteile bestätigt hatte.

Die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen sprach von kurdischen politischen Gefangenen.

Die Exekutionen kommen während einer Hinrichtungswelle im Iran. Derzeit werden nach den Massenprotesten im Januar, die die Führung des Landes brutal niederschlagen ließ, und in Zusammenhang mit Spionagevorwürfen viele Todesurteile vollstreckt.

Titelfoto: Emrah Gurel/AP/dpa

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