Nahost-Konflikt: Mehrere Orte für Verhandlungen mit den USA im Gespräch

Nahost - Der Ort für geplante Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ist nach Aussagen aus Teheran noch nicht festgelegt.

US-Präsident Donald Trump hat der Führung in Teheran mehrfach mit einem militärischen Eingreifen gedroht, auch wegen der brutalen Unterdrückung der jüngsten Massenproteste.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

"Sowohl die Türkei als auch Oman sowie einige andere Länder der Region haben ihre Bereitschaft zur Ausrichtung der Gespräche erklärt, was für uns sehr wertvoll ist", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim Außenamtssprecher Ismail Baghai.

Am Dienstagabend telefonierte Außenminister Abbas Araghtschi mit seinen Amtskollegen in der Türkei, im Oman, in Katar und in Kuwait, wie sein Ministerium mitteilte. Dem türkischen Außenminister Hakan Fidan dankte Araghtschi demnach für die Anstrengungen zur "Verringerung von Spannungen" und für die Unterstützung von "Frieden und Sicherheit in der Region".

Die Türkei war in den vergangenen Tagen im Gespräch als Ort für die geplanten Verhandlungen. Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete später, die Gespräche würden in den Oman verlegt. Dort hatten bereits im vergangenen Jahr Verhandlungen zwischen Washington und Teheran stattgefunden.

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4. Februar, 12.27 Uhr: Gaza-Rückkehrer berichten von Schikanen bei Grenzübertritt

Nach ihrer Rückkehr in den Gazastreifen über den kürzlich wieder eröffneten Grenzübergang Rafah haben Palästinenserinnen von Schikanen durch israelische Sicherheitskräfte dort berichtet. Israels Armee wies diese Darstellung auf Anfrage zurück.

Die 70 Jahre alte Um Ahmed sagte der Deutschen Presse-Agentur, israelische Soldaten hätten Einreisenden die Augen verbunden. Bei Befragungen hätten sie zudem Drohungen ausgesprochen. Sie und andere Betroffene, darunter ältere und kranke Menschen, hätten zudem stundenlang warten müssen.

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4. Februar, 8.23 Uhr: Mehrere Orte für Verhandlungen mit den USA im Gespräch

Der Ort für geplante Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ist nach Aussagen aus Teheran noch nicht festgelegt.

"Sowohl die Türkei als auch Oman sowie einige andere Länder der Region haben ihre Bereitschaft zur Ausrichtung der Gespräche erklärt, was für uns sehr wertvoll ist", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim Außenamtssprecher Ismail Baghai.

Ismail Baghai, Sprecher des iranischen Außenministeriums. (Archivbild)  © Shadati/XinHua/dpa

3. Februar, 20.27 Uhr: US-Militär schießt iranische Überwachungsdrohne ab

Das US-Militär hat eine iranische Überwachungsdrohne unweit der Südküste des Landes abgeschossen.

Eine weitere Drohne der iranischen Revolutionsgarden sei bereits auf dem Weg zur Überwachung eines amerikanischen Flugzeugträgers im Arabischen Meer, berichtete das Onlineportal Sabrin-News.

Zuvor hatte das US-Nachrichtenportal Axios berichtet, dass ein Kampfjet vom Typ F-35 eine iranische Drohne abgeschossen habe.

Dabei handelt es sich Berichten zufolge um eine Überwachungsdrohne vom Typ Schahed-139, die vom iranischen Militär oft in Grenzregionen eingesetzt wird.

Vor Kurzem präsentierte der Iran sein neues Drohnen-Modell "Typs Shahed-129".  © Vahid Salemi/AP/dpa

3. Februar, 16.07 Uhr: Iranische Zeitung berichtet über inhaftierte Ärzte nach Protesten

Eine iranische Zeitung hat ungewöhnlich kritisch über die Inhaftierung von Medizinern im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten berichtet.

Die dem reformorientierten Lager zugeordnete Zeitung "Shargh" veröffentlichte die Namen von 25 Ärztinnen, Ärzten und Beschäftigten des Gesundheitswesens, die Anfang Januar festgenommen worden waren.

Menschenrechtler und Aktivisten hatten in den vergangenen Wochen berichtet, dass Medizinern, die verletzte Demonstranten behandelt hatten, Konsequenzen drohen.

Offizielle Stellen erklären in dem Bericht der Zeitung, dass es keinen Zusammenhang zwischen ärztlicher Behandlung und juristischen Folgen gebe. "Wir kennen keinen Fall, in dem jemand irgendwo behandelt hat und daraufhin inhaftiert wurde", sagte etwa der Präsident der iranischen Ärztevereinigung.

Nach Angaben einer iranischen Zeitung, wurden im Zuge der Proteste mehrere Ärzte festgenommen.  © Monika Skolimowska/dpa

2. Februar, 21.42 Uhr: US-Sondergesandter Witkoff am Dienstag in Israel

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) wird am Dienstag zu Gesprächen in Israel erwartet.

Der israelische Kan-Sender berichtete, er werde sich unter anderem mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) treffen. Hintergrund des Besuchs seien die Spannungen mit dem Iran.

An einem größeren Gespräch sollen den Angaben zufolge auch der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (70), Generalstabschef Ejal Zamir (60) sowie der Chef des Auslandsgeheimdienstes Mossad, David Barnea (60), teilnehmen.

Zamir und Barnea waren zuletzt auch zu Beratungen in die USA gereist.

Steve Witkoff (68) wird bereits in Israel erwartet.  © Evan Vucci/AP/dpa

2. Februar, 17.25 Uhr: Israel und USA halten gemeinsam Marinemanöver ab

Seestreitkräfte der USA und Israels haben im Roten Meer eine gemeinsame Übung abgehalten. Die Armeen beider Länder beschrieben das Manöver als Routine.

Die Ankunft eines beteiligten US-Zerstörers in der israelischen Hafenstadt Eilat erfolgte allerdings vor dem Hintergrund regionaler Spannungen.

US-Präsident Donald Trump (79) hat der iranischen Staatsführung mehrfach mit Militärschlägen gedroht, auch wegen des brutalen Vorgehens staatlicher Repressionskräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten.

Dabei sollen Tausende, wenn nicht sogar Zehntausende Menschen getötet worden sein. Der Iran hat mit Gegenschlägen gegen Israel und die USA gedroht. Inzwischen ist allerdings die Rede von möglichen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.

Schon mehrfach drohte Donald Trump (79) der iranischen Staatsführung.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

2. Februar, 14.30 Uhr: Syrische Regierungstruppen rücken in Kurden-Hochburg Hassaka ein

Syrische Regierungstruppen sind gemäß einem Abkommen mit den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) in die Kurden-Hochburg Hassaka eingerückt.

Das bestätigten kurdische Quellen und Regierungskreise der Deutschen Presse-Agentur.

Während des syrischen Bürgerkriegs haben sich die Kurden im Norden und Nordosten des Landes eine Selbstverwaltung aufgebaut. Die Stadt Hassaka galt als Verwaltungszentrum dafür. Das Einrücken der Regierungskräfte sei "das Ende der Herrschaft der Selbstverwaltung und der Beginn einer neuen Ära eines vereinten Syriens", hieß es aus Militärkreisen. Offiziell äußerten sich die Regierung und die SDF bislang nicht.

Syrische Sicherheitskräfte versammeln sich, bevor sie in die Stadt Hassaka fahren.  © Ghaith Alsayed/AP/dpa

2. Februar, 13.11 Uhr: EU unterstützt palästinensische Grenzschützer in Rafah

Die EU hat die Öffnung des Grenzübergangs Rafah für Personenverkehr als weiteren konkreten und positiven Schritt zur Umsetzung des Gaza-Friedensplans begrüßt.

Experten der zivilen EU-Mission seien vor Ort, um den Betrieb des Grenzübergangs zwischen Gaza und Ägypten zu überwachen und die palästinensischen Grenzschutzkräfte zu unterstützen, teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. Für kranke und verwundete Menschen aus dem Gazastreifen sei die Wiederöffnung lebenswichtig. Zudem werde sie es Familien ermöglichen, nach viel zu langer Trennung wieder zusammenzukommen.

"Praktische Schritte wie diese helfen, den Waffenruheplan voranzubringen, und müssen fortgesetzt werden", erklärte Kallas. Sie betonte, dass die Menschen im Gazastreifen weiterhin dringend auf Hilfe angewiesen seien und der Wiederaufbau des Küstenstreifens von der Entwaffnung der islamistischen Hamas abhängen werde.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48).  © Philipp von Ditfurth/dpa

2. Februar, 11.56 Uhr: Iran bestätigt mögliches Treffen mit den USA

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran wollen Regierungsvertreter beider Länder einem iranischen Bericht zufolge neue Verhandlungen aufnehmen.

In den kommenden Tagen sei ein Treffen voraussichtlich zwischen Außenminister Abbas Araghtschi (63) und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff (68) geplant, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden im Iran nahesteht. Eine Bestätigung aus den USA stand zunächst aus.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) trifft sich in den kommenden Tagen wohl mit einem US-Vertreter. (Archivbild)  © Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

2. Februar, 9.49 Uhr: Iran bestellt europäische Botschafter ein

Der Iran hat nach eigenen Angaben in Reaktion auf den EU-Beschluss, die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen, alle Botschafter europäischer Länder einbestellt.

"Gestern und heute wurden alle europäischen Länder und EU-Mitgliedstaaten mit Botschaften in Teheran ins Außenministerium einbestellt", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz. Es sei das "Mindeste", weitere Reaktionen würden folgen.

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