Nahost-Konflikt: Mehrere Schiffe sollen im Iran in Flammen stehen

Israel/Iran - Der Streit über die blockierte Straße von Hormus gefährdet die Waffenruhe zwischen der USA und dem Iran.

Nach wie vor ist die Straße von Hormus ein Streitpunkt zwischen den USA und dem Iran.  © Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump (79) drohte der Islamischen Republik erneut mit Vernichtung, nachdem der Iran als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der Meerenge Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) angegriffen und damit in Brand gesetzt hatte.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wiederum warnte die USA vor einer Fortsetzung ihrer Initiative. Kanzler Friedrich Merz (70) forderte Teheran derweil auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. 

US-Präsident Trump hatte am Sonntag den Start einer Initiative mit dem Titel "Projekt Freiheit" verkündet, um Schiffen freie Fahrt zu gewähren, die wegen der Blockade der Straße von Hormus feststecken.

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Laut dem zuständigen US-Regionalkommando (Centcom) waren am Montag Zerstörer durch die Meerenge in den Persischen Golf eingefahren. Zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten das Seegebiet verlassen können, hieß es. Im Zuge der Aktion will das US-Militär mindestens sechs Schnellboote der Islamischen Republik zerstört haben. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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5. Mai, 12.16 Uhr: Iran zu Gefechten um Straße von Hormus: "Haben noch nicht einmal begonnen"

Im Ringen um die Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus hat der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf den USA mit einem weiterem militärischen Vorgehen gedroht. Die Armee seines Landes habe mit den Angriffen "noch nicht einmal begonnen", erklärte Ghalibaf am Dienstag im Onlinedienst X.

"Wir wissen genau, dass die Fortsetzung der gegenwärtigen Situation für die Vereinigten Staaten unhaltbar ist, obwohl wir noch nicht einmal begonnen haben", heißt es in der Erklärung Ghalibafs, der auch Leiter der iranischen Delegation in den Verhandlungen mit der US-Regierung ist. Die "bösartige Präsenz" der USA am Persischen Golf werde abnehmen, fügte er hinzu.

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5. Mai, 9.10 Uhr: Mehrere Schiffe stehen laut Iran in Flammen

Im iranischen Hafen Dayyer brennen laut iranischen Staatsmedien mehrere Schiffe.

Demnach sei auf zwei Handelsschiffen ein Feuer ausgebrochen, das dann auf zwei weitere Schiffe übergegriffen habe. Der Grund für den Brand sei noch ungeklärt. Einsatzkräfte der Feuerwehr seien im Großeinsatz. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen.

Im iranischen Hafen Dayyer brennen laut iranischen Staatsmedien mehrere Schiffe. (Symbolbild)  © Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa

5. Mai, 6.30 Uhr: Merz fordert Iran zu Verhandlungen nach Angriffen auf

Nach iranischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate fordert Kanzler Friedrich Merz die Staatsführung in Teheran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Die Islamische Republik müsse aufhören, "die Region und die Welt zur Geisel zu nehmen", schrieb der CDU-Chef auf X. "Die Blockade der Straße von Hormus muss enden. Teheran darf keine Nuklearwaffe bauen", schrieb er. "Es darf keine weiteren Drohungen und Angriffe gegen unsere Partner geben."

Es waren die ersten iranischen Angriffe auf den Golfstaat seit Beginn einer Waffenruhe vor knapp vier Wochen. Die iranischen Streitkräfte nannten ihren Angriff auf Ölanlagen in der Hafenstadt Fudschaira eine Reaktion auf das "Abenteurertum der US-Armee". Merz schrieb: "Diese Angriffe verurteilen wir scharf. Unsere Solidarität gilt den Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und unseren Partnern in der Region."

Nach iranischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate fordert Friedrich Merz (70) die Staatsführung in Teheran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.  © NDR/Thomas Ernst/dpa

5. Mai, 6 Uhr: Feuer auf Frachtschiff in Straße von Hormus gelöscht

Das nach einer Explosion ausgebrochene Feuer auf einem Schiff der südkoreanischen Reederei HMM Co. in der Straße von Hormus ist mittlerweile gelöscht worden.

Die Besatzung habe vier Stunden zum Löschen der Flammen benötigt, berichtete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen Vertreter des Unternehmens. Todesopfer gebe es nicht. Auch über mögliche Verletzungen der 26-köpfigen Besatzung ist nichts bekannt. 

Das Schiff lag laut Yonhap zum Zeitpunkt der Explosion in Gewässern nahe den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Meerenge vor Anker. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor am Montag (Ortszeit) auf der Online-Plattform Truth Social geschrieben, dass der Iran ein südkoreanisches Frachtschiff beschossen habe.

4. Mai, 21.10 Uhr: USA melden Zerstörung iranischer Schnellboote

Die USA haben inmitten einer Waffenruhe im Iran-Krieg mehrere Schnellboote der Islamischen Republik zerstört. Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social von sieben Schiffen, der Kommandeur des zuständigen Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper, berichtete von sechs versenkten Booten.

Trump schrieb zur Begründung, der Iran habe einige in dem Krieg unbeteiligte Nationen angegriffen – darunter ein südkoreanisches Frachtschiff. Abgesehen von diesem Schiff sei bislang kein weiteres bei der Durchfahrt der Straße von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman zu Schaden gekommen. 

Der staatliche iranische Rundfunk dementierte die Berichte über versenkte Schnellboote unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Militärquelle.

4. Mai, 21.09 Uhr: Oman meldet Angriff nahe der Straße von Hormus

Inmitten wachsender Spannungen im Iran-Krieg hat der Oman einen Angriff auf ein Wohngebäude gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency berichtete, dass der Angriff die Region um Buch getroffen habe.

Dabei handelt es sich um einer vom übrigen Staatsgebiet getrennte Exklave an der Straße von Hormus. Zunächst war nicht klar, von wem der Angriff ausging.

Bei dem Angriff seien ausländische Arbeiter verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur weiter unter Berufung auf Sicherheitsquellen. Sie hätten schwere bis mittelschwere Verletzungen erlitten. Außerdem seien vier Fahrzeuge beschädigt worden. In einem benachbarten Haus gingen demnach Fensterscheiben zu Bruch. Die Behörden nahmen Ermittlungen zu dem Vorfall auf. 

4. Mai, 17.57 Uhr: Großbrand nach iranischem Drohnenangriff

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Behördenangaben zufolge nach einem iranischen Drohnenangriff ein Großbrand ausgebrochen.

Betroffen ist eine Industriezone der Hafenstadt Fudschaira, wie das Medienbüro der Küstenstadt berichtete.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Behördenangaben zufolge nach einem iranischen Drohnenangriff ein Großbrand ausgebrochen. (Archivbild)  © Altaf Qadri/AP/dpa

4. Mai, 15.29 Uhr: Iran definiert neue Kontrollzone in der Straße von Hormus

Die iranischen Streitkräfte haben in der Straße von Hormus eine neue Kontrollzone definiert.

Die mit den mächtigen Revolutionsgarden verbundene Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte dazu auf Telegram eine Karte, die den Bereich ausweist. Sie reicht demnach von der iranischen Insel Gheschm südlich im Persischen Golf bis nach Umm al-Kaiwain an die Nordwestküste der Vereinigten Arabischen Emirate.

Weiter östlich im Golf von Oman definiert die iranische Marine das Kontrollgebiet vom iranischen Küstenort Kuh-e Mobarak südlich bis zur emiratischen Hafenstadt Fudschaira.

4. Mai, 15.25 Uhr: Israel und Hisbollah greifen einander wieder gegenseitig an

Trotz formell geltender Waffenruhe bleibt die Lage im Südlibanon und Nordisrael angespannt. Israels Armee griff eigenen Angaben zufolge erneut Ziele der Hisbollah im Süden des Nachbarlandes an.

Sie sprach von Infrastruktur der Miliz. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es am Nachmittag, das israelische Militär habe mehrere Orte im Südlibanon bombardiert. Über mögliche Opfer dabei wurde zunächst nichts bekannt.

Bei Gefechten am Boden zwischen israelischen Soldaten und der vom Iran unterstützten Miliz seien unterdessen mindestens zwei Hisbollah-Mitglieder im Südlibanon ums Leben gekommen, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen weiter. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie prüfe diesen Bericht.

Rauchschwaden nach einem israelischen Luftangriff auf das südlibanesische Dorf Kfar Tebnit.  © Stringer/dpa

4. Mai, 15.23 Uhr: Trumps Vorstoß verschärft Lage an Straße von Hormus

Die Lage an der blockierten Meerenge von Hormus verschärft sich nach einem neuen Vorstoß von US-Präsident Donald Trump.

Die US-Marine begann nach eigenen Angaben mit der von Trump angeordneten Befreiung festsitzender Schiffe im Rahmen der Initiative mit dem Titel "Projekt Freiheit". US-Zerstörer seien durch die Straße von Hormus in den Persischen Golf eingefahren, teilte das für Nahost zuständige Regionalkommando Centcom auf dem Portal X mit. Zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten das Seegebiet verlassen können. Unabhängige Bestätigungen gab es zunächst nicht.

Die iranischen Streitkräfte hatten zuvor für sich in Anspruch genommen, US-Marineschiffe am Einlaufen in die Straße von Hormus gehindert zu haben.

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