Nahost-Konflikt: Nach Protesten im Iran drohen 30 Todesstrafen

Nahost - Mindestens 30 Menschen im Iran droht im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten laut Informationen von Amnesty International die Todesstrafe.

Autos fahren auf einer Straße im Norden Teherans.  © Vahid Salemi/AP/dpa

In acht Fällen sei bereits ein Urteil gesprochen worden, berichtete die bekannte Menschenrechtsorganisation.

Unter den 22 weiteren vor Gericht verhandelten Fällen seien zwei Männer noch minderjährig, berichtete Amnesty weiter. Die iranische Justiz hat bislang offiziell kein Todesurteil verkündet.

Amnesty wirft der iranischen Führung vor, mit den Todesurteilen und deren möglichen Vollstreckung die Protestbewegung brechen zu wollen.

Israel Krieg Nahost-Konflikt: Wieder Zwischenfälle im Gazastreifen - trotz Waffenruhe

"Indem sie die Todesstrafe als Waffe einsetzen, versuchen sie, Angst zu schüren und den Geist einer Bevölkerung zu brechen, die grundlegende Veränderungen fordert", sagte Diana Eltahawy, stellvertretende Regionaldirektorin für den Nahen Osten.

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21. Februar, 8.15 Uhr: Nach Protesten im Iran drohen laut Amnesty 30 Todesstrafen

Mindestens 30 Menschen im Iran droht im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten laut Informationen von Amnesty International die Todesstrafe.

In acht Fällen sei bereits ein Urteil gesprochen worden, berichtete die bekannte Menschenrechtsorganisation. Unter den 22 weiteren vor Gericht verhandelten Fällen seien zwei Männer noch minderjährig, berichtete Amnesty weiter. Die iranische Justiz hat bislang offiziell kein Todesurteil verkündet.

Amnesty wirft der iranischen Führung vor, mit den Todesurteilen und deren möglichen Vollstreckung die Protestbewegung brechen zu wollen.

"Indem sie die Todesstrafe als Waffe einsetzen, versuchen sie, Angst zu schüren und den Geist einer Bevölkerung zu brechen, die grundlegende Veränderungen fordert", sagte Diana Eltahawy, stellvertretende Regionaldirektorin für den Nahen Osten.

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Irans Oberster Richter Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi.  © Rouzbeh Fouladi/ZUMA Press Wire/dpa

21. Februar, 6 Uhr: Zweiter US-Flugzeugträger im Mittelmeer eingetroffen

Vor dem Hintergrund der militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran hat ein zweiter US-Flugzeugträger das Mittelmeer erreicht.

Von Gibraltar aus war am Freitag zu sehen, wie die "USS Gerald R. Ford" - der größte Flugzeugträger der Welt - die Straße von Gilbraltar passierte, die Meerenge zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer. Trump hatte zuvor bereits den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" entsandt, er ist seit Ende Januar in der Nahost-Region.

Mit Blick auf die Atomverhandlungen mit Teheran hatte Trump zuvor erklärt, er erwäge einen "begrenzten Militärschlag" auf den Iran, falls es zu keiner Einigung kommen sollte. Zuvor hatte er Teheran eine Frist bis Anfang März gesetzt.

20. Februar, 22.21 Uhr: Tote bei israelischem Angriff auf Hisbollah-Ziele im Libanon

Bei israelischen Luftangriffen im Osten des Libanon sind einem libanesischen Bericht zufolge sechs Menschen getötet und 25 weitere verletzt worden.

Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete insgesamt sechs Luftangriffe auf Gebäude, unter anderem nahe der Stadt Baalbek. Israels Armee bestätigte Angriffe in der Gegend und erklärte, Ziel seien Kommandozentralen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz gewesen.

Unter den Getöteten ist ein hochrangiger Hisbollah-Kommandeur, wie es aus Sicherheitskreisen im Libanon hieß. Zur Identität der anderen Opfer war zunächst nichts bekannt.

20. Februar, 17.56 Uhr: Israels Armee greift Palästinensercamp im Libanon an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben das größte Flüchtlingslager für Palästinenser im Libanon angegriffen. Die Attacke habe einer "Kommando-Zentrale" der islamistischen Hamas in dem Camp gegolten, teilte die Armee mit.

Aus palästinensischen Kreisen im Lager hieß es, mindestens eine Person sei getötet worden. Die Angaben beider Seiten waren zunächst nicht überprüfbar.

Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von mehreren Verletzten, ohne eine genaue Zahl zu nennen.

Ain al-Hilwah im Süden des Landes ist mit rund 80.000 Einwohnern das größte palästinensische Flüchtlingslager im Libanon. Das Camp liegt etwa 70 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt.

Die israelische Armee hat erneut Libanon angegriffen. (Archivfoto)  © Stringer/dpa

20. Februar, 7.15 Uhr: Ankündigung von Milliardenhilfe

Trump hatte bei der Sitzung des Friedensrats gesagt, Kasachstan, Aserbaidschan, die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien, Usbekistan und Kuwait hätten sieben Milliarden US-Dollar (5,9 Milliarden Euro) für ein Hilfspaket für Gaza zugesagt.

Der Gesamtbedarf für den Wiederaufbau des Gebiets wird auf 70 Milliarden Dollar geschätzt. Gegründet hatte Trump den Friedensrat kürzlich beim Weltwirtschaftsforum in Davos, er selbst hat den Vorsitz inne - auf Lebenszeit. Grundsätzlich soll sich das Gremium - anders als erwartet - aber nicht nur mit der Überwachung einer Befriedung des Gazastreifens befassen. Vielmehr soll es globale Konflikte im Allgemeinen lösen. Aktuell gehören etwa zwei Dutzend Länder dazu, darunter Ungarn, Israel, Belarus, Katar, Saudi-Arabien und die Türkei.

Deutschland und viele andere europäische Staaten lehnen eine Beteiligung ab, weil das Gremium als Konkurrenz zu den von Trump kritisierten Vereinten Nationen gesehen wird.

20. Februar, 7.12 Uhr: "Enorme Bewährungsprobe"

Der israelische Kabinettssekretär Jossi Fuchs hatte am Montag Medienberichten zufolge gesagt, man setze der Hamas eine Frist von rund zwei Monaten, ihre Waffen niederzulegen.

Dies geschehe in Abstimmung mit den USA. Sollte die Terrororganisation sich nicht freiwillig entwaffnen, müsse Israel "die Arbeit erledigen". Der israelische Ex-Militärgeheimdienstchef Tamir Hayman sagte, der Friedensrat stehe vor einer "enormen Bewährungsprobe".

Entscheidend sei neben der Entwaffnung der Hamas die Frage, wann die palästinensische Übergangsverwaltung ihre Arbeit im Gazastreifen aufnehmen könne. Es müsse sich außerdem zeigen, ob es gelinge, palästinensische Ordnungskräfte in der von der Hamas kontrollierten Zone zu stationieren. "Dies sind die drei zentralen Prüfsteine, die wir in den kommenden Tagen oder Wochen erleben werden", sagte Hayman, der Leiter der Denkfabrik INSS ist.

20. Februar, 7.07 Uhr: Hamas festigt wieder Macht in Teilen Gazas

Der Hamas gelang es seit Beginn der Waffenruhe, ihre Herrschaft in den von ihr kontrollierten Gebieten wieder weitgehend zu festigen. Das "Wall Street Journal" zitierte Beamte in den USA und in Nahost, wonach kein Friedensplan Bestand haben werde, solange die Islamistenorganisation eine militärische Bedrohung darstelle.

Die seit dem 10. Oktober geltende Waffenruhe ist brüchig; immer wieder kommt es im Gazastreifen zu tödlichen Zwischenfällen.

Die Hamas hat ihre Herrschaft in den von ihr kontrollierten Gebieten weitgehend gefestigt.  © Abed Rahim Khatib/dpa

19. Februar, 22 Uhr: Trump will in "10, 15 Tagen" einen Deal mit Iran machen

Im Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump (79) eine Frist für einen Deal genannt. Vor Journalisten sagte er auf einem Flug mit der Air Force One, dass 10 bis 15 Tage ausreichend seien. Das sei "so ziemlich das Maximum".

Trump zeigte sich zuversichtlich: "Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich."

Am Donnerstagvormittag hatte Trump die Führung in Teheran bereits gewarnt: Sollte sie sich nicht auf einen Deal einlassen, werde es "einen sehr anderen Weg" geben, drohte Trump bei der ersten Sitzung seines Friedensrats.

In welche Richtung es gehen wird, werde die Welt "wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden", sagte er zu diesem Zeitpunkt.

19. Februar, 17.42 Uhr: Laut Trump werden fünf Staaten Soldaten nach Gaza schicken

Um einen dauerhaften Frieden im Gazastreifen zu sichern, wollen fünf Staaten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (79) Soldaten in den zerstörten Küstenstreifen schicken.

Trump nannte bei der ersten Sitzung des Friedensrats in der US-Hauptstadt Washington Marokko, Albanien, Kosovo, Kasachstan und Indonesien. Details nannte er nicht.

Der Friedensrat soll die sogenannte internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll.

Bereits zuvor hatten mehrere mehrheitlich muslimische Länder Bereitschaft signalisiert, Soldaten zu stellen, eine konkrete Ankündigung machte bislang aber nur Indonesien.

Donald Trump (79) äußerte sich nun über die militärische Situation in Gaza.  © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

19. Februar, 15.13 Uhr: Iranische und russische Marine üben im Golf von Oman

Iran und Russland führen ein gemeinsames Marinemanöver vor der Küste der Islamischen Republik durch – im strategisch wichtigen Golf von Oman und dem angrenzenden nördlichen Indischen Ozean.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna sind neben den russischen und iranischen Marineeinheiten auch die Revolutionsgarden (IRGC) beteiligt.

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen in der Region erhält das Manöver zusätzliche Brisanz. Die USA haben zuletzt wiederholt einen militärischen Einsatz gegen den Iran ins Gespräch gebracht.

Die Revolutionsgarden hatten bereits am Montag ein Militärmanöver in der nordwestlich gelegenen Straße von Hormus abgehalten und dabei Raketen auf Ziele im Persischen Golf abgefeuert.

Derzeit streifen durch den Golf von Oman iranische sowie russische Schiffe.  © Rouzbeh Fouladi/ZUMA Press Wire/dpa

19. Februar, 8.21 Uhr: Israel greift erneut Ziele im Libanon an

Die israelische Armee hat erneut mehrere Ziele im Libanon angegriffen.

Im Süden des Nachbarlandes seien in mehreren Gebieten Waffenlager und Raketenwerfer der Hisbollah-Miliz attackiert worden, teilte das Militär mit.

Zu den angegriffenen Zielen gehöre außerdem militärische Infrastruktur, die der Miliz für Terroranschläge gegen Israels Armee und den jüdischen Staat gedient habe, hieß es. Dessen Präsenz stelle einen Verstoß gegen die Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und dem Libanon dar.

Zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon gilt eine Waffenruhe. Israels Armee wirft der Miliz jedoch Verstöße gegen die Abmachungen vor - und greift erneut an.  © Stringer/dpa

19. Februar, 8.19 Uhr: Ministerin Alabali Radovan fordert konkrete Gaza-Hilfen

Vor der ersten Sitzung des sogenannten Friedensrats unter Vorsitz von US-Präsident Donald Trump hat Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) konkrete Hilfen für die Menschen im Gazastreifen gefordert.

Es sei wichtig, dass das Treffen am Donnerstag "tatkräftiges Handeln und konkrete Hilfen in den Fokus stellt, die den Menschen in Gaza schnell zu Gute kommen", sagte Alabali Radovan der "Frankfurter Rundschau".

"Deutschland ist nicht Teil dieses Friedensrats, aber wir stehen in intensivem Austausch mit seinen Mitgliedern", fügte die Ministerin hinzu. Deutschland stehe weiterhin bereit, den Wiederaufbau im Gazastreifen zu unterstützen und zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation dort und in der Region beizutragen.

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