Nahost-Konflikt: Netanjahu sagt, dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen werde

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Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump (79) hat Hoffnungen auf eine schnelle Einigung mit dem Iran gedämpft.

Donald Trump (79) blickt einem möglichen Ende des Iran-Krieges positiv entgegen.
Donald Trump (79) blickt einem möglichen Ende des Iran-Krieges positiv entgegen.  © Alex Brandon/AP/dpa

"Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist", schrieb er auf der Plattform Truth Social mit Blick auf den Stand des Rahmenabkommens für ein Ende des Iran-Kriegs.

Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen und alles richtig machen, schrieb Trump weiter. "Es darf keine Fehler geben!"

Am Samstag hatte Trump erklärt, dass ein Rahmenabkommen "weitgehend" ausgehandelt sei. Er schränkte ein, dass dies unter dem Vorbehalt einer endgültigen Fertigstellung durch die USA, des Irans und anderer Länder stehe.

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Trump schrieb nun, dass die US-Blockade von iranischen Häfen vollständig in Kraft bleibe bis eine Vereinbarung erzielt, bestätigt und unterzeichnet sei.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

24. Mai, 16.47 Uhr: Netanjahu sagt, dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen werde

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat vor einer möglichen Einigung der USA mit Teheran auf ein Rahmenabkommen Israels Position bekräftigt, der Iran dürfe nie Nuklearwaffen erhalten.

"Der Iran wird niemals eine Atomwaffe besitzen", hieß es in einem Post Netanjahus auf der Plattform X. Auf dem offenbar mit KI generierten Bild war der israelische Regierungschef Seite an Seite mit US-Präsident Donald Trump (79) zu sehen.

24. Mai, 13.32 Uhr: Trump informiert Netanjahu laut Medienberichten über Iran-Verhandlungen

US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nach israelischen Medienberichten über den Stand der Verhandlungen mit dem Iran informiert.

Trump habe bei einem Telefongespräch mit Netanjahu versichert, dass er im Rahmen einer Einigung an der Forderung nach einem Stopp des iranischen Atomprogramms und der Entfernung sämtlichen hochangereicherten Urans aus dem Iran festhalten werde, berichteten mehrere israelische Medien unter Berufung auf einen ranghohen israelischen Regierungsvertreter.

Trump habe Netanjahu bei dem Gespräch am Samstag zugesichert, dass er kein endgültiges Abkommen mit Teheran ohne die Erfüllung dieser Bedingungen unterzeichnen werde, hieß es weiter in den Berichten.

Der US-Präsident hatte auf der Plattform Truth Social geschrieben, die USA stünden kurz vor einem Rahmenabkommen mit Teheran und der Wiedereröffnung der Straße von Hormus.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) und der US-Präsident Donald Trump (79).
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) und der US-Präsident Donald Trump (79).  © Alex Brandon/AP/dpa

24. Mai, 12.27 Uhr: Steht der Iran-Deal? Trump zuversichtlich, Teheran skeptisch

Bei den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Krieges gibt es nach Darstellung iranischer Medien Uneinigkeit in ein oder zwei Punkten.

Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete , die Meinungsverschiedenheiten in diesen Punkten bestünden weiterhin und seien "aufgrund der Hindernisse seitens der USA" noch nicht endgültig geklärt.

Über den Inhalt wurde nichts mitgeteilt. Es hieß lediglich, der Iran beharre auf seinen Rechten und das Abkommen könne nicht abgeschlossen werden, sollten die Hindernisse nicht ausgeräumt werden.

24. Mai, 7.19 Uhr: Irans Atomprogramm weiter umstritten

Der Entwurf des 14-Punkte-Memorandum mache ferner deutlich, dass der Krieg zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon beendet werden würde, hieß es.

Es sei möglich, dass das Abkommen nicht einmal die vollen 60 Tage überdauern werde, wenn die USA überzeugt seien, dass der Iran es mit den Atomverhandlungen nicht ernst meine, wurde der US-Beamte weiter zitiert.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian zeigte sich zwar laut dem Präsidialamt in Teheran offen für eine diplomatische Lösung, betonte jedoch Irans tiefes Misstrauen gegenüber Washington.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian (71).
Der iranische Präsident Massud Peseschkian (71).  © Vahid Salemi/AP/dpa

24. Mai, 7.15 Uhr: Vermittler Pakistan mit hochrangigen Treffen in Teheran

Im Rahmen der jüngsten Bemühungen hatte Vermittler Pakistan am Freitag seinen Armeechef Asim Munir nach Teheran geschickt.

"Die intensiven Verhandlungen in den vergangenen 24 Stunden haben zu ermutigenden Fortschritten in Richtung einer finalen Vereinbarung geführt", hieß es am Samstag in einer Mitteilung des pakistanischen Militärs. Munir habe einen kurzen, aber äußerst produktiven Besuch im Iran beendet.

24. Mai, 7.12 Uhr: 14-Punkte-Memorandum als erster Schritt

Bereits in den Stunden vor Trumps Ankündigung hatte sich angedeutet, dass es in den Gesprächen voranging.

Aus Teheran hatte es am Samstagabend (Ortszeit) geheißen, die Rahmenvereinbarung für einen weiteren Verlauf der Gespräche zwischen dem Iran und den USA stehe kurz vor dem Abschluss. "Derzeit befinden wir uns in der abschließenden Phase der Ausarbeitung eines Memorandums", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai im Staatsfernsehen.

Im Mittelpunkt des Memorandums stünden die Beendigung des Krieges, die Straße von Hormus sowie die grundsätzliche Freigabe blockierter iranischer Vermögenswerte im Ausland. Innerhalb der nächsten 30 bis 60 Tage sollen laut Baghai dann im Rahmen eines 14-Punkte-Memorandums weitere Details verhandelt werden, um dann eine finale Einigung zu erzielen.

Schiffe in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Süden Irans. (Archivbild)
Schiffe in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Süden Irans. (Archivbild)  © -/kyodo/dpa

24. Mai, 7.07 Uhr: Große Telefonrunde mit Staaten in der Region

Trump habe ein "sehr gutes" Gespräch zum Iran mit hochrangigen Vertretern Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars, Pakistans, der Türkei, Ägyptens, Jordaniens und Bahrains, geführt.

Darunter waren laut Trump unter anderem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der jordanische König Abdullah II., der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman.

Trump gab an, separat habe er auch mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert.

US-Präsident Donald Trump (79) habe gute Telefonate mit mehreren hochrangigen Vertretern geführt.
US-Präsident Donald Trump (79) habe gute Telefonate mit mehreren hochrangigen Vertretern geführt.  © Alex Brandon/AP/dpa

23. Mai, 22.31 Uhr: US-Außenminister - "Fortschritte" bei Iran-Verhandlungen

US-Außenminister Marco Rubio zufolge hat es bei den Iran-Verhandlungen Fortschritte gegeben.

"Es wurden einige Fortschritte gemacht", sagte der Republikaner laut Transkript des Außenministeriums während seines Indien-Besuchs. Womöglich könnte es noch im Laufe des Tages Informationen dazu geben - oder morgen oder in ein paar Tagen, sagte Rubio. Vielleicht aber auch nicht, er sei sich aktuell nicht sicher.

23. Mai, 18.04 Uhr: Iran gesprächsbereit, aber mit "äußerster Vorsicht" gegenüber USA

Der iranische Präsident zeigt sich zwar offen für eine diplomatische Lösung im aktuellen Konflikt mit den USA, hat zugleich jedoch zu "äußerster Vorsicht" bei den Verhandlungen aufgerufen.

"Wir sind weiterhin gesprächsbereit, aber die Erfahrungen aus vergangenen Verhandlungen mit den USA zwingen uns zu äußerster Vorsicht", sagte Massud Peseschkian bei einem Treffen mit Pakistans Armeechef Asim Munir. Pakistan vermittelt in dem Konflikt mit den USA.

Der Iran hege aufgrund wiederholter Vertragsbrüche und militärischer Angriffe während laufender Verhandlungen ein "tiefes Misstrauen" gegenüber den USA, sagte Peseschkian laut dem Webportal des Präsidialamts.

23. Mai, 11.23 Uhr: Armee zerstört Stellungen der Hisbollah-Miliz

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Stellungen der libanesischen Hisbollah-Miliz angegriffen und zerstört.

Wie das Militär auf der Plattform X mitteilte, wurde dabei eine unterirdische Anlage der Hisbollah im Gebiet der Bekaa-Ebene getroffen. Diese sei zur Herstellung von Waffen genutzt worden.

Zudem griff die Armee Standorte der Hisbollah in der südlibanesischen Küstenstadt Tyros an. Hisbollah-Kämpfer hätten von dort aus Angriffe gegen Soldaten geplant und ausgeführt, hieß es.

Titelfoto: Maayan Toaf/Israel Gpo/ZUMA Press Wire/dpa

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