Iran - Eine Serie nächtlicher Raketenangriffe aus dem Iran hat Millionen Menschen in Israel den Schlaf geraubt.
Immer wieder kam es zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden auch im Großraum Tel Aviv zu Raketenalarm.
"Ich habe fast kein Auge zugemacht", berichtete ein Einwohner der Küstenmetropole. Die Raketenabwehr war im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte.
Die israelische Armee teilte derweil mit, am Montag sei ein Drohnenteam im Westen des Irans von der israelischen Luftwaffe "ausgeschaltet" worden, kurz bevor es unbemannte Flugkörper in Richtung Israel abfeuern konnte.
Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.
11. März, 9.59 Uhr: Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an
Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden.
Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten.
Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hieß es in einer Mitteilung.
11. März, 9.52 Uhr: Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen
Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht.
Mit dieser "illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg" habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.
"Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmaßnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten", hieß es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers "Chatam Al-Anbija", das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. "Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten", hieß es weiter.
11. März, 9.25 Uhr: Rätseln um Irans obersten Führer - wo ist Chamenei junior?
Drei Tage nach der Ernennung eines neuen iranischen Staatsoberhauptes gibt es noch immer keine Wortmeldung des obersten Führers der Islamischen Republik.
Regierungsanhänger und Beobachter warten mitten im Krieg gespannt auf die erste Rede von Modschtaba Chamenei und darauf, welchen politischen Kurs er einschlagen wird, nachdem sein Vater am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden war.
In den verschiedenen Machtzentren in Teheran herrscht angespanntes Warten. Es seien keine Pläne bekannt, wann und ob sich der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei äußern werde, hieß es aus Parlamentskreisen. Mehrere Abgeordnete tappen demnach selbst im Dunkeln.
11. März, 9.23 Uhr: "Geschosse" treffen Schiffe in und nahe Straße von Hormus
Im Persischen Golf und in der Straße von Hormus hat es nach mutmaßlichen Angriffen des Irans weitere Zwischenfälle gegeben.
Ein "unbekanntes Geschoss" habe ein Frachtschiff in der Meerenge getroffen und einen Brand ausgelöst, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Die Besatzung habe um Unterstützung gebeten und das Schiff werde evakuiert.
Im Persischen Golf vor der Küste Dubais sei zudem ein Massengutfrachter von einem ebenfalls "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die UKMTO. Die Crew sei aber in Sicherheit. Die britische Behörde hatte Stunden zuvor auch mitgeteilt, dass ein Containerschiff weiter östlich von einem "unbekannten Geschoss" an der Einfahrt zur Straße von Hormus getroffen worden sei.
11. März, 9.22 Uhr: Fluchtwege aus dem Iran nach Europa versperrt
Trotz der anhaltenden Angriffe auf den Iran erwartet der Migrationsforscher Gerald Knaus keine große Fluchtbewegung nach Europa.
Da Staaten wie die Türkei ihre Grenzbefestigung stark ausgebaut hätten, gebe es derzeit keine Fluchtwege, sagte der österreichische Vorsitzende der Denkfabrik Europäische Stabilitätsinitiative (ESI) im Deutschlandfunk. "Wenn wir Grenzen haben, an denen Soldaten stehen, die einen Schießbefehl haben, dann können auch die am meisten verzweifelten Menschen der Welt ihr Land nicht verlassen."
11. März, 8.24 Uhr: Containerschiff in Straße von Hormus von "Geschoss" getroffen
Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmaßlichen Angriff des Irans getroffen worden.
Ein "unbekanntes Geschoss" habe an der Einfahrt zur Straße von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Dabei seien auch Schäden entstanden. Die Besatzungsmitglieder seien aber in Sicherheit. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend mit Vorsicht zu befahren.
11. März, 8.21 Uhr: Deutschland zieht Botschaftspersonal auch aus Erbil ab
Deutschland zieht wegen des Iran-Kriegs nach dem Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad auch die Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab.
Das Personal sei aus der Stadt im Nordosten des Landes temporär aus dem Irak verlegt worden, hieß es am Rande des Besuchs von Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) in der saudischen Hauptstadt Riad aus dem Auswärtigen Amt.
11. März, 7.32 Uhr: FIFA-Chef Infantino - Trump sichert Iran WM-Teilnahme zu
US-Präsident Donald Trump (79) hat FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft trotz des Krieges im Nahen Osten bei der Fußball-WM im Sommer in seinem Land antreten darf.
"Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen", sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump.
11. März, 7.31 Uhr: Mehrere Raketenangriffe Irans erschüttern Israel in der Nacht
Eine Serie nächtlicher Raketenangriffe aus dem Iran hat Millionen Menschen in Israel den Schlaf geraubt.
Immer wieder kam es zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden auch im Großraum Tel Aviv zu Raketenalarm.
Die Raketenabwehr war im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte.
11. März, 7.30 Uhr: Trump bietet Eskorten durch die Straße von Hormus an
Seit Tagen versucht die US-Regierung, die infolge des Kriegs in Turbulenzen geratenen globalen Märkte und Börsen zu beruhigen.
Dazu zählt auch das Angebot, die USA könnten bei Bedarf Tanker von der Marine durch die Straße von Hormus eskortieren lassen. Bis Dienstagmittag gab es laut Regierungssprecherin Karoline Leavitt aber noch keine solche Eskorte.
Trump (79) hatte betont, dass die Vereinigten Staaten von einer Blockade der Straße von Hormus nicht so stark betroffen seien, weil sie selbst über enorme Gas- und Ölvorkommen verfügten. Das Angebot der Eskorte richte sich vielmehr an andere Länder, er nannte explizit China. Die Volksrepublik importiert viel Öl aus dem Iran, während die USA und Europa über die Straße von Hormus vergleichsweise wenig Öl aus den Staaten am Persischen Golf beziehen.
11. März, 7.29 Uhr: Iran-Krieg lässt Sorge um Energiesicherheit wachsen
Berichte über angeblich vom Iran in der Straße von Hormus verlegte Seeminen befeuern die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung.
US-Präsident Donald Trump (79) drohte dem iranischen Machtapparat mit Vergeltung, sollte die für den Öltransport ausgesprochen wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman vermint werden. Am Mittwoch wollen die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder über die steigenden Energiepreise beraten. Im Gespräch ist unter anderem eine Freigabe nationaler Ölreserven, um den Energiemarkt zu stabilisieren.
11. März, 7.28 Uhr: Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) rief das iranische Volk dazu auf, sich gegen die eigene Regierung aufzulehnen.
Israel und die USA führten "einen historischen Krieg für die Freiheit", der den Iranern eine große Chance biete, hieß es in einem offenen Brief. "Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ajatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen." Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, "und die Hilfe ist angekommen".
11. März, 7.27 Uhr: Irans Polizeichef - Betrachten Demonstranten als Feinde
Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt.
"Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Straßen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln", sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. "Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug."
11. März, 7.24 Uhr: Iran greift Israel und Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an
Die iranischen Streitkräfte haben Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen.
In Israel wurden die Raketen entweder abgefangen oder trafen unbewohnte Gebiete, wie die Zeitung "The Times of Israel" berichtete. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges.
Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier Drohnen abgefangen, eine weitere stürzte demnach in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.
11. März, 7.22 Uhr: Israels Militär greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an
Die israelischen Streitkräfte haben erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.
Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hisbollah.
11. März, 7.21 Uhr: Wadephul setzt Krisenreise zum Iran-Krieg in Riad fort
Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) setzt in Saudi-Arabien seinen Krisenbesuch in vom Iran-Krieg betroffenen Ländern fort.
Der CDU-Politiker kam am Abend in der Hauptstadt Riad mit dem saudischen Außenminister Faisal bin Farhan zusammen. Wadephul wollte auch ausloten, welche Perspektiven die Regierung in dem Golf-Königreich für ein Ende der Angriffe Israels und der USA auf den Iran und für die Zeit danach sieht.