Nahost-Konflikt: Rafah-Übergang wird am Sonntag begrenzt öffnen

Nahost - Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wird israelischen Angaben zufolge diesen Sonntag wieder begrenzt für den Personenverkehr geöffnet.

Die islamistische Hamas soll laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entwaffnet werden.
Die islamistische Hamas soll laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entwaffnet werden.  © Abed Rahim Khatib/dpa

Dies teilten die zuständige israelische Cogat-Behörde sowie die Armee mit.

Die USA hatten auf die Öffnung gedrängt. Sie ist Teil des von Washington vorangetriebenen Gaza-Friedensplans.

Die Ein- und Ausreise aus dem Gazastreifen über den Grenzübergang Rafah wird in Abstimmung mit Ägypten gestattet, hieß es – nach vorheriger Sicherheitsüberprüfung durch Israel und unter Aufsicht der Mission der Europäischen Union (Eubam Rafah). Es laufe ähnlich dem im Januar 2025 eingeführten Mechanismus ab.

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Die Rückkehr in das während des Kriegs gegen die islamistische Hamas großflächig zerstörten Küstengebiets ist den Angaben zufolge nur für Palästinenser möglich, die den Gazastreifen während der Kämpfe verlassen haben. Laut Cogat sind dies insgesamt 42.000 Palästinenser.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

30. Januar, 19 Uhr: Frühere Geisel berichtet von sexueller Belästigung in Gaza

Der Israeli, Alexander Trufanov, hat von schrecklichen Bedingungen während seiner Geiselhaft im Gazastreifen berichtet.

Er sei unter anderem sexuell belästigt und beim Duschen von einer versteckten Kamera gefilmt worden, sagte der 30-Jährige, der auch russischer Staatsbürger ist, dem britischen Sender BBC. Seinen Angaben nach wurde er fast die gesamte Zeit allein festgehalten, darunter mehrere Wochen in einem Käfig und monatelang in einem Tunnel.

30. Januar, 18.58 Uhr: Rafah-Übergang wird am Sonntag begrenzt öffnen

Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wird israelischen Angaben zufolge diesen Sonntag wieder begrenzt für den Personenverkehr geöffnet.

Dies teilten die zuständige israelische Cogat-Behörde sowie die Armee mit. Die USA hatten auf die Öffnung gedrängt. Sie ist Teil des von Washington vorangetriebenen Gaza-Friedensplans.

Die USA haben Israel zur Öffnung des Rafah-Grenzübergangs nach Ägypten gedrängt. In Kürze sollen nun Palästinenser wieder über den wichtigen Übergang in den Gazastreifen ein- und ausreisen können. (Archivbild)
Die USA haben Israel zur Öffnung des Rafah-Grenzübergangs nach Ägypten gedrängt. In Kürze sollen nun Palästinenser wieder über den wichtigen Übergang in den Gazastreifen ein- und ausreisen können. (Archivbild)  © Gehad Hamdy/dpa

30. Januar, 18.40 Uhr: Irans Armeesprecher droht USA mit sofortigem Gegenschlag

Irans Armeesprecher, Amir Akraminia, hat die USA vor einem Angriff gewarnt und mit einem sofortigen Gegenschlag gedroht.

"Bei jedem noch so kleinen Angriff wird der Iran reagieren – mit möglicherweise für die USA unerwünschten Folgen", sagte Akraminia laut der den Islamischen Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim.

29. Januar, 19.23 Uhr: Iran bestellt deutschen Botschafter ins Außenministerium ein

Der deutsche Botschafter im Iran, Axel Dittmann (59), ist laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna ins Außenministerium einbestellt worden.

Generaldirektor, Aliresa Jussefi, kritisierte dabei Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) als "verantwortungslose Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Irans".

Merz hatte Mitte Januar zum brutalen Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte gegen die Massenproteste gesagt: "Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann, dann ist es faktisch am Ende. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen."

29. Januar, 16.16 Uhr: Israel übergibt Leichen von 15 Palästinensern nach Gaza

Israel hat die sterblichen Überreste von 15 Palästinensern in den Gazastreifen übermittelt. Israelische Kreise bestätigten die Übergabe.

Mit dem Schritt, der auf die Rückführung der letzten israelischen Geisel-Leiche folgte, sind die Bedingungen für den Übergang in die nächste Phase des Gaza-Friedensplans erfüllt.

Folgt nun der nächste Verhandlungsschritt?
Folgt nun der nächste Verhandlungsschritt?  © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

29. Januar, 11.16 Uhr: Kallas erwartet EU-Entscheidung zu Irans Revolutionsgarden

Die von Deutschland und zahlreichen anderen EU-Staaten geforderte Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation kann nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas (48) nach einem politischen Kurswechsel Frankreichs umgesetzt werden.

Sie erwarte, dass man sich darauf einige, die iranischen Revolutionsgarden auf die EU-Terrorliste zu setzen, sagte die frühere estnische Regierungschefin zum Auftakt eines EU-Außenministertreffens in Brüssel. Damit würden diese auf eine Stufe mit Organisationen wie Al-Kaida, Hamas und Islamischer Staat (IS) gestellt.

"Es ist klar, was wir sehen: Die Zahl der Todesopfer bei den Protesten im Iran und die Mittel, die das Regime eingesetzt hat, sind wirklich, wirklich gravierend", sagte Kallas. Deshalb sende man die klare Botschaft: "Wenn ihr Menschen unterdrückt, hat das einen Preis."

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) ist optimistisch, dass es eine EU-Entscheidung zu Irans Revolutionsgarden geben wird.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) ist optimistisch, dass es eine EU-Entscheidung zu Irans Revolutionsgarden geben wird.  © Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

28. Januar, 19.13 Uhr: Irans Präsident räumt nach Massenprotesten Fehler ein

Irans Präsident Massud Peseschkian räumt nach den Massenprotesten im Land Fehler ein. "Die Unruhen und Instabilität im Land erfordern einen realistischeren Ansatz", sagte er laut staatlicher Nachrichtenagentur Irna.

Die Regierung solle auch interne Schwächen und Mängel anerkennen und nicht ausschließlich das Ausland für die Unruhen verantwortlich machen.

Peseschkian forderte außerdem einen Dialog mit der Justizbehörde, um einen Prozess für die Freilassung einiger der inhaftierten Demonstrierenden einzuleiten.

Der als moderat geltende Peseschkian vollzieht damit einen Kurswechsel. Irans Führung sprach bislang von einer ausländischen Verschwörung und bezeichnete die Demonstrierenden als Terroristen und von den USA und Israel bezahlte Söldner.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian.  © Vahid Salemi/AP/dpa

28. Januar, 12.48 Uhr: Iran exekutiert erneut mutmaßlichen Mossad-Agenten

Der Iran hat erneut einen mutmaßlichen Spion für den israelischen Geheimdienst hingerichtet.

Nach Angaben des Justizportals Misan wurde das Todesurteil nach Bestätigung durch den Obersten Gerichtshof vollstreckt.

Laut Justiz soll der Mann vom israelischen Auslandsgeheimdienst im Internet angeworben worden sein und Informationen über das Land gesammelt haben. Er soll zudem auch Fotos und Videos übermittelt haben. Diese Gründe wurden zuvor bei anderen Todesstrafen angeführt.

28. Januar, 6.17 Uhr: Netanjahu - Hamas-Entwaffnung wird "auf jeden Fall" passieren

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beabsichtigt die im US-Friedensplan vorgesehene Entwaffnung der islamistischen Hamas umzusetzen.

Wie er mit US-Präsident Donald Trump besprochen habe, könne dies "auf dem einfachen oder auf dem schwierigen Weg" geschehen, sagte er am Abend in Jerusalem. "Aber auf jeden Fall wird es passieren." Darauf liege nun der Fokus des Gaza-Friedensplans, sagte Netanjahu. Die Hamas lehnt eine Entwaffnung bislang ab.

Vor der Entmilitarisierung des Gazastreifens und der Zerstörung von Tunneln der Hamas dort werde es keinen Wiederaufbau des Palästinensergebiets geben, betonte Israels Ministerpräsident. Der Küstenstreifen wurde im Krieg zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas großflächig zerstört.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) beabsichtigt die im US-Friedensplan vorgesehene Entwaffnung der islamistischen Hamas umzusetzen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) beabsichtigt die im US-Friedensplan vorgesehene Entwaffnung der islamistischen Hamas umzusetzen.  © Michael Kappeler/dpa

28. Januar, 4 Uhr: Trump - Weitere Flotte des US-Militärs segelt Richtung Iran

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ist eine weitere US-Kriegsflotte Richtung Iran unterwegs.

"Und übrigens, da ist noch eine andere schöne Armada, die gerade schön in Richtung Iran segelt", sagte der Republikaner in einer Rede im US-Bundesstaat Iowa. Es war nicht sofort klar, ob Trump sich dabei auf den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und die ihn begleitenden Kriegsschiffe bezog, die am Montag bereits im Nahen Osten eingetroffen waren, oder auf andere Kräfte des US-Militärs.

Das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) kündigte unterdessen eine mehrtägige Luftwaffenübung im Nahen Osten an.

Titelfoto: Gehad Hamdy/dpa

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