Nahost-Konflikt: Rakete schlägt in Autos ein - Ein Toter im Norden Israels

Iran - US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen.

Trump will den Iran zur Öffnung der für den Ölmarkt wichtigen Straße von Hormus zwingen.
Trump will den Iran zur Öffnung der für den Ölmarkt wichtigen Straße von Hormus zwingen.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, "beginnend mit dem größten!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Aus Teheran folgte prompt eine Gegenwarnung: Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Irans angegriffen werden, werde das iranische Militär alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher.

Damit droht der vor drei Wochen von den USA und Israel begonnene Krieg zu eskalieren - mit unabsehbaren Folgen für die Region und die gesamte Weltwirtschaft. Schon jetzt hat der Konflikt um die Straße von Hormus enorme Auswirkungen auf die globalen Märkte, die Ölpreise sind stark gestiegen.

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Israel Krieg Ex-"Tagesschau"-Sprecher flüchtet aus Israel - aus Liebe zu seinen Kindern

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

22. März, 9.01 Uhr: Ein Toter bei Raketenangriff auf Israels Norden

Bei einem Raketenangriff auf den Norden Israels ist nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet worden.

Zwei Fahrzeuge seien bei dem Vorfall in Misgav Am an Israels Grenze zum Libanon ausgebrannt, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.

"Wir kamen am Einsatzort an und sahen zwei Fahrzeuge in Flammen stehen", erzählte ein Sanitäter. "Während der Löscharbeiten der Feuerwehrkräfte entdeckten wir einen Mann auf dem Fahrersitz. Wir führten medizinische Untersuchungen durch – er zeigte keine Lebenszeichen, und wir mussten seinen Tod feststellen."

Während Feuerwehrkräfte brennende Fahrzeuge löschen, entdeckt der Rettungsdienst einen Toten.
Während Feuerwehrkräfte brennende Fahrzeuge löschen, entdeckt der Rettungsdienst einen Toten.  © Magen David Adom/Handout/dpa

22. März, 7.15 Uhr: Trump gibt sich trotzig - Haben Iran von der Landkarte gefegt

US-Präsident Donald Trump hält sich im Iran-Krieg für einen erfolgreichen Feldherrn.

In Reaktion auf eine Analyse des "New York Times"-Autoren David Sanger, wonach Trump viele seiner Kriegsziele bislang nicht erreicht habe, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social trotzig zurück: "Doch, das habe ich, und Wochen früher als geplant!"

Die USA hätten den Iran "von der Landkarte gefegt." Das Land habe keine Führung mehr, die Marine und Luftwaffe seien vernichtet. Auch habe es "absolut keine Verteidigung mehr".

Der Iran wolle einen Deal abschließen, bekräftigte Trump. "Ich will das nicht! Wir sind Wochen vor dem Zeitplan", schrieb der US-Präsident weiter. Er hatte zuvor mitgeteilt, er erwäge, die Angriffe im Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, ihre Ziele in dem seit drei Wochen andauernden Krieg zu erreichen.

US-Präsident Donald Trump betont, die USA hätten den Iran "von der Landkarte gefegt".
US-Präsident Donald Trump betont, die USA hätten den Iran "von der Landkarte gefegt".  © Alex Brandon/AP/dpa

22. März, 7.12 Uhr: Mehr als 1500 Tote seit Kriegsbeginn laut Iran

Im Iran sind seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar nach offiziellen Angaben mehr als 1500 Menschen getötet worden.

Unter den Opfern seien mehr als 200 Menschen im Alter von unter 18 Jahren, teilte der iranische Staatssender Irib unter Berufung auf das Gesundheitsministerium auf der Plattform X mit.

21.000 weitere Menschen seien verletzt. Mehr als 220 medizinische Zentren hätten evakuiert werden müssen. 21 medizinische Mitarbeiter seien tot, berichtete der iranische Sender weiter.

22. März, 7.09 Uhr: Verwüstungen durch iranische Rakete in südisraelischer Stadt

Ein iranischer Raketenangriff hat in der israelischen Wüstenstadt Arad schwere Zerstörungen angerichtet.

Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mehr als 60 Menschen verletzt, als eine Rakete zwischen mehreren Gebäuden einschlug. Sieben Menschen erlitten demnach schwere Verletzungen, darunter auch ein vierjähriges Mädchen. Videoaufnahmen von vor Ort zeigten vier massiv beschädigte, mehrstöckige Wohnhäuser.

"Es handelt sich um einen schlimmen Einsatzort", sagte ein Sanitäter. "Wir sahen große Zerstörungen an mehreren Gebäuden, dichter schwarzer Rauch stieg an mehreren Stellen auf und es herrschte großes Chaos vor Ort."

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem "sehr schweren Abend in unserem Kampf um unsere Zukunft". Man übermittle im Namen aller Bürger Israels Gebete für eine Genesung der Verletzten.

Nach dem Einschlag einer iranischen Rakete in einer Wüstenstadt meldet der Rettungsdienst vor Ort massive Zerstörungen.
Nach dem Einschlag einer iranischen Rakete in einer Wüstenstadt meldet der Rettungsdienst vor Ort massive Zerstörungen.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

21. März, 22.09 Uhr: Viele Verletzte bei weiterem Einschlag in Israel

In Israel sind bei weiteren iranischen Angriffen am Abend in der Wüstenstadt Arad rund 30 Menschen verletzt worden.

Die Verletzungen seien verschieden schwer, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete von schweren Zerstörungen. Es gebe zudem Vermisste.

Die Such- und Rettungskräfte des israelischen Heimatfrontkommandos seien auf dem Weg zu den Einschlagstellen im Süden Israels, hieß es von der israelischen Armee.

21. März, 21.54 Uhr: Iranische Militärattaché soll Saudi-Arabien verlassen

Saudi-Arabien hat am Samstag einen iranischen Diplomaten und drei Mitglieder seines Teams angewiesen, das Land zu verlassen.

In einer Erklärung, in der die "wiederholten iranischen Angriffe" verurteilt wurden, sate Riad, man habe "beschlossen, den Militärattaché der Botschaft der Islamischen Republik Iran sowie drei Mitglieder der militärischen Mission der Botschaft zur Persona 'non grata' zu erklären".

Sie erhielten 48 Stunden Zeit, das Land zu verlassen, teilte das Außenministerium in einer in den sozialen Medien veröffentlichten Nachricht mit.

Saudi-Arabien betonte, dass die iranische Militärattaché das Land verlassen soll.
Saudi-Arabien betonte, dass die iranische Militärattaché das Land verlassen soll.  © AFP

21. März, 20.19 Uhr: G7 fordert "sofortigen und bedingungslosen" Stopp der Angriffe

Die Spitzengesandten der G7-Staaten und der Europäischen Union forderten ein "sofortiges und bedingungsloses" Ende der iranischen Angriffe auf Verbündete im Nahen Osten.

"Wir fordern die sofortige und bedingungslose Einstellung aller Angriffe des iranischen Regimes", erklärten die Außenminister Kanadas, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Japans, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten sowie der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik in einer gemeinsamen Erklärung.

21. März, 20.09 Uhr: Berlin in Reichweite iranischer Raketen

Der iranische Raketenangriff auf die Insel Diego Garcia zeigt nach Worten des israelischen Generalstabschefs, dass auch europäische Hauptstädte wie Berlin im Bedrohungsradius liegen.

Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert.

Der Stützpunkt liegt etwa 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste.

21. März, 19.39 Uhr: Mehrere Verletzte nach Raketeneinschlag in Israel

Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel am frühen Abend sind mindestens 40 Menschen verletzt worden.

Unter den Verletzten bei dem Vorfall in der Stadt Dimona im Süden Israels seien ein zehnjähriger Junge und eine Frau, die durch Splitter einer eingeschlagenen Rakete mittelschwer verletzt worden seien, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.

Die "Jerusalem Post" berichtete, ein Gebäude in Dimona sei infolge des Einschlags eines Geschosses eingestürzt.

Im Bereich der israelischen Wüstenstadt Dimona befindet sich ein israelischer Atomreaktor, der als extrem gut geschützt gilt. Am Vormittag hatte der Iran seinerseits einen Angriff auf die iranische Atomanlage Natans gemeldet.

Nur wenige Kilometer neben dem Raketeneinschlag in Israel befindet sich ein Atomreaktor.
Nur wenige Kilometer neben dem Raketeneinschlag in Israel befindet sich ein Atomreaktor.  © Epa/epa/dpa

21. März, 17.11 Uhr: EU drängt auf reduziertes Gasspeicherziel

Die Europäische Kommission forderte am Samstag die EU-Mitgliedstaaten auf, ihr Ziel für die Befüllung der Erdgasspeicher in den kommenden Monaten zu senken, um den durch den Krieg im Nahen Osten verursachten Preisdruck zu mindern.

EU-Energiekommissar Dan Jørgensen (50) schickte einen Brief mit der Bitte, "das Füllziel so früh wie möglich in der Füllsaison auf 80 Prozent zu senken, um den Marktteilnehmern Sicherheit und Vertrauen zu geben“, gegenüber dem üblichen Ziel von 90 Prozent.

Titelfoto: Magen David Adom/Handout/dpa

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