Nahost-Konflikt: Saudi-Arabien und Emirate haben Iran angegriffen

Israel/Iran - Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben.

Der Iran hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel wiederholt Ziele in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen und dabei erhebliche Schäden verursacht. (Archivbild)  © Altaf Qadri/AP/dpa

Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte.

Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben. Weder Saudi-Arabien noch die Emirate bestätigten die Angriffe.

Der Iran hatte im Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet. Das US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Stützpunkte.

Israel Krieg Ex-"Tagesschau"-Sprecher prangert Desinteresse am Iran an: "Wirklich tragisch"

Saudi-Arabien und Iran ringen seit langem um die Vorherrschaft in der Region. Die Rivalität wird auch vom konfessionellen Konflikt zwischen dem sunnitischen Islam in Saudi-Arabien und dem schiitischen Islam im Iran geprägt.

Auch die Beziehungen zwischen den Emiraten und dem Iran sind angespannt. Das arabische Land ist ein wichtiger Verbündeter der USA und hatte zuletzt auch seine Beziehungen zu Irans Erzfeind Israel normalisiert.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

Anzeige

15. Mai, 6.32 Uhr: Saudi-Arabien und Emirate haben Iran angegriffen

Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben.

Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte. Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben.

Anzeige
Der Iran hat immer wieder Ziele in Saudi-Arabien und den Emiraten angegriffen. Laut der "New York Times" reagierten die Länder darauf mit Vergeltungsschlägen. Offiziell äußern sie sich dazu nicht. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

15. Mai, 6.30 Uhr: Israel und Hisbollah greifen einander weiter gegenseitig an

Israels Armee geht eigenen Angaben zufolge trotz der noch geltenden Waffenruhe im Krieg mit der Hisbollah weiter gegen die vom Iran unterstützte Miliz im Südlibanon vor.

In den vergangenen 24 Stunden habe das Militär mehr als 20 Mitglieder der Schiitenorganisation im Süden des Nachbarlandes getötet, hieß es in einer Mitteilung am Abend. Zudem habe die Armee Dutzende Ziele der Miliz angegriffen, darunter Waffenlager und Kommandozentralen. 

14. Mai, 20.43 Uhr: Marine plant weitere Beiträge für Hormus-Einsatz

Für einen möglichen deutschen Einsatz in der Straße von Hormus stellt das Verteidigungsministerium die Beteiligung von zusätzlichem Gerät und Personal in Aussicht.

Bislang waren das Minenjagdboot "Fulda" und das Versorgungsschiff "Mosel" dafür vorgesehen. Daneben wird nun signalisiert, dass "auch autonome Minenabwehrsysteme, Minentaucher und spezialisierte Kräfte zum Schutz von Schiffen sowie eine hochrangige Beteiligung deutscher Stabsoffiziere in den Führungsstäben der Mission" zum Einsatz kommen sollen. Das teilte das Verteidigungsministerium mit.

"Eine deutsche Beteiligung würde erst erfolgen, wenn die hierfür notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind", stellte das Ministerium erneut klar. "Diese umfassen neben der Beendigung der Kampfhandlungen eine klare völkerrechtliche Grundlage sowie ein Mandat des Deutschen Bundestages."

Im Falle eines möglichen Hormus-Einsatzes wird das Minenjagdboot "Fulda" entsendet. Außerdem sind weitere Beiträge geplant. (Archivbild)  © Marcus Golejewski/dpa

14. Mai, 20.32 Uhr: Chinas Staatschef laut Trump mit Hilfsangebot im Iran-Krieg

Chinas Staatschef Xi Jinping (72) hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump (79) Hilfe im Iran-Krieg angeboten.

"Er würde es begrüßen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: "Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun"", sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News, von dem zunächst Ausschnitte veröffentlicht wurden. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich.

Der 79-Jährige sagte zudem, Xi habe sich bereiterklärt, keine weitere militärische Ausrüstung an den Iran zu liefern. Eine Bestätigung aus Peking lag zu den angeblichen Äußerungen Xis nicht vor. China gilt als wichtiger Verbündeter Teherans und gehört neben Russland zu den wichtigsten Lieferanten des iranischen Militärs.

US-Präsident Donald Trump (79, r.) berichtet von einem Hilfsangebot durch Chinas Staatschef Xi Jinping (72) im Iran-Krieg.  © Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa

14. Mai, 18.39 Uhr: US-Admiral bezeichnet Berichte über Irans verbliebene Raketen als falsch

Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper (58), hat Berichten über umfassende verbliebene Raketenstellungen des Irans widersprochen.

Er könne keine geheimdienstlichen Informationen preisgeben, aber die öffentlich kursierenden Zahlen seien aus seiner Sicht falsch, sagte Cooper in einer Anhörung im US-Kongress. Mehrere Medien hatten zuvor unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, der Iran verfüge noch über etwa 70 bis 75 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie 70 Prozent seines Raketenarsenals.

Cooper sagte, bei der Beurteilung der iranischen Schlagkraft gehe es um mehr als nur Zahlen zu Raketen. "Es geht um die Kommando- und Kontrollstrukturen, die zerschlagen wurden." Hier sei Teheran empfindlich getroffen worden. "Und es geht um den Mangel an jeglicher Möglichkeit, im Hintergrund Raketen oder Drohnen herzustellen." Erst dann ergebe sich ein vollständiges Bild.

14. Mai, 18.12 Uhr: Internet im Iran soll wieder freigeschaltet werden

Im Iran soll das Internet einem Bericht zufolge nach mehr als 75 Tagen Anfang Juni wieder freigeschaltet werden.

Ein von Vizepräsident Mohammed-Reza Aref (74) geleiteter "Sonderstab" solle in der kommenden Woche die notwendigen Schritte einleiten, damit das Internet in der ersten Juni-Woche wieder für alle Bürger verfügbar werde, berichtete die Tageszeitung "Etemad" auf ihrem Webportal unter Berufung auf Regierungskreise.

Die Regierung hatte den Zugang zum globalen Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither können die fast 90 Millionen Iraner nur auf staatlich genehmigte Webseiten zugreifen. Seitdem sind die iranischen Bürger weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten.

Die iranische Führung will das Internet im Land wieder freischalten lassen. (Symbolfoto)  © -/dpa

14. Mai, 17.26 Uhr: US-Finanzminister meldet brachliegende Ölproduktion des Irans

Die iranische Ölproduktion ist nach Darstellung von US-Finanzminister Scott Bessent (63) zum Stillstand gekommen.

Seit drei Tagen sei kein Öl mehr auf der für den Export wichtigen Insel Kharg verladen worden. "Wir gehen davon aus, dass ihre Lagerkapazitäten erschöpft sind", sagte er im Interview des US-Senders CNBC und führte fort: "Es fahren keine Schiffe aus, es kommen keine Schiffe an, sie können also kein Öl auf See lagern". 

Wenn der Iran sein Öl nicht mehr verkaufen kann, drohen Speicher vollzulaufen. Wenn deswegen Erdölbohrlöcher geschlossen werden müssten, können diese langfristig beschädigt werden. Darauf spielte Bessent bereits in der Vergangenheit an: Die Blockade werde zu einem sogenannten "shut in" der iranischen Ölanlagen führen und die Seeblockade die Einnahmen Teherans ins Visier nehmen.

US-Finanzminister Scott Bessent (63) zufolge liegt die iranische Ölproduktion brach.  © Alex Brandon/AP/dpa

14. Mai, 17.19 Uhr: Rund 30 Schiffe sollen Straße von Hormus durchquert haben

Rund 30 Schiffe haben nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) seit der vergangenen Nacht die Straße von Hormus passiert.

Das erklärte ein Kommandeur der IRGC-Marine laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Er betonte zugleich, dass weiterhin kein Schiff "eines feindlichen Staates" die Meerenge durchqueren dürfe. 

Der iranischen Agentur Tasnim zufolge soll es sich unter anderem um chinesische Schiffe gehandelt haben. Demnach kam die Vereinbarung nach intensiven Bemühungen beider Länder zustande. Dabei spielten die engen bilateralen Beziehungen und die strategische Partnerschaft eine entscheidende Rolle, hieß es in dem Bericht.

Laut iranischer Revolutionsgarden haben rund 30 Schiffe seit letzter Nacht die Straße von Hormus durchquert. (Symbolfoto)  © -/kyodo/dpa

14. Mai, 13.18 Uhr: Drei Israelis durch Hisbollah-Sprengstoffdrohne verletzt

Bei einem Angriff der libanesischen Hisbollah-Miliz mit einer Sprengstoffdrohne haben nach Militärangaben im Norden Israels mehrere Zivilisten Verletzungen erlitten.

In der Küstenstadt Rosch Hanikra direkt an der Grenze zum Libanon seien auf einem Parkplatz drei Menschen verletzt worden, zwei davon schwer, berichtete das israelische Nachrichtenportal "ynet". Sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden. 

Die libanesische Hisbollah-Miliz setzt laut Experten verstärkt Sprengstoffdrohnen ein. (Archivbild)  © Bilal Hussein/AP/dpa

14. Mai, 13.17 Uhr: Siedlergewalt - Friedensaktivist im Gesicht verletzt

Immer neue Berichte über Gewalt radikaler Siedler im besetzten Westjordanland: Der Leiter der israelischen Friedensorganisation Peace Now, Lior Amichai, wurde nach Angaben der Organisation von gewalttätigen Siedlern geschlagen und im Gesicht verletzt.

Der Vorfall habe sich während einer von Peace Now organisierten Exkursion für führende Mitglieder der linksliberalen Partei Die Demokraten ereignet. 

Mehr zum Thema Israel Krieg: