Nahost-Konflikt: Sirenen auf türkischem Stützpunkt zu hören

Iran - Auch nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe der USA und Israels bleibt Irans Führung an der Macht und ist zu Gegenschlägen sowie der Störung der globalen Ölversorgung in der Lage.

Die Straße von Hormus ist bekannt für ihren Schiffsverkehr.
Die Straße von Hormus ist bekannt für ihren Schiffsverkehr.  © Kamran Jebreili/AP/dpa

Bei Raketensalven auf Israel wurden in der Nacht zum Freitag etwa 30 Menschen im arabischen Ort Zarzir laut Medien überwiegend leicht verletzt.

Bei einem Drohnenangriff auf im Irak stationierte französische Truppen wurde ein Soldat getötet. Sechs weitere wurden zudem verletzt, wie das Verteidigungsministerium in Paris mitteilte. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb noch unklar.

Die iranischen Revolutionsgarden halten derweil an ihrer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Der Schiffsverkehr durch die für den weltweiten Ölexport wichtige Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen.

Partnersuche im Schutzbunker: Israelische Singles trotzen Raketenalarm
Israel Krieg Partnersuche im Schutzbunker: Israelische Singles trotzen Raketenalarm

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

13. März, 8.34 Uhr: Dutzende Verletzte nach iranischem Raketenangriff in Israel

Bei einem iranischen Raketenangriff sind in der Nacht 58 Menschen in einem arabischen Ort in Nordisrael verletzt worden.

Eine Frau sei durch Granatsplitter mittelschwer, alle weiteren durch Glassplitter leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst "Magen David Adom" mit.

Alle seien in Krankenhäuser gebracht worden. Darüber hinaus behandelten Sanitäter den Angaben nach vor Ort 15 weitere Menschen wegen Angstzuständen.

13. März, 7.57 Uhr: Zwei Tote bei abgewehrtem Drohnenangriff im Oman

Zwei Menschen starben, nachdem Sicherheitskräfte im Norden Omans eine Drohne abgefangen hatten, berichteten staatliche Medien am Freitag, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Bei beiden Opfern des Vorfalls im Industriegebiet Al Awahi handelte es sich laut der omanischen Nachrichtenagentur um Ausländer.

13. März, 7.11 Uhr: "Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig", sagt Trump

US-Präsident Donald Trump (79) hat seine Drohungen gegen den Iran erneuert.

"Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig - militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet, und ihre Anführer seien von der Erde getilgt worden, schrieb Trump. 

13. März, 6.35 Uhr: Sirenen auf einem türkischen Stützpunkt zu hören

Am frühen Freitagmorgen waren auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik, einer wichtigen NATO-Einrichtung, Sirenen zu hören, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Die Bewohner von Adana, das etwa zehn Kilometer vom Stützpunkt entfernt sind, wurden gegen 3:25 Uhr von Sirenen geweckt.

Zu dem Vorfall, der sich vier Tage nach dem Abschuss einer aus dem Iran abgefeuerten ballistischen Rakete durch die NATO-Luftabwehr im türkischen Luftraum ereignete, gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme.

In der Türkei heulten in den frühen Morgenstunden die Sirenen. (Symbolfoto)
In der Türkei heulten in den frühen Morgenstunden die Sirenen. (Symbolfoto)  © AFP

12. März, 22.26 Uhr: Chamenei ist laut Netanjahu "Marionette der Revolutionsgarden"

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat den neuen obersten Führer des Irans, Modschtaba Chamenei (56), als "Marionette der Revolutionsgarden" bezeichnet. Der Religionsführer könne "sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen", sagte Netanjahu bei einer Pressekonferenz.

Chamenei junior soll bei einem israelischen Angriff im Iran verletzt worden sein. Netanjahu deutete mögliche weitere Tötungsversuche an, indem er sagte, er würde "keine Lebensversicherungen" für die Feinde Israels abschließen.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) droht dem neuen obersten Führer des Irans, Modschtaba Chamenei (56), mit dem Tod.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) droht dem neuen obersten Führer des Irans, Modschtaba Chamenei (56), mit dem Tod.  © Leo Correa/AP/dpa

12. März, 22.19 Uhr: Straße von Hormus bleibt laut Revolutionsgarden geschlossen

Die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei folge.

Alle Tanker und Schiffe, die im Persischen Golf und in der Straße von Hormus unterwegs seien, müssten zu ihrer eigenen Sicherheit die iranischen Vorschriften beachten, hieß es weiter.

Die Garden wollen nach eigenen Angaben auch ihre Angriffe gegen Ziele der USA und Israels in der Region "mit voller Kraft" fortsetzen.

Ein Öltanker brennt nach einem iranischen Treffer in der Schiff-zu-Schiff-Umschlagzone im Hafen von Khor al-Zubair in der Nähe von Basra, Irak.
Ein Öltanker brennt nach einem iranischen Treffer in der Schiff-zu-Schiff-Umschlagzone im Hafen von Khor al-Zubair in der Nähe von Basra, Irak.  © Uncredited/AP/dpa

12. März, 22.13 Uhr: Reiche warnt vor ökonomischen Folgen bei längerer Dauer des Iran-Kriegs

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) hat vor negativen wirtschaftlichen Folgen bei einer längeren Fortdauer des Iran-Kriegs gewarnt.

"Aus ökonomischer Sicht wird viel davon abhängen, wie lange die Straße von Hormus unpassierbar bleibt", sagte Reiche in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem Handelsblatt. Derartige äußere Einflüsse führten zu Unsicherheiten und seien "nie gut für die Wirtschaft".

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) warnt vor einem langen Iran-Krieg.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) warnt vor einem langen Iran-Krieg.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

12. März, 22.05 Uhr: Israelische Armee will Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran angegriffen haben

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran geflogen.

"In den vergangenen 24 Stunden (...) hat die israelische Luftwaffe Straßensperren und Basidsch-Mitglieder ins Visier genommen", teilten die israelischen Streitkräfte am Donnerstag mit.

12. März, 21.02 Uhr: Irans Militär droht USA mit der Zerstörung regionaler Energieanlagen

Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes.

Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde im Fall des geringsten Angriffes die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen und zerstören.

12. März, 20.49 Uhr: Iran verteidigt sich laut Sicherheitschef, bis USA den Krieg bereuen

Der Iran will sich nach den Worten seines Sicherheitschefs Ali Laridschani (67) so lange gegen Angriffe verteidigen, bis die USA ihre "schwere Fehlkalkulation" bereuten, einen Krieg gegen die Islamische Republik begonnen zu haben.

"Einen Krieg zu beginnen, ist zwar leicht, aber er lässt sich nicht mit ein paar Tweets gewinnen", erklärte Laridschani im Onlinedienst X mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Der Iran werde "nicht nachlassen", bis die USA ihr Vorgehen bereuten.

Irans Sicherheitschef Ali Laridschani (67) denkt gar nicht ans Aufgeben.
Irans Sicherheitschef Ali Laridschani (67) denkt gar nicht ans Aufgeben.  © Uncredited/AP/dpa

12. März, 18.26 Uhr: Irans Vizeaußenminister weist Vorwurf der Verminung der Straße von Hormus zurück

Der Iran legt nach den Worten von Vizeaußenminister Madschid Tacht-Rawantschi keine Seeminen in der strategisch und wirtschaftlich bedeutsamen Straße von Hormus.

Auf die Frage, ob von Seiten der Islamischen Republik in der Meerenge Minen gelegt würden, sagte Tacht-Rawantschi der Nachrichtenagentur AFP in Teheran: "Überhaupt nicht. Das stimmt nicht." US-Präsident Donald Trump (79) hatte am Mittwoch gesagt, die Vereinigten Staaten hätten 28 iranische Minenleger-Schiffe angegriffen.

Ein Schiff der Marine der Vereinigten Arabischen Emirate patrouilliert neben Frachtschiffen und Öltankern in der Straße von Hormus.
Ein Schiff der Marine der Vereinigten Arabischen Emirate patrouilliert neben Frachtschiffen und Öltankern in der Straße von Hormus.  © Altaf Qadri/AP/dpa

12. März, 18.17 Uhr: Mehr als 1000 Menschen mit Sonderflügen zurückgeholt

Seit Beginn des Kriegs im Iran sind bereits mehr als 1000 Menschen mit Sonderflügen des Auswärtigen Amtes aus dem Nahen Osten nach Deutschland zurückgekehrt.

Wie es aus dem Auswärtigen Amt hieß, habe man bislang vier Sonderflüge aus Maskat im Oman und einen Sonderflug aus Riad in Saudi-Arabien organisiert. Diese seien für vulnerable Menschen, die sich im Oman, in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und in Katar befanden, gewesen. Sie wurden mit entsprechenden Bustransporten nach Maskat und Riad gebracht.

Titelfoto: AFP

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