Nahost-Konflikt: Trump kündigt neue Angriffe an

Iran - Auch nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe der USA und Israels bleibt Irans Führung an der Macht und ist zu Gegenschlägen sowie der Störung der globalen Ölversorgung in der Lage.

Die Straße von Hormus ist bekannt für ihren Schiffsverkehr.
Die Straße von Hormus ist bekannt für ihren Schiffsverkehr.  © Kamran Jebreili/AP/dpa

Bei Raketensalven auf Israel wurden in der Nacht zum Freitag etwa 30 Menschen im arabischen Ort Zarzir laut Medien überwiegend leicht verletzt.

Bei einem Drohnenangriff auf im Irak stationierte französische Truppen wurde ein Soldat getötet. Sechs weitere wurden zudem verletzt, wie das Verteidigungsministerium in Paris mitteilte. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb noch unklar.

Die iranischen Revolutionsgarden halten derweil an ihrer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Der Schiffsverkehr durch die für den weltweiten Ölexport wichtige Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen.

Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord
Israel Krieg Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord

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13. März, 18.35: Putin hilft dem Iran laut Trump "vielleicht ein bisschen, ja"

US-Präsident Donald Trump (79) hält es für möglich, dass der russische Präsident Wladimir Putin (73) dem Iran im Krieg mit den USA und Israel hilft.

Auf eine entsprechende Frage sagte er Fox News in einem Radiointerview: "Ich glaube, er hilft ihnen vielleicht ein bisschen, ja". Putin wiederum denke wahrscheinlich, dass die USA der Ukraine helfen würden, was sie auch täten, fuhr Trump fort. "Sie tun es. Und wir tun es", sagte er.

Der russische Präsident Wladimir Putin (73) scheint dem Iran im Krieg zu helfen.
Der russische Präsident Wladimir Putin (73) scheint dem Iran im Krieg zu helfen.  © Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

13. März, 18.32 Uhr: Explosionen und Rauchwolken in Tel Aviv nach neuen iranischen Angriffen

Während neuer iranischer Angriffe auf Israel sind am Freitag in Tel Aviv Explosionen zu hören gewesen. Diese waren nach Angaben von AFP-Journalisten bis ins etwa 50 Kilometer Luftlinie entfernt liegende Jerusalem hörbar. Zudem heulten in Tel Aviv Sirenen. An zwei Stellen im Großraum Tel Aviv stiegen schwarze Rauchwolken auf. Unter anderem stand ein Lager am Rand einer Autobahn in Flammen.

Die israelische Armee erklärte, die Flugabwehr sei zum Abfangen der Raketen "aus dem Iran" aktiviert worden. Der Rettungsdienst Magen David Adom gab an, nach Notrufen an drei Orten keine Verletzten gefunden zu haben.

13. März, 18.09 Uhr: Iran widerspricht Trump: Marine intakt

Der Iran hat Darstellungen von US-Präsident Donald Trump (79) über den Zustand der iranischen Marine und Luftstreitkräfte scharf zurückgewiesen. "Die USA behaupten, die iranische Marine sei zerstört (...) Dann sei die Frage erlaubt, warum die Straße von Hormus immer noch geschlossen ist und kein Tanker sie durchqueren kann", sagte Mohammed Akbarsadeh, stellvertretender Kommandeur der Marine der Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur IRNA.

Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, die iranische Marine sei verschwunden, die Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet. "Erneut die Frage: wieso treffen Irans Raketen und Drohnen dann in regelmäßigen Abständen ihre vorgesehenen Ziele", hielt Akbarsadeh entgegen.

Die von der Nasa erstellte Satellitenaufnahme zeigt die Straße von Hormus, die den Golf von Oman (l) mit dem Persischen Golf (r) verbindet.
Die von der Nasa erstellte Satellitenaufnahme zeigt die Straße von Hormus, die den Golf von Oman (l) mit dem Persischen Golf (r) verbindet.  © -/NASA/dpa

13. März, 17.51 Uhr: Drohnenangriffe auf Pakistans Hauptstadt Islamabad

Die Spannungen zwischen Pakistan und Afghanistan haben sich nach gegenseitigen Angriffen verschärft. Am Rand der Hauptstadt Islamabad ist am frühen Abend (Ortszeit) eine Drohne in ein Gebäude eingeschlagen, bestätigten pakistanische Sicherheitskreise der Deutschen Presse-Agentur. Die Attacke habe einer Militäranlage gegolten. Zwei weitere Drohnen seien abgeschossen worden. Ein Anwohner sei verletzt worden.

Eine offizielle Bestätigung der Angriffe blieb zunächst aus. Nach Informationen des afghanischen Fernsehsenders Tolonews hatten afghanische Kämpfer den Angriff ausgeführt. Der Sender berief sich dabei auf Sicherheitskreise.

13. März, 17.16 Uhr: UN-Chef Guterres überraschend zu "Solidaritätsbesuch" im Libanon

UN-Generalsekretär António Guterres (76) ist überraschend zu einem "Solidaritätsbesuch" in den Libanon gereist.

"Ich bin gerade in Beirut gelandet für einen Solidaritätsbesuch bei den Menschen im Libanon", teilte Guterres mit. Die Menschen im Libanon hätten sich "diesen Krieg nicht ausgesucht", sagte der UN-Chef. "Sie sind da reingezogen worden."

UN-Generalsekretär António Guterres (76) ist derzeit im Libanon.
UN-Generalsekretär António Guterres (76) ist derzeit im Libanon.  © Bianca Otero/ZUMA Press Wire/dpa

13. März, 17.04 Uhr: Trump kündigt neue Angriffe an

Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges hat US-Präsident Donald Trump (79) weitere Angriffe für die kommende Woche angekündigt.

"Wir werden sie in der nächsten Woche sehr hart treffen", sagte Trump am Freitag dem Radiosender Fox News. Zugleich sagte er voraus, die iranische Führung werde stürzen, aber "vielleicht nicht sofort".

Damit setzte der US-Präsident seine wechselhaften Äußerungen über die Strategie im Krieg fort. Noch am Montag hatte Trump den Iran-Krieg für "so gut wie" beendet erklärt und dies mit der militärischen Schwächung der Islamischen Republik begründet.

US-Präsident Donald Trump (79) kündigt neue Iran-Angriffe an.
US-Präsident Donald Trump (79) kündigt neue Iran-Angriffe an.  © Scott Serio/CSM via ZUMA Press Wire/dpa

13. März, 17.04 Uhr: Französischer Soldat und sechs US-Soldaten im Nachbarland Irak getötet

Der Irak wird zunehmend zu einem weiteren Schauplatz im Iran-Krieg: Ein französischer Soldat und alle sechs Besatzungsmitglieder eines US-Tankflugzeugs kamen dort ums Leben, wie Armeevertreter beider Länder am Freitag mitteilten.

Der französische Soldat wurde nach Angaben aus Paris bei einem Angriff mit einer iranischen Schahed-Drohne auf einen Militärstützpunkt in der kurdischen Region Erbil im Nordirak getötet. Das US-Tankflugzeug stürzte im Westen des Irak unter ungeklärten Umständen ab.

13. März, 16.35 Uhr: Hochrangiger Militär untersucht laut Hegseth Angriff auf Schule

Die USA haben nach Angaben ihres Kriegsministers Pete Hegseth (45) einen hochrangigen Militär außerhalb des für den Iran zuständigen US-Kommandos (Centcom) mit der Untersuchung des Angriffs auf eine Mädchenschule im Iran beauftragt. Diese werde so lange dauern, wie nötig, betonte Hegseth bei einer Pressekonferenz.

Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen einer eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die New York Times und der Sender CNN jüngst unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.

Kriegsminister Pete Hegseth (45) will den Fall mit der Mädchenschule im Iran aufklären lassen.
Kriegsminister Pete Hegseth (45) will den Fall mit der Mädchenschule im Iran aufklären lassen.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

13. März, 15.47 Uhr: Kanzler Merz kritisiert Trump scharf

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) verschärft den Ton gegenüber US-Präsident Donald Trump (79) und seiner Regierung im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg weiter.

Bei seinem Besuch in der norwegischen Arktis kritisierte er die befristete US-Erlaubnis für den Kauf russischen Öls mit deutlichen Worten. "Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch", sagte der CDU-Chef bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerpräsident Jonas Gahr Støre auf der Insel Andoya.

Er warf Trump vor, die USA damit in der G7-Gruppe führender westlicher Wirtschaftsmächte isoliert zu haben und bemängelte erneut, dass es keine Strategie zur Beendigung des Krieges gebe.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) kann Trumps Politik nicht einfach so hinnehmen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) kann Trumps Politik nicht einfach so hinnehmen.  © Soeren Stache/dpa

13. März, 15.38 Uhr: USA erhöhen Zahl der Angriffe

Ungeachtet der Sorgen um die Blockade der Straße von Hormus sehen sich die USA im Iran-Krieg weiter auf dem Weg zum Erfolg.

Die US-Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) am 13. Tag des Krieges. Inzwischen sei auch die militärische Infrastruktur der Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend zerstört.

Teheran: Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach einem Angriff nach Überlebenden.
Teheran: Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach einem Angriff nach Überlebenden.  © Sajjad Safari/AP/dpa

13. März, 15.20 Uhr: Israel ruft Libanons Bürger zu Hisbollah-Entwaffnung auf

Israelische Flugzeuge haben über Teilen der libanesischen Hauptstadt Beirut Flugblätter abgeworfen, in denen die Bevölkerung aufgefordert wird, sich für eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah einzusetzen.

Reporterinnen der Deutschen Presse-Agentur und Anwohnern zufolge flogen israelische Kampfflugzeuge zuvor in niedriger Höhe über der Stadt. Dabei durchbrachen sie die Schallmauer und lösten zwei laute Explosionen aus. Aus mehreren Stadtvierteln wurde berichtet, dass Flugblätter abgeworfen wurden.

In den an "Liebe libanesische Bürger" gerichteten Schreiben wird dazu aufgerufen, die Hisbollah zu entwaffnen. Sie seien der "Schild des Irans". Die Zukunft des Libanon solle von seinen eigenen Bürgern bestimmt werden und nicht von externen Akteuren.

Sidon: Familienmitglieder sitzen in einem beschädigten Auto, als sie nach einem israelischen Luftangriff auf ein Wohnhaus fliehen.
Sidon: Familienmitglieder sitzen in einem beschädigten Auto, als sie nach einem israelischen Luftangriff auf ein Wohnhaus fliehen.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

13. März, 14.05 Uhr: Irans neuer oberster Führer ist verletzt

Irans neuer oberster Führer, Modschtaba Chamenei (56), ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) verletzt.

Die USA wüssten, dass er "verwundet und wahrscheinlich entstellt" sei, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz. Um was für Verletzungen es sich handele und wie es dazu gekommen sei, führte er dabei nicht aus.

Titelfoto: Scott Serio/CSM via ZUMA Press Wire/dpa

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