Nahost-Konflikt: Trump poltert - Iran "wird das Lachen noch vergehen"

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Israel/Iran - Inmitten des Ringens um eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs ist die Waffenruhe erneut verletzt worden. Der Golfstaat Kuwait wurde von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen. Die Streitkräfte hätten dort "mehrere feindliche Drohnen" im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit.

Die Gefechte in der Straße von Hormus sind vorerst beendet. (Archivfoto)
Die Gefechte in der Straße von Hormus sind vorerst beendet. (Archivfoto)  © -/kyodo/dpa

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten neuen Beschuss. Die Flugabwehr habe zwei iranische Drohnen abgewehrt, so das emiratische Verteidigungsministerium.

Die diplomatischen Bemühungen laufen derweil weiter. Am Samstag trafen sich US-Außenminister Marco Rubio (54) und der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff (69), mit dem katarischen Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani (45), um eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs zu erreichen, wie das Portal Axios unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen mitteilte.

Das Weiße Haus halte Katar für besonders effektiv in Verhandlungen mit Iran, hieß es weiter. Pakistan vermittelt im Iran-Krieg offiziell, Katar agiert eher im Hintergrund.

Nahost-Konflikt: US-Delegation will am Samstag mit Iran Gespräche führen - in Pakistan
Israel Krieg Nahost-Konflikt: US-Delegation will am Samstag mit Iran Gespräche führen - in Pakistan

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10. Mai, 22.23 Uhr: US-Munitionsvorräte laut Senator stark aufgebraucht

Die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs sind nach Worten eines demokratischen US-Senators stark aufgezehrt. Es sei "schockierend ist, wie stark wir diese Bestände aufgebraucht haben", sagte Mark Kelly (62) in der CBS-Sendung "Face The Nation" und fügte an, dass US-Präsident Donald Trump (79) die USA in einen Krieg "ohne strategisches Ziel, ohne Plan, ohne Zeitplan" hineingezogen habe.

Kelly warnte, dass die USA womöglich im Falle eines längeren Angriffs nicht in der Lage wären, ihr Land zu verteidigen. Die Vereinigten Staaten würden sich dann in einer schlechteren Lage befinden, "als wir es sonst wären, wenn dieser Krieg im Iran nicht stattgefunden hätte".

10. Mai, 21.58 Uhr: Iran "wird das Lachen noch vergehen" poltert Trump

Im zähen Ringen um einen Ausweg aus dem Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump (79) Teheran vorgeworfen, die USA an der Nase herumzuführen.

"Der Iran hat mit den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt seit 47 Jahren Spielchen gespielt (Verzögerung, Verzögerung, Verzögerung!)", schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Teheran "lacht unser jetzt wieder großartiges Land aus", fügte er hinzu. "Ihnen wird das Lachen noch vergehen!"

US-Präsident Donald Trump (79) fühlt sich vom Iran an der Nase herumgeführt.
US-Präsident Donald Trump (79) fühlt sich vom Iran an der Nase herumgeführt.  © Alex Brandon/AP/dpa

10. Mai, 21.54 Uhr: Iran-Krieg ist für Netanjahu nicht beendet

Der Iran-Krieg ist nach Ansicht des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) noch nicht beendet.

"Er ist noch nicht vorbei, denn es gibt immer noch Nuklearmaterial, angereichertes Uran, das aus dem Iran entfernt werden muss", sagte er in der CBS-Sendung "60 Minutes" laut vorab veröffentlichter Vorschau. Netanjahu erklärte weiter, dass auch noch Uran-Anreicherungsanlagen demontiert werden müssten und es weiterhin Stellvertreter - damit ist unter anderem die libanesische Hisbollah-Miliz gemeint - gebe, die der Iran unterstütze. Zudem stelle der Iran weiterhin ballistische Raketen her.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) denkt nicht an ein Ende des Iran-Kriegs.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) denkt nicht an ein Ende des Iran-Kriegs.  © Ilia Yefimovich/Pool AFP/AP/dpa

10. Mai, 20.57 Uhr: Teheran droht Paris und London mit "entschiedener Antwort" auf Einsatz in Hormus-Straße

Die iranische Regierung hat Großbritannien und Frankreich mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort" gedroht, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormus aktiv werden.

10. Mai, 17.21 Uhr: "Irgendwann" - Trump macht maximal unkonkrete Aussage, wann USA iranisches Uran erhalten

US-Präsident Donald Trump (79) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Vereinigten Staaten "irgendwann" das angereicherte Uran des Irans sichern würden.

"Nun, wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen", sagte er in einem Interview der Sendung "Full Measure". Das Material stehe "unter Beobachtung" der USA, behauptete Trump weiter. "Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen."

US-Präsident Donald Trump (79) lässt die Welt weiter rätseln, wie er aus dem Iran wieder herauskommen will.
US-Präsident Donald Trump (79) lässt die Welt weiter rätseln, wie er aus dem Iran wieder herauskommen will.  © Jen Golbeck/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

10. Mai, 13.09 Uhr: Kuwait und Emirate melden neuen Beschuss mit Drohnen

Trotz einer geltenden Waffenruhe ist der kleine Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden.

Die Streitkräfte hätten dort heute früh "mehrere feindliche Drohnen" im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Mehr Details wurden nicht genannt. Man sei vollends bereit, die Sicherheit des Landes und der Bevölkerung zu beschützen.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten heute neuen Beschuss. Die Flugabwehr habe zwei iranische Drohnen erfolgreich abgewehrt, teilte das emiratische Verteidigungsministerium mit. Opfer habe es nicht gegeben. Insgesamt habe der Iran die Emirate im Krieg bisher mit rund 550 Raketen, 30 Marschflugkörpern und 2200 Drohnen angegriffen.

Trotz einer geltenden Waffenruhe ist der kleine Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden.
Trotz einer geltenden Waffenruhe ist der kleine Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden.  © Soeren Stache/dpa

10. Mai, 7.18 Uhr: Mindestens neun Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens neun Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei ein Mädchen, teilte das Ministerium mit.

Bei einem israelischen Angriff auf die Stadt Saksakije wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums sieben Menschen getötet, unter ihnen ein Mädchen. 15 Menschen, darunter drei Kinder, seien zudem verletzt worden.

Bei einem Angriff in der Stadt Nabatije wurde nach Ministeriumsangaben zudem ein Mann getötet. Die zwölfjährige Tochter des syrischen Staatsbürgers sei schwer verletzt worden und müsse sich einer Notoperation unterziehen.

In der südlichen Stadt Bedias wurde bei israelischen Angriffen laut dem Gesundheitsministerium ein weiterer Mensch getötet. 13 Menschen wurden demnach verletzt, darunter zwei Frauen und sechs Kinder.

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens neun Menschen getötet worden.
Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens neun Menschen getötet worden.  © --/dpa

10. Mai, 4 Uhr: Iran droht USA im Falle von weiteren Angriffen mit Vergeltung

Während die USA weiterhin auf eine Antwort Teherans auf ihren jüngsten Verhandlungsvorschlag warten, hat der Iran vor Angriffen auf seine Öltanker gewarnt und mit Vergeltung gedroht.

"Jeder Angriff auf iranische Öltanker und Handelsschiffe wird einen harten Gegenschlag gegen eine der amerikanischen Einrichtungen in der Region sowie gegen die feindlichen Schiffe nach sich ziehen", erklärten die Revolutionsgarden am Samstag laut Staatsmedien. Die USA hatten zuvor zwei iranische Schiffe angegriffen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi äußerte Zweifel an der Ernsthaftigkeit der US-Diplomatie.

"Die jüngste Eskalation der Spannungen durch die amerikanischen Streitkräfte und ihre mehrfachen Verstöße gegen die Waffenruhe bestärken den Verdacht hinsichtlich der Motivation und des Ernstes der amerikanischen Seite auf dem Weg der Diplomatie", sagte Araghtschi am Samstag laut der Nachrichtenagentur Isna bei einem Telefonat mit seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan.

9. Mai, 22.05 Uhr: Moskau will Uran aus dem Iran einlagern

Russland ist nach den Worten von Präsident Wladimir Putin (73) bereit, angereichertes Uran aus dem Iran abzutransportieren und einzulagern.

Das sagte Putin bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg. Ursprünglich habe dazu Einigkeit bestanden, doch hätten die USA plötzlich ihre Haltung verschärft. Der Kremlchef sagte, dass Russland bereits einmal im Jahr 2015 angereichertes Uran aus dem Iran abtransportiert habe. Der Iran habe Russland vertraut, "und das nicht ohne Grund".

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) will beim Iran-Krieg mitreden.
Russlands Präsident Wladimir Putin (73) will beim Iran-Krieg mitreden.  © -/Kremlin/dpa

9. Mai, 20.29 Uhr: Israel meldet 85 Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 85 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.

Dazu gehörten Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur. Die Armee begründete den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten im Südlibanon. In der Bekaa-Ebene sei eine unterirdische Anlage zerstört worden, die von der Hisbollah zur Herstellung von Waffen genutzt worden sein soll, hieß es weiter. Zudem griffen israelische Kräfte Kämpfer der Hisbollah-Miliz im Südlibanon an.

Bewohner suchen nach Überlebenden in den Trümmern von Häusern, die durch einen israelischen Luftangriff in dem Dorf Saksakieh im Südlibanon beschädigt wurden.
Bewohner suchen nach Überlebenden in den Trümmern von Häusern, die durch einen israelischen Luftangriff in dem Dorf Saksakieh im Südlibanon beschädigt wurden.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

9. Mai, 18.20 Uhr: Acht Tote bei israelischen Angriffen im Süden des Libanons

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Samstag mindestens acht Menschen getötet worden.

Unter den Opfern sei ein Mädchen, teilte das Ministerium mit. Bei Angriffen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf israelische Soldaten wurden nach Armeeangaben drei Reservisten verletzt. Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit drei Wochen eine Waffenruhe, die von der Hisbollah aber nicht anerkannt wird.

Rettungskräfte suchen nach Überlebenden in den Trümmern von Häusern, die durch einen israelischen Luftangriff in dem Dorf Saksakieh im Südlibanon beschädigt wurden.
Rettungskräfte suchen nach Überlebenden in den Trümmern von Häusern, die durch einen israelischen Luftangriff in dem Dorf Saksakieh im Südlibanon beschädigt wurden.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

9. Mai, 17.07 Uhr: Iranisches Parlament tagt aus Sicherheitsgründen online

Die Plenarsitzung des iranischen Parlaments wird aus Sicherheitsgründen erstmals als Videokonferenz abgehalten.

Ein Parlamentssprecher erklärte laut Nachrichtenportal Tabnak, die für Sonntag angesetzte öffentliche Sitzung finde "aufgrund der aktuellen Lage" online statt.

Titelfoto: Alex Brandon/AP/dpa

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