Nahost-Konflikt: Trump verlängert Waffenruhe mit dem Iran

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Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe mit dem Iran überraschend in letzter Minute einseitig für verlängert erklärt.

US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe verlängert.
US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe verlängert.  © Alex Brandon/AP/dpa

Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen "geeinten Vorschlag" zur Beilegung des Krieges unterbreite, teilte er auf Truth Social mit. Die US-Seeblockade iranischer Häfen werde jedoch fortgesetzt.

Teheran habe keine Verlängerung der Waffenruhe erbeten, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf Quellen. Eine offizielle Position des Iran werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, hieß es. 

Ein Berater des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf wies derweil Trumps Ankündigung auf der Plattform X als bedeutungslos zurück.

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Die "Verliererseite kann die Bedingungen nicht diktieren", schrieb Mahdi Mohammadi. Die Fortsetzung der US-Seeblockade sei mit Bombardierungen gleichzusetzen und müsse militärisch beantwortet werden.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

22. April, 6.34 Uhr: Trump verlängert Waffenruhe mit dem Iran

US-Präsident Donald Trump hat die Waffenruhe mit dem Iran verlängert.

Er werde die Feuerpause so lange verlängern, bis der Iran einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorlege und "die Gespräche in der einen oder anderen Form abgeschlossen werden", erklärte Trump am Dienstag kurz vor Ablauf des zweiwöchigen Waffenruheabkommens auf seiner Onlineplattform Truth Social. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibe allerdings bestehen.

Trump schrieb, dass Pakistan ihn um eine Verlängerung gebeten habe. "Angesichts der Tatsache, dass die Regierung des Iran wenig überraschend ernsthaft zersplittert ist, ist uns von Feldmarschall Asim Munir und Premierminister Shehbaz Sharif aus Pakistan die Bitte herangetragen worden, unseren Angriff auf den Iran so lange zurückzuhalten, bis deren Führer und Vertreter einen einheitlichen Vorschlag ausarbeiten können", erklärte der US-Präsident.

Pakistan vermittelt im Krieg zwischen den USA und dem Iran und hatte die beiden Kriegsparteien zu neuen Gesprächen eingeladen.

US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe mit dem Iran verlängert.
US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe mit dem Iran verlängert.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

22. April, 3 Uhr: Militärs planen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus

Für einen möglichen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus nach einem Ende der Kampfhandlungen treffen sich heute Militärs aus 30 Ländern im britischen Militärhauptquartier Northwood in London.

Das von Großbritannien und Frankreich ausgerichtete zweitägige Planungstreffen folgt auf eine internationale Konferenz in der französischen Hauptstadt in der vergangenen Woche.

London und Paris wollen einen neutralen Marineeinsatz organisieren, der sich klar von den Kriegsparteien abgrenzt, um Handelsschiffe zu begleiten und zu sichern. Auch Deutschland erwägt einen Beitrag zur Minenräumung und Seeaufklärung.

21. April, 22.47 Uhr: Waffenruhe soll verlängert werden

Die Waffenruhe mit dem Iran soll nicht in der Nacht auf Mittwoch enden. US-Präsident Donald Trump hat auf der Plattform Truth Social eine Verlängerung angekündigt - und zugleich seinen Standpunkt deutlich gemacht.

Eine iranische Reaktion steht noch aus.

21. April, 22.31 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen Irans Waffen-Netzwerk

Die USA haben ein Netzwerk zur Beschaffung von Waffen und Komponenten für den Iran mit Sanktionen belegt. Das Finanzministerium setzte nach eigenen Angaben 14 Personen, Firmen und Flugzeuge auf die Sanktionsliste. 

Betroffen sind den Angaben zufolge Akteure im Iran, in der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sollen an der Beschaffung oder dem Transport von Material für Irans Raketen- und Drohnenprogramme beteiligt gewesen sein. Im Fokus stehen unter anderem Bauteile für Drohnen sowie Vorprodukte für Raketentreibstoff. 

21. April, 19.57 Uhr: Trotz Waffenruhe wieder Zwischenfälle im Libanon

Trotz der im Libanon geltenden Waffenruhe zwischen proiranischer Hisbollah-Miliz und Israel hat Israels Armee eigenen Angaben zufolge Personen dort angegriffen.

Diese hätten von Israel kontrolliertes Gebiet betreten und eine unmittelbare Bedrohung für israelische Soldaten dargestellt, teilte das Militär am Abend mit. Damit hätten sie gegen die Waffenruhe-Vereinbarung verstoßen. 

Auch aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, zwei libanesische Männer hätten sich auf verdächtige Weise einer Gegend im Süden des Landes genähert, die Zivilisten derzeit nicht betreten dürften.

Im Libanon sind trotz Waffenruhe wieder Zwischenfälle gemeldet worden.
Im Libanon sind trotz Waffenruhe wieder Zwischenfälle gemeldet worden.  © Hassan Ammar/AP/dpa

21. April, 19.15 Uhr: Abreise von Vance nach Pakistan verzögert sich

Vor einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran in Pakistan verzögert sich US-Medienberichten zufolge die Abreise der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance (41).

Er hätte eigentlich am Morgen (Ortszeit Washington) zu einer möglichen weiteren Verhandlungsrunde mit dem Iran aufbrechen sollen, berichten die "New York Times" und der Sender CNN am Mittag. Stattdessen befinde sich Vance aber noch in Washington, um an weiteren politischen Besprechungen im Weißen Haus teilzunehmen, hieß es unter Berufung auf einen Regierungsbeamten. 

21. April, 18.14 Uhr: Bisher offenbar keine Zusage Irans zu Treffen in Islamabad

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ist weiter ungewiss, ob es zu einer neuen Verhandlungsrunde kommt.

Nach pakistanischen Angaben gibt es bisher keine Zusage Irans zu Friedensgesprächen in Islamabad. Die Waffenruhe zwischen den Kriegsparteien ende am Mittwoch um "4:50 am PST", hieß es in einer Mitteilung des pakistanischen Informationsministers Attaullah Tarar (40) auf X. 

Eine Umrechnung der Pakistan Standard Time (PST) ergibt 1:50 Uhr am Mittwochmorgen deutscher Zeit als Auslaufen der Waffenruhe - sehr viel eher als bisher angenommen. US-Präsident Donald Trump (79) hatte die zweiwöchige Waffenruhe nach Mitternacht deutscher Zeit am 8. April, einem Mittwoch, verkündet. Zuletzt benannte Trump den Mittwochabend Washingtoner Zeit (früher Donnerstagmorgen deutscher Zeit) als das Ende der Feuerpause.

Laut pakistanischem Informationsminister Attaullah Tarar (40) gibt es bislang keine Zusage des Irans zu einem Treffen in Islamabad.
Laut pakistanischem Informationsminister Attaullah Tarar (40) gibt es bislang keine Zusage des Irans zu einem Treffen in Islamabad.  © Anjum Naveed/AP/dpa

21. April, 17.25 Uhr: Pentagon meldet geentertes Schiff

US-Streitkräfte haben vergangene Nacht einen Öltanker geentert, der zuvor von den USA wegen Zusammenarbeit mit dem Iran mit Sanktionen belegt worden war.

Es handele sich um ein "staatenloses sanktioniertes" Schiff, das im indopazifischen Raum gestoppt worden sei, teilte das Pentagon auf der Plattform X mit. Die USA würden weltweit Maßnahmen ergreifen, "um illegale Netzwerke zu zerschlagen und sanktionierte Schiffe abzufangen, die dem Iran materielle Unterstützung leisten – wo auch immer sie operieren". Internationale Gewässer seien kein Zufluchtsort für sanktionierte Schiffe. 

21. April, 15.57 Uhr: Trump sieht USA in starker Verhandlungsposition

Vor möglichen weiteren Gesprächen mit dem Iran in Pakistan sieht US-Präsident Donald Trump (79) sein Land in einer starken Verhandlungsposition.

Der Iran habe keine andere Wahl, als Vertreter für weitere Gespräche mit einer US-Delegation zu schicken, sagte Trump dem Sender CNBC in einem Interview. Er denke, dass man einen "großartigen Deal" erzielen werde. "Ich denke, sie haben keine andere Wahl", sagte er über den Iran. Trump bekräftigte dabei auch, dass die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen erst aufheben werde, wenn es ein "finales Abkommen" gebe. 

Die Waffenruhe sei gut gewesen, weil die USA währenddessen ihre Munitionsvorräte wieder aufgefüllt hätten. Die US-Streitkräfte seien bereit wieder anzugreifen, betonte er. 

US-Präsident Donald Trump (79) ist überzeugt, dass sein Land einen "großartigen Deal" mit dem Iran machen wird.
US-Präsident Donald Trump (79) ist überzeugt, dass sein Land einen "großartigen Deal" mit dem Iran machen wird.  © Alex Brandon/AP/dpa

21. April, 15.47 Uhr: Katar appelliert an Konfliktparteien

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA richtet der Golfstaat Katar einen eindringlichen Appell an die Konfliktparteien.

Der Krieg müsse enden, denn er habe die Region, die Weltwirtschaft und die Energiemärkte in eine "sehr gefährliche Lage" gebracht, sagte der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari am Dienstag.

Über ein mögliches Scheitern der Gespräche wolle er sich nicht äußern, sagte al-Ansari. "Die ganze Welt unterstützt diese Verhandlungen und die Bemühungen Pakistans." Katar habe dabei weiter Hoffnung und plädiere dafür, die aktuell geltende Waffenruhe zumindest zu verlängern, wenn es in den Verhandlungen vorerst keine Einigung gebe.

Titelfoto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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