Nahost-Konflikt: US-Attacke auf iranische Öl-Insel

Iran - Die USA verstärken ihre Präsenz im Nahen Osten. Die Blockade der Straße von Hormus bedroht den weltweiten Ölexport. Der US-Präsident macht Druck - und lässt eine wichtige iranische Insel bombardieren.

Die Straße von Hormus ist weiterhin ein großes Problem im Iran-Krieg.
Die Straße von Hormus ist weiterhin ein großes Problem im Iran-Krieg.  © Kamran Jebreili/AP/dpa

Die USA haben laut Präsident Donald Trump (79) Militäranlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bewegen.

Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er "aus Gründen der Anständigkeit" verzichtet, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, warnte die Führung in Teheran jedoch: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus versuchen zu behindern, werde er diese Entscheidung "sofort überdenken". Von der Insel Kharg exportiert der Iran 90 Prozent seines Rohöls.

Der Iran blockiert die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge, der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen.

Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord
Israel Krieg Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

14. März, 8.28 Uhr: Hamas fordert Stopp der Iran-Angriffe auf Nachbarstaaten

Die islamistische Hamas hat den Iran dazu aufgerufen, die Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen. Die Terrororganisation bekräftigte in einer Mitteilung, Teheran habe das Recht auf israelisch-amerikanische Attacken zu reagieren. Die "Brüder im Iran" sollten jedoch davon absehen, ihre Angriffe auf Nachbarländer fortzusetzen. Seit Beginn des Iran-Kriegs melden die umliegenden Golfstaaten zahlreiche iranische Raketen- und Drohnenangriffe.

14. März, 7.27 Uhr: UN-Hilfskoordinator warnt vor Folgen des Iran-Kriegs

UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher warnt vor den Folgen des Iran-Kriegs für dringend hilfsbedürftige Menschen.

"Die Auswirkungen auf unsere lebensrettende humanitäre Arbeit werden immens sein. Millionen Menschen sind in Gefahr", wurde Fletcher in einer Mitteilung seiner Organisation zitiert. Neben den Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung habe der Krieg auch Folgen für Märkte, Schifffahrts- und Flugrouten sowie Lebensmittelpreise – nicht nur in der Region, sondern weltweit.

UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher.
UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher.  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

14. März, 7.26 Uhr: Marine-Eskorte in Straße von Hormus beginnt laut Trump "bald"

US-Kriegsschiffe sollen nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump in Kürze Tanker durch die Straße von Hormus begleiten.

Die Eskorte der US-Marine werde "bald" beginnen, sagte Trump zu Journalisten. Die iranischen Revolutionsgarden blockieren im Zuge des Krieges mit den USA und Israel die für den weltweiten Öltransport wichtige Meerenge. Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. Das Pentagon schickt laut Medienberichten jetzt weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen in den Nahen Osten.

14. März, 7.24 Uhr: US-Attacke auf iranische Öl-Insel

US-Streitkräfte haben nach Angaben von Präsident Donald Trump die militärischen Anlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört.

Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er vorerst verzichtet, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Zugleich warnte er den Iran: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus versuchen zu behindern, werde er die Entscheidung "sofort überdenken". Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge ist in dem Krieg durch eine iranische Blockade nahezu zum Erliegen gekommen.

Satellitenaufnahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg. (Archivfoto)
Satellitenaufnahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg. (Archivfoto)  © - / EUROPEAN SPACE AGENCY / AFP

13. März, 21.44 Uhr: Offenbar sechs Tote bei israelischem Luftangriff im Südlibanon

Bei einem israelischen Luftangriff sind in der südlibanesischen Stadt Nabatije Berichten zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden.

Unter den Opfern habe sich auch ein junges Mädchen befunden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Ein israelisches Kampfflugzeug habe das Wohnhaus einer Familie angegriffen, hieß es weiter. Das israelische Militär äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.

13. März, 21.42 Uhr: USA senden weitere Soldaten und Schiffe nach Nahost

Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen nach Nahost. Das zuvor in Japan stationierte amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" sei samt Marine-Infanteristen auf dem Weg dorthin, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Beamte.

Die bereits in der Region eingesetzten US-Streitkräfte erhielten dadurch Verstärkung durch Tausende Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge des Typs F-35, schreibt das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten.

Demnach geht die Aufstockung auf eine Anfrage des für die Region zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs (Centcom) zurück, die auf mehr militärische Optionen im Krieg mit dem Iran abzielt. Die Marine-Infanteristen wären laut "Axios" in der Lage, falls gewollt Bodeneinsätze durchzuführen.

Die USA rüsten rund um den Iran offenbar weiter auf. (Archivbild)
Die USA rüsten rund um den Iran offenbar weiter auf. (Archivbild)  © Giannis Angelakis/AP/dpa

13. März, 21.19 Uhr: "Aufgeben ist keine Option", so Hisbollah-Chef

Hisbollah-Chef Naim Kassim (73) hat anlässlich der Eskalation zwischen Israel und der Schiitenmiliz erneut die anhaltende Kampfbereitschaft seiner Organisation bekräftigt.

"Das Wort "Kapitulation" steht nicht in unserem Wörterbuch", sagte er in einer Fernsehansprache. "Wir werden uns in dieser Schlacht um die Existenz verteidigen, egal, wie viele Opfer das erfordert."

Hisbollah-Chef Naim Kassim (73) will nichts von Kapitulation wissen.
Hisbollah-Chef Naim Kassim (73) will nichts von Kapitulation wissen.  © Bilal Hussein/AP/dpa

13. März, 20.30 Uhr: Erneut heftige Explosionen in Teheran

Am 14. Tag des Iran-Kriegs haben sich in der iranischen Hauptstadt Teheran am Freitagabend erneut heftige Explosionen ereignet. Dies berichteten am Freitag Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Israel hatte zuvor eine erneute Angriffswelle auf Teheran bekanntgegeben.

Ein Nachrichtenportal der iranischen Revolutionsgarden erklärte unterdessen, seit Kriegsbeginn hätten die Streitkräfte im Land insgesamt 111 feindliche Drohnen zerstört. In dem Beitrag des Portals Sepah wurde nicht aufgeschlüsselt, um welche Arten von Drohnen es sich dabei handelte.

13. März, 20.07 Uhr: Türkei aus dem Iran-Krieg herauszuhalten ist "Priorität Nummer eins" für Erdogan

Die Türkei soll nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdogan (72) unter keinen Umständen in den Iran-Krieg hineingezogen werden. Er werde sich von "Provokationen" nicht mitreißen lassen, sagte Erdogan am Freitag, nachdem kurz zuvor Abwehrsysteme der Nato nach Angaben aus Ankara die mittlerweile dritte Rakete aus dem Iran über der Türkei abgeschossen hatten.

"Zu verhindern, dass unser Land in diese Feuersbrunst hineingezogen wird, ist unsere Priorität Nummer eins", sagte Erdogan. "Wir handeln mit sehr großer Vorsicht angesichts von Komplotten, Fallen und Provokationen, die darauf abzielen, unser Land in den Krieg hineinzuziehen", sagte der türkische Präsident. Er stellte eine "angemessene und maßvolle" Reaktion in Aussicht.

Präsident Recep Tayyip Erdogan (72) will im Iran-Krieg einen klaren Kopf bewahren.
Präsident Recep Tayyip Erdogan (72) will im Iran-Krieg einen klaren Kopf bewahren.  © Turkish Presidency/dpa

13. März, 19.40: Mann im Iran wegen mutmaßlicher Bereitstellung von Internet festgenommen

Im Iran ist einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Isna zufolge ein Mann festgenommen worden, weil er Menschen Internetzugänge über das Satelliten-Netzwerk Starlink verkauft haben soll.

Der 37-Jährige habe "ein Netzwerk in mehreren iranischen Provinzen" aufgebaut, um "Zugänge zum unbeschränkten Internet über Starlink zu verkaufen", berichtete Isna am Freitag unter Berufung auf die Polizei in der südiranischen Provinz Fars. Der Zeitpunkt der Festnahme wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

Titelfoto: - / EUROPEAN SPACE AGENCY / AFP

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