Nahost-Konflikt: USA verkünden Verlängerung der Waffenruhe im Libanon

Israel/Iran - Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben.

Der Iran hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel wiederholt Ziele in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen und dabei erhebliche Schäden verursacht. (Archivbild)  © Altaf Qadri/AP/dpa

Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte.

Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben. Weder Saudi-Arabien noch die Emirate bestätigten die Angriffe.

Der Iran hatte im Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet. Das US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Stützpunkte.

Israel Krieg Nahost-Konflikt: Iran nennt Hindernis für Gespräche - schließt sie aber nicht aus

Saudi-Arabien und Iran ringen seit langem um die Vorherrschaft in der Region. Die Rivalität wird auch vom konfessionellen Konflikt zwischen dem sunnitischen Islam in Saudi-Arabien und dem schiitischen Islam im Iran geprägt.

Auch die Beziehungen zwischen den Emiraten und dem Iran sind angespannt. Das arabische Land ist ein wichtiger Verbündeter der USA und hatte zuletzt auch seine Beziehungen zu Irans Erzfeind Israel normalisiert.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

Anzeige

15. Mai, 20.21 Uhr: USA verkünden Verlängerung der Waffenruhe im Libanon

Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll um 45 Tage verlängert werden.

Dies teilte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, auf der Plattform X mit. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht. Die Waffenruhe war in den vergangenen Wochen von beiden Seiten mehrfach verletzt worden. 

Pigott kündigte ferner eine weitere Gesprächsrunde zwischen Vertretern beider Seiten unter der Vermittlung des Ministeriums am 2. und 3. Juni an. Zuvor solle am 29. Mai noch im Pentagon ein militärischer Dialog zwischen Delegationen beider Länder stattfinden.

Anzeige
Im Libanon soll die Waffenruhe verlängert werden. (Archivbild)  © Bilal Hussein/AP/dpa

15. Mai, 19.03 Uhr: Erneut Seeleute von festgesetzten Schiffen frei

Inmitten festgefahrener Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten holt Pakistan eigene und iranische Seeleute heim.

Die 20 Iraner und elf Pakistaner seien "an Bord von Schiffen gewesen, die auf hoher See von den Vereinigten Staaten festgesetzt wurden", schrieb der pakistanische Außenminister Ishaq Dar (76) auf X. Sie seien wohlauf und an Bord eines Flugzeugs nach Islamabad. Die iranischen Seeleute würden dann von Pakistan in den Iran überstellt.

Pakistan hat die Seeleute demnach in Vermittlung mit Singapur zurückgeholt. Bereits Anfang Mai hatte Pakistan die Rückführung von iranischen Seeleuten bekanntgegeben.

Laut Pakistans Außenminister Ishaq Dar (76) konnten über 30 Seeleute heimgeholt werden.  © Shamil Zhumatov/Pool Reuters/dpa

15. Mai, 18.53 Uhr: Iran-Krise spaltet Brics-Staaten - Außenminister uneins

Ein Treffen von Außenministern und Sonderbeauftragten des Staatenbündnisses Brics in Neu-Delhi hat ohne gemeinsame Abschlusserklärung geendet.

Zwar hieß es unter anderem in einer Erklärung des Vorsitzlandes Indien, die Teilnehmer hätten ihre tiefe Besorgnis wegen der Entwicklung im Nahen Osten und in der Region Nordafrika geäußert. Doch hieß es zugleich, es habe "abweichende Ansichten unter einigen Mitgliedern hinsichtlich der Situation in Westasien/Nahost-Region" gegeben.

Die Abkürzung Brics steht für die Anfangsbuchstaben der ersten fünf Mitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Auch Saudi-Arabien, der Iran, Ägypten, Äthiopien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Indonesien sind Mitglieder. Eines der Ziele der Gruppe, die sich auch als Gegengewicht zum Westen versteht, ist es, sich in geopolitischen Fragen abzusprechen.

Zwei Tage lang trafen sich die Außenminister der Brics-Staaten – so etwa Sergej Lawrow (76, l.) aus Russland und Subrahmanyam Jaishankar (71) aus Indien.  © Manish Swarup/AP/dpa

15. Mai, 18.30 Uhr: Gespräche zwischen Israel und Libanon

Israelische und libanesische Unterhändler setzen Medienberichten zufolge ihre Gespräche in Washington fort. Das berichteten übereinstimmend der arabischsprachige Sender Al-Jazeera und die israelische Zeitung "Haaretz".

Libanon und Israel hatten sich Mitte April nach Gesprächen auf Diplomatenebene erstmals auf eine Waffenruhe geeinigt. Eine weitere Gesprächsrunde begann am Donnerstag. Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei. Israel liefert sich Gefechte mit der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon, die nicht mit am Tisch sitzt. 

Mit Spannung wurde erwartet, ob die beiden Regierungen sich auf eine Verlängerung der Waffenruhe einigen werden. Die bisherige Vereinbarung läuft an diesem Sonntag (17. Mai) aus.

15. Mai, 14.22 Uhr: Iran - Russland hat Hilfe im Atomstreit angeboten

Russland hat iranischen Angaben zufolge im Atomstreit mit dem Westen Hilfe angeboten.

"Ich habe Präsident (Wladimir) Putin in Russland getroffen, und wir haben auch über Uran gesprochen", sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi. Er dankte der russischen Regierung für ihren "Vorschlag".

Araghtschi bestätigte damit am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe Worte von Putin. Der Kremlchef hatte nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg erklärt, Russland sei bereit, hochangereichertes Uran aus dem Iran zur Lagerung zu übernehmen.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (63). (Archivbild)  © Dmitri Lovetsky/Pool AP/dpa

15. Mai, 12.48 Uhr: Straße von Hormus aus Irans Sicht nur für Feinde gesperrt

Die Straße von Hormus ist aus Sicht der iranischen Regierung nur für ihre Feinde gesperrt.

"Die Straße von Hormus ist aus unserer Sicht nicht geschlossen, insbesondere nicht für befreundete Länder. Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen", sagte Außenminister Abbas Araghtschi am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe in Neu-Delhi.

15. Mai, 12.47 Uhr: Berichte über neue Siedlergewalt - Moschee in Brand gesetzt

Israelische Siedler haben palästinensischen Medienberichten zufolge in den frühen Morgenstunden mehrere Dörfer im Westjordanland angegriffen.

In einem Ort in der Nähe von Ramallah sei eine Moschee in Brand gesetzt worden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. 

15. Mai, 6.32 Uhr: Saudi-Arabien und Emirate haben Iran angegriffen

Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben.

Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte. Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben.

Der Iran hat immer wieder Ziele in Saudi-Arabien und den Emiraten angegriffen. Laut der "New York Times" reagierten die Länder darauf mit Vergeltungsschlägen. Offiziell äußern sie sich dazu nicht. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

15. Mai, 6.30 Uhr: Israel und Hisbollah greifen einander weiter gegenseitig an

Israels Armee geht eigenen Angaben zufolge trotz der noch geltenden Waffenruhe im Krieg mit der Hisbollah weiter gegen die vom Iran unterstützte Miliz im Südlibanon vor.

In den vergangenen 24 Stunden habe das Militär mehr als 20 Mitglieder der Schiitenorganisation im Süden des Nachbarlandes getötet, hieß es in einer Mitteilung am Abend. Zudem habe die Armee Dutzende Ziele der Miliz angegriffen, darunter Waffenlager und Kommandozentralen. 

14. Mai, 20.43 Uhr: Marine plant weitere Beiträge für Hormus-Einsatz

Für einen möglichen deutschen Einsatz in der Straße von Hormus stellt das Verteidigungsministerium die Beteiligung von zusätzlichem Gerät und Personal in Aussicht.

Bislang waren das Minenjagdboot "Fulda" und das Versorgungsschiff "Mosel" dafür vorgesehen. Daneben wird nun signalisiert, dass "auch autonome Minenabwehrsysteme, Minentaucher und spezialisierte Kräfte zum Schutz von Schiffen sowie eine hochrangige Beteiligung deutscher Stabsoffiziere in den Führungsstäben der Mission" zum Einsatz kommen sollen. Das teilte das Verteidigungsministerium mit.

"Eine deutsche Beteiligung würde erst erfolgen, wenn die hierfür notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind", stellte das Ministerium erneut klar. "Diese umfassen neben der Beendigung der Kampfhandlungen eine klare völkerrechtliche Grundlage sowie ein Mandat des Deutschen Bundestages."

Im Falle eines möglichen Hormus-Einsatzes wird das Minenjagdboot "Fulda" entsendet. Außerdem sind weitere Beiträge geplant. (Archivbild)  © Marcus Golejewski/dpa

14. Mai, 20.32 Uhr: Chinas Staatschef laut Trump mit Hilfsangebot im Iran-Krieg

Chinas Staatschef Xi Jinping (72) hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump (79) Hilfe im Iran-Krieg angeboten.

"Er würde es begrüßen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: "Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun"", sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News, von dem zunächst Ausschnitte veröffentlicht wurden. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich.

Der 79-Jährige sagte zudem, Xi habe sich bereiterklärt, keine weitere militärische Ausrüstung an den Iran zu liefern. Eine Bestätigung aus Peking lag zu den angeblichen Äußerungen Xis nicht vor. China gilt als wichtiger Verbündeter Teherans und gehört neben Russland zu den wichtigsten Lieferanten des iranischen Militärs.

US-Präsident Donald Trump (79, r.) berichtet von einem Hilfsangebot durch Chinas Staatschef Xi Jinping (72) im Iran-Krieg.  © Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa

14. Mai, 18.39 Uhr: US-Admiral bezeichnet Berichte über Irans verbliebene Raketen als falsch

Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper (58), hat Berichten über umfassende verbliebene Raketenstellungen des Irans widersprochen.

Er könne keine geheimdienstlichen Informationen preisgeben, aber die öffentlich kursierenden Zahlen seien aus seiner Sicht falsch, sagte Cooper in einer Anhörung im US-Kongress. Mehrere Medien hatten zuvor unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, der Iran verfüge noch über etwa 70 bis 75 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie 70 Prozent seines Raketenarsenals.

Cooper sagte, bei der Beurteilung der iranischen Schlagkraft gehe es um mehr als nur Zahlen zu Raketen. "Es geht um die Kommando- und Kontrollstrukturen, die zerschlagen wurden." Hier sei Teheran empfindlich getroffen worden. "Und es geht um den Mangel an jeglicher Möglichkeit, im Hintergrund Raketen oder Drohnen herzustellen." Erst dann ergebe sich ein vollständiges Bild.

Mehr zum Thema Israel Krieg: