Nahost-Konflikt: Wann Trumps "Friedensrat" erstmals tagen soll

Nahost - Der sogenannte Friedensrat von US-Präsident Donald Trump (79) zur Beilegung globaler Konflikte soll US-Medienberichten zufolge erstmals am 19. Februar in Washington zusammenkommen.

Der Friedensrat wurde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell gegründet.
Der Friedensrat wurde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell gegründet.  © Evan Vucci/AP/dpa

Das Weiße Haus wolle das Treffen von Spitzenpolitikern der beteiligten Staaten nutzen, um die Umsetzung der zweiten Phase des Friedensprozesses im Gazastreifen voranzubringen, meldete das US-Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf einen US-Beamten und Diplomaten.

Ziel sei auch, Geld für den Wiederaufbau des vom Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens einzuwerben.

Auch die "New York Times" meldete den geplanten Termin und verwies auf ein entsprechendes Einladungsschreiben.

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Der von Trump im Januar in Davos gegründete "Friedensrat" wird von vielen europäischen Staaten, darunter Deutschland, als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen gesehen und deswegen abgelehnt. Anders als ursprünglich erwartet handelt es sich nicht um ein Gremium, dass ausschließlich der Überwachung des Gaza-Friedensprozesses gewidmet ist.

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8. Februar, 7.02 Uhr: Trumps "Friedensrat" tagt am 19. Februar zu Gaza

Der sogenannte Friedensrat von US-Präsident Donald Trump zur Beilegung globaler Konflikte soll US-Medienberichten zufolge erstmals am 19. Februar in Washington zusammenkommen.

Das Weiße Haus wolle das Treffen von Spitzenpolitikern der beteiligten Staaten nutzen, um die Umsetzung der zweiten Phase des Friedensprozesses im Gazastreifen voranzubringen, meldete das US-Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf einen US-Beamten und Diplomaten.

Beim ersten Treffen des Friedensrats soll es darum gehen, Geld für den Wiederaufbau des vom Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens einzuwerben.
Beim ersten Treffen des Friedensrats soll es darum gehen, Geld für den Wiederaufbau des vom Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens einzuwerben.  © Leo Correa/AP/dpa

7. Februar, 20.41 Uhr: Netanjahu pocht auf harte Linie bei Iran-Gesprächen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will voraussichtlich am Mittwoch in Washington mit US-Präsident Donald Trump über die laufenden Gespräche mit dem Iran beraten. Das teilte Netanjahus Büro auf der Plattform X mit.

Netanjahu erklärte, dass jegliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowohl eine Begrenzung ballistischer Raketen als auch eine Beendigung der Unterstützung der iranischen Verbündeten in der Region beinhalten müsse.

Israel sieht in dem iranischen Atom- und Raketenprogramm seine größte existenzielle Bedrohung.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) reist am kommenden Mittwoch nach Washington, um mit US-Präsident Donald Trump (79) über die Verhandlungen mit dem Iran zu sprechen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) reist am kommenden Mittwoch nach Washington, um mit US-Präsident Donald Trump (79) über die Verhandlungen mit dem Iran zu sprechen.  © Alex Brandon/AP/dpa

6. Februar, 19.49 Uhr: Hochrangiger Hisbollah-Funktionär tritt zurück

Wafik Safa, ein hochrangiger Funktionär der libanesischen Hisbollah, ist informierten Kreisen zufolge zurückgetreten. "Interne Streitigkeiten" seien der Grund für seinen Rücktritt gewesen, hieß es aus Hisbollah-nahen Quellen.

Safa galt als prominente und einflussreiche Figur der proiranischen Schiitenorganisation. Er entging während des Kriegs mit Israel im Herbst 2024 einem Attentatsversuch des israelischen Militärs.

Den Quellen zufolge könnten auf seinen Rücktritt umfassende Umstrukturierungen innerhalb der Hisbollah folgen. Seit dem Krieg mit Israel gilt die Organisation als stark geschwächt.

6. Februar, 14.44 Uhr: UN wirft Israel bei Siedlungsbau Kriegsverbrechen vor

Das UN-Menschenrechtsbüro in Genf hat die jüngsten israelischen Siedlungsaktivitäten in den besetzten palästinensischen Gebieten einschließlich Ost-Jerusalem scharf kritisiert. Es wirft Israel Kriegsverbrechen vor.

Am 12. Januar hätten israelische Sicherheitskräfte in Ost-Jerusalem mehr als 70 Gebäude zerstört, 25 Palästinenser festgenommen, Dutzende Häuser und Läden durchsucht und Besitztümer konfisziert.

Geplant seien dort offenbar israelische Siedlungen. Seit dem 23. Januar hätten sie im muslimischen Viertel der Altstadt, auch in Ost-Jerusalem, demnach Räumungsbefehle für 22 Häuser erlassen, nach ähnlichen Aktionen in den vergangenen Monaten, die Hunderte Palästinenser betreffen.

"Die unrechtmäßige Deportation oder Umsiedlung einer unter Besatzung lebenden Bevölkerung ist ein Kriegsverbrechen und kann unter bestimmten Umständen ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen", sagte ein Sprecher des Büros, Thameen Al-Kheetan.

Blick auf Har Homa, eine israelische Siedlung im Osten Jerusalems, die Israel als einen Teil seiner Hauptstadt betrachtet.
Blick auf Har Homa, eine israelische Siedlung im Osten Jerusalems, die Israel als einen Teil seiner Hauptstadt betrachtet.  © Mahmoud Illean/AP/dpa

6. Februar, 11.19 Uhr: Verwirrung um Verhandlungsauftakt zwischen USA und Iran

Im Oman herrscht rund um die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA Unklarheit über den Auftakt der Gespräche. Iranische Medien veröffentlichten widersprüchliche Informationen über den Beginn, der bereits vor drei Stunden geplant war.

Berichten zufolge ist Außenminister Abbas Araghtschi (63) bereits am Verhandlungsort eingetroffen. Noch hätten die Gespräche mit der Delegation um den US-Sondergesandten Steve Witkoff aber nicht begonnen, berichtete das Staatsfernsehen.

Zuvor hatte sich Araghtschi bereits mit dem omanischen Außenminister Badr al-Bussaidi (65) getroffen, der die Vermittlungen zwischen beiden Staaten in der Hauptstadt Maskat leitet.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (63, l.) war bereits im Gespräch mit Badr al-Bussaidi (65).
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (63, l.) war bereits im Gespräch mit Badr al-Bussaidi (65).  © -/Iranisches Außenministerium/dpa

6. Februar, 7.29 Uhr: Iran fordert vor Treffen mit den USA Gespräche auf Augenhöhe

Irans Außenminister hat vor Auftakt der Verhandlungen mit den USA Gespräche auf Augenhöhe gefordert.

"Gleichberechtigung, gegenseitiger Respekt und gegenseitige Interessen sind keine Rhetorik – sie sind unverzichtbar und die tragenden Säulen eines dauerhaften Abkommens", schrieb Abbas Araghtschi (63) auf der Plattform X.

"Wir handeln in gutem Glauben und bestehen zugleich entschlossen auf unseren Rechten."

6. Februar, 6.12 Uhr: Irans Außenminister für Gespräche mit den USA im Oman eingetroffen

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) ist für die Gespräche mit den USA im Golfstaat Oman eingetroffen. Er landete in der Nacht zu Freitag in der Hauptstadt Maskat, wie sein Ministerium mitteilte.

Begleitet wird er unter anderem von seinen Vizeministern Madschid Tacht-Rawantschi und Kasem Gharibabadi, wie der staatliche iranische Rundfunk berichtete. Demnach will das Team bei den Verhandlungen an diesem Freitag mit den USA ausschließlich über Irans Atomprogramm sprechen.

Für die US-Seite sind auch Irans Programm zur Herstellung ballistischer Raketen und Teherans Unterstützung regionaler Milizen wichtige Themen. Für die USA wird der Sondergesandte Steve Witkoff ()68 in Maskat erwartet.

Begleitet wird er von Präsident Donald Trumps Schwiegersohn, Jared Kushner (45). Die Verhandlungen sollen um 10 Uhr (Ortszeit; 7 Uhr MEZ) beginnen.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) ist nach Oman gereist.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) ist nach Oman gereist.  © Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

5. Februar, 18.06 Uhr: Israels Sicherheitskabinett tagt vor erwarteten Iran-Gesprächen

Das Thema Iran stehe dabei im Fokus, bestätigte ein israelischer Repräsentant. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete, die ursprünglich für Sonntag geplante Sitzung sei wegen der anstehenden Gespräche vorverlegt worden.

Nach iranischen Angaben sollen die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Freitag in der omanischen Hauptstadt Maskat beginnen. Teheran will nach eigenen Aussagen ausschließlich über sein Atomprogramm verhandeln.

Die USA möchten dagegen auch das Raketenprogramm, Menschenrechtsverletzungen und die Unterstützung bewaffneter antiisraelischer Gruppen wie Hamas, Hisbollah und die Huthi thematisieren.

Angesichts der tiefen Differenzen zwischen den Beteiligten stellt Israel sich nach verschiedenen Medienberichten auf ein mögliches Scheitern der Verhandlungen ein.

Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) blickt den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran eher skeptisch entgegen. Ein mögliches Scheitern sei im Rahmen des Möglichen. (Archivfoto)
Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) blickt den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran eher skeptisch entgegen. Ein mögliches Scheitern sei im Rahmen des Möglichen. (Archivfoto)  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

5. Februar, 18 Uhr: Iran stationiert neue Rakete "Chorramschahr‑4" unterirdisch

Der Iran hat erstmals die neue ballistische Rakete "Chorramschahr‑4" in einer unterirdischen Anlage der Revolutionsgarden stationiert. Das berichtete die der Eliteeinheit nahestehende Nachrichtenagentur Fars.

Demnach sind die neuen und leistungsstarken Raketen ein wirksamer Bestandteil der Offensivdoktrin des Landes. Ihre Reichweite soll rund 2000 Kilometer betragen, die Nutzlast mehr als eine Tonne Sprengstoff.

Die Rakete könnte unter anderem Israel sowie US-Militärstützpunkte in der Region angreifen. Fars meldete zudem die Einweihung einer neuen unterirdischen "Raketenstadt" in der Raumfahrtzentrale der Revolutionsgarden.

Der Iran und seine Raketen ... Dieses Foto soll die "Märtyrer Hajj Ghassem" im Jahr 2020 zeigen. (Archivfoto)
Der Iran und seine Raketen ... Dieses Foto soll die "Märtyrer Hajj Ghassem" im Jahr 2020 zeigen. (Archivfoto)  © Uncredited/Iranian Defense Ministry/AP/dpa

5. Februar, 15.23 Uhr: Iran teilt gegen Kanzler Merz aus - "Widerwärtiger Charakter"

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (63) warf Merz auf X "politische Naivität" und einen "widerwärtigen Charakter" vor.

Abbas bedauere es, dass der Kanzler Deutschland in aller Welt vertreten dürfe. "Wir hoffen, dass Deutschland wieder eine reifere und ehrenhafte politische Führung bekommt", schrieb der Minister.

Merz reagierte auf die Attacke: "Das ist offensichtlich Ausdruck von großer Nervosität und Unsicherheit", so der 70-Jährige.

Er rief die iranische Führung unter anderem dazu auf, "in Gespräche einzutreten, die Aggression zu beenden, das Atomprogramm zu beenden, so, wie es international vereinbart ist.

Titelfoto: Evan Vucci/AP/dpa

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