Nahost-Konflikt: Weiter Uneinigkeit über Rafah-Öffnung
Nahost - Israel hat nach Medienberichten weiter Vorbehalte gegen die angekündigte Öffnung des Grenzübergangs zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. Das sogenannte Sicherheitskabinett will heute über das Thema beraten.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hatte am Samstagabend mit dem US-Gesandten Steve Witkoff (68) und dem Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump (79), Jared Kushner (45), über die zweite Phase des Gaza-Friedensplans gesprochen.
Der seit fast einem Jahr geschlossene Rafah-Grenzübergang gilt als wichtigstes Tor des Gazastreifens zur Welt. Ali Schaath, Vorsitzender der neuen palästinensischen Regierung von Fachleuten für Gaza, hatte die Öffnung in beide Richtungen am Donnerstag angekündigt.
Israel sträubt sich jedoch nach Medienberichten dagegen, den Übergang zu öffnen, bevor die Leiche der letzten israelischen Geisel im Gazastreifen vereinbarungsgemäß übergeben ist.
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25. Januar, 12.44 Uhr: Bis zu 30.000 Tote an zwei Protesttagen im Iran
Bei den Massenprotesten im Iran könnten nach Informationen des "Time-Magazin" allein an zwei Tagen bis zu 30.000 Menschen getötet worden sein.
Das Magazin beruft sich auf zwei ranghohe Beamte des iranischen Gesundheitsministeriums. Demnach sollen am 8. und 9. Januar so viele Menschen von iranischen Sicherheitskräften getötet worden sein, dass die staatlichen Behörden mit der Bergung und Beseitigung der Leichen überfordert gewesen seien. Laut den Beamten gingen Leichensäcke aus und statt Krankenwagen seien Lastwagensattelauflieger genutzt worden.
25. Januar, 12.40 Uhr: Israel gab USA Beweise über Exekutionen im Iran
Israel hat den USA laut einem Medienbericht Geheimdienstinformationen über Hinrichtungen von Demonstranten im Iran übermittelt.
Dadurch sei die US-Führung an belastende Beweise gegen die Führung in Teheran gelangt, berichtete die Zeitung "Israel Hajom". Die Sorge vor einem neuen Krieg ist jüngst gestiegen, auch weil die USA starke Militärkräfte in der Region zusammenziehen.
Der US-Geheimdienst verfüge über "eindeutige Augenzeugenberichte über Hinrichtungen, die mit verschiedenen Methoden durchgeführt wurden", hieß es in dem Bericht. Israel sei an der Beschaffung dieser Informationen beteiligt gewesen.
25. Januar, 12.39 Uhr: Weiter Uneinigkeit über Rafah-Öffnung
Israel hat nach Medienberichten weiter Vorbehalte gegen die angekündigte Öffnung des Grenzübergangs zwischen dem Gazastreifen und Ägypten.
Das sogenannte Sicherheitskabinett will heute über das Thema beraten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Samstagabend mit dem US-Gesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, über die zweite Phase des Gaza-Friedensplans gesprochen.
24. Januar, 15.26 Uhr: Erneut tödlicher Zwischenfall im Gazastreifen
Israels Militär hat nach eigenen Angaben erneut mehrere Palästinenser im Gazastreifen getötet.
Wie die Armee mitteilte, identifizierten Streitkräfte im nördlichen Gazastreifen mehrere "Terroristen", die die sogenannte gelbe Linie überschritten und eine Sprengladung angebracht hätten. Sie hätten eine "unmittelbare Bedrohung" dargestellt und seien nach ihrer Identifizierung von der Luftwaffe "eliminiert" worden.
24. Januar, 11.39 Uhr: Aktivisten legen neue Opferzahlen zu Irans Protestwelle vor
Bei den Massenprotesten im Iran könnten deutlich mehr Menschen getötet worden sein als bislang bekannt.
Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA meldete nach eigenen Angaben 5137 bestätigte Todesopfer. Zusätzlich prüft HRANA 12.904 weitere Fälle. Außerdem sollen mindestens 7402 Menschen schwer verletzt worden sein.
24. Januar, 7.04 Uhr: USA kündigen Öl-Sanktionen an
Die USA wollen mit neuen Sanktionen die iranische Führung nach dem brutalen Vorgehen gegen Protestierende unter Druck setzen.
Im Fokus stehen neun Schiffe und deren Eigentümer und mehrere Managementfirmen, die iranisches Öl und Erdölprodukte im Wert von Hunderten Millionen US-Dollar transportierten, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die USA gehen davon aus, dass damit Terror finanziert werde. Sie wollen mit den Sanktionen Ölverkäufe verhindern und die Führung Irans finanziell schwächen.
24. Januar, 7.02 Uhr: Hoffnung auf Internet im Iran - Kriegssorge wächst
Nach einer zweiwöchigen Internetsperre wächst bei vielen Iranerinnen und Iranern die vorsichtige Hoffnung auf eine Rückkehr zur globalen Vernetzung.
Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zufolge erreichte der landesweite Datenverkehr beim Aufrufen von Webseiten inzwischen wieder rund 30 Prozent des üblichen Niveaus vor der Blockade.
23. Januar, 15.24 Uhr: Syrische Regierung übernimmt Gefängnis mit IS-Kämpfern
Die syrische Übergangsregierung hat ein weiteres Gefängnis mit mutmaßlichen Terroristen des Islamischen Staats (IS) von der kurdisch-dominierten Miliz SDF (Syrian Democratic Forces) übernommen.
Das al-Aktan-Gefängnis nahe der einstigen IS-Hochburg al-Rakka im Nordosten Syriens gilt mit etwa 1.500 Gefangenen als eine der größten Haftanstalten für ehemalige IS-Kämpfer verschiedener Nationalitäten.
Hunderte SDF-Kämpfer, die das Gefängnis bislang bewachten, wurden nach übereinstimmenden Angaben beider Seiten in die von den SDF kontrollierte Stadt Kobane an der türkischen Grenze gebracht.
23. Januar, 14.08 Uhr: Aktivisten verifizieren 5000 Tote bei Irans Massenprotesten
Bei den Massenprotesten im Iran sind Aktivisten zufolge mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen.
Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA verifizierte nach eigenen Angaben bislang 5002 Tote, darunter 4714 Demonstranten, 207 Staatskräfte, 42 Minderjährige und 39 Unbeteiligte. Weitere 9787 Todesfälle würden untersucht.
Zudem seien rund 26.800 Menschen festgenommen worden, hieß es in dem Bericht bei HRANA. Auch staatliche Medien berichteten in den vergangenen Tagen über zahlreiche Festnahmen in mehreren Landesteilen. Die Justiz hatte angekündigt, ohne Nachsicht gegen "Unruhestifter" vorzugehen.
Die Proteste waren Ende Dezember ausgebrochen. Ausgelöst durch die schwere Wirtschaftskrise im Land gingen zunächst Händler auf die Straßen. Vor gut zwei Wochen kam es in den Metropolen am 8. und 9. Januar dann zu Massenprotesten, die brutal niedergeschlagen wurden.
23. Januar, 11.58 Uhr: Iran - Verschwörung feindlicher Geheimdienste verhindert
Der iranische Sicherheitsapparat hat eigenen Angaben zufolge ausländische Geheimdienstnetzwerke zerschlagen. In diesem Zusammenhang seien 735 Menschen festgenommen oder vorgeladen worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung des Geheimdiensts der Revolutionsgarden.
In seiner Erklärung warf der Geheimdienst den Erzfeinden USA und Israel vor, auf eine Zersplitterung der geografischen Einheit des Irans abzuzielen. Beide Länder sollen einen Kommandoraum im Land eingerichtet haben, um ihren Plan zu verfolgen. Dieser sei eine Fortsetzung des zwölftägigen Kriegs, den Israel und die USA im Juni 2025 gegen den Iran geführt hatten. Belege für einen solchen Plan liegen nicht vor.
23. Januar, 6.47 Uhr: Riesige Flotte ist auf dem Weg Richtung Iran
US-Präsident Donald Trump schließt ein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran weiterhin nicht aus.
"Wir haben eine riesige Flotte, die in diese Richtung unterwegs ist", sagte der Republikaner vor Journalisten auf dem Rückweg aus Davos nach Washington. "Und vielleicht müssen wir sie nicht einsetzen, wir werden sehen", fügte er hinzu. Viele Schiffe befänden sich nur für den Fall der Fälle auf dem Weg in die Region. "Ich würde es vorziehen, wenn nichts passiert, aber wir beobachten sie sehr genau", sagte Trump über den Iran.
Bereits Ende der vergangenen Woche hatten US-Medien berichtet, dass der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und Begleitschiffe auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in die Region seien. Der von einem Atomreaktor angetriebene Flugzeugträger transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet.
22. Januar, 23 Uhr: Zehntausende demonstrieren gegen hohe Zahl an Morden unter arabischen Israelis
Im Norden Israels haben zehntausende Menschen gegen die zunehmende Gewalt innerhalb der arabisch-israelischen Gemeinschaft demonstriert.
Der Protestmarsch am Donnerstag in Sachnin fand parallel zu einem Generalstreik in mehreren von arabischen Israelis bewohnten Städten und Dörfern statt. Seit Anfang des Jahres wurden bereits mindestens 20 arabische Israelis getötet. Die Verbrechen, oft im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität, erhalten nach Ansicht der Betroffenen nicht genügend Aufmerksamkeit der israelischen Behörden.
Die Demonstranten trugen Schilder mit hebräischen und arabischen Slogans und skandierten "Arabisches Blut ist nicht billig".
Titelfoto: Gehad Hamdy/dpa
