Auch Boris Palmer steht hinter den Forderungen der "Letzten Generation"!

Tübingen - Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (50, parteilos) steht hinter den Forderungen der Klimaschutz-Organisation "Letzte Generation".

Boris Palmer (50, parteilos) steht hinter den Forderungen der "Letzten Generation".
Boris Palmer (50, parteilos) steht hinter den Forderungen der "Letzten Generation".  © Marijan Murat/dpa

Dies teilte der OB in einem offiziellen Facebook-Statement vom 24. Februar mit. Damit folgt der 50-Jährige dem Grünen-Politiker Belit Onay (42). Der Oberbürgermeister von Hannover hatte sich erst vor knapp einer Woche für die Klimaschutz-Organisation ausgesprochen.

Boris Palmer lud am 21. Februar vier Vertreter der "Letzten Generation" in das Tübinger Rathaus ein. Bei einem offenen Gespräch fand ein Austausch zwischen dem 50-Jährigen und den Aktivisten statt. Er versprach eine schriftliche Antwort, die er dann öffentlich machte.

Direkt zu Beginn setzt Palmer seinen Standpunkt: "Ihr Anliegen, den Klimaschutz ernsthaft zu betreiben und die politischen Entscheidungen den physikalischen Notwendigkeiten anzupassen, teile ich." Die Protest-Aktionen der Organisation seien beim Treffen jedoch kein Thema gewesen.

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In seiner Stellungnahme setzt sich der ehemalige Grünen-Politiker außerdem für einen Gesellschaftsrat ein. Dieser soll ein Klimaschutzpaket für ein klimaneutrales Deutschland im Jahr 2030 erarbeiten.

Die aktuellen Pläne der Bundespolitik sehen hierfür 22 anstatt sieben Jahre vor.

Klimaaktivisten blockieren Anfang letzten Jahres auf der B10 in Stuttgart den Verkehr.
Klimaaktivisten blockieren Anfang letzten Jahres auf der B10 in Stuttgart den Verkehr.  © Bernd Weißbrod/dpa

Großer Meilenstein für die "Letzte Generation"

Carla Rochel (21), die Sprecherin der "Letzten Generation", dankte den beiden Oberbürgermeistern zu ihrer Positionierung. "Dass, nach dem Oberbürgermeister Hannovers, sich nun auch der Oberbürgermeister Tübingens öffentlich für einen Klima-Gesellschaftsrat ausspricht, ist ein großer Meilenstein für uns", teilte die 21-Jährige im Anschluss mit.

Laut Rochel seien dies Erfolge, die zeigen, dass der friedliche Weg, den sie gewählt haben, der richtige ist.

"Wir rufen die Bundesregierung dazu auf, dem Beispiel der beiden Oberbürgermeister zu folgen und endlich mit Gesprächen zu beginnen", führt die Aktivistin fort.

Titelfoto: Bildmontage: Bernd Weißbrod/dpa, Marijan Murat/dpa

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