Letzte Generation liefert 2000 Beschwerden bei Staatsanwaltschaft Neuruppin ab

Neuruppin - Die Letzte Generation hat am Donnerstag bei einer Protestaktion 2000 Stellungnahmen bei der Staatsanwaltschaft in Neuruppin vorbeigebracht.

Mirjam Herrmann (26) und Henning Jeschke (24) von der Letzten Generation transportieren die Stellungnahmen in einem Bollerwagen.
Mirjam Herrmann (26) und Henning Jeschke (24) von der Letzten Generation transportieren die Stellungnahmen in einem Bollerwagen.  © Letzte Generation

Laut der Klima-Gruppierung handelte es sich dabei um eine Reaktion auf die mögliche Anklage von fünf Unterstützern der Letzten Generation wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Nach einem Aufruf des Bündnisses "Menschen gegen Öl" hatten in der Folge mehr als 2000 Menschen Beschwerdebriefe verfasst, in denen sie sich "fassungslos", "entsetzt", "empört", "beschämt" und "schockiert" über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft zeigten.

"Wir finden es beschämend, wie Teile der Politik, manche Richter und Richterinnen und ein großer Anteil der Medien die berechtigten und wissenschaftlich fundierten Ziele der Letzten Generation verunglimpfen", heißt es etwa in einem Brief.

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Am heutigen Donnerstag endet die Frist, in der die Anwälte der fünf Beschuldigten zu der möglichen Anklage Stellung nehmen können.

Diesen Termin nutzten zwei der Beschuldigten - Mirjam Herrmann (26) und Henning Jeschke (24) - und lieferten am Morgen einen Großteil der Stellungnahmen in nummerierten Ordnern mit einem Bollerwagen in Neuruppin ab.

Weitere Stellungnahmen sollen die Staatsanwaltschaft per Mail oder Fax erreichen.

Titelfoto: Letzte Generation

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