Neue Generation: Klima-Aktivisten wollen eine Woche lang in Berlin protestieren
Von Sarah Knorr
Berlin - Die Gruppierung Neue Generation hat für die kommende Woche Proteste in Berlin angekündigt. Diese sollen von Montag (20. April) bis Freitag (24. April) an verschiedenen Orten in der Hauptstadt stattfinden, wie die politischen Aktivisten bekannt gaben.
Nach eigenen Angaben setzt sich die Gruppe unter anderem für mehr Mitbestimmung und soziale Gerechtigkeit ein. Zu erwarten seien "kreative, sportliche und künstlerisch gestaltete Proteste", sagte eine Sprecherin.
Details dazu, was genau geplant ist, nannte sie jedoch nicht.
Wie groß die Beteiligung an den Aktionen tatsächlich wird, ist unklar. Die Bewegung Neue Generation hatte sich aus der Klimaschutzgruppe Letzte Generation heraus entwickelt, die sich Anfang 2025 aufgelöst hatte. Die Letzte Generation hatte in den vergangenen Jahren unter anderem mit zahlreichen Straßenblockaden für Aufsehen gesorgt.
Am Dienstag klebte sich eine Aktivistin an eine Vitrine im Bode-Museum. Das Ausstellungsobjekt wurde nach Angaben einer Sprecherin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nicht beschädigt.
Die Neue Generation teilte dazu auf Instagram mit, dass eine Unterstützerin ihrer Bewegung sich als Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) verkleidet und im Münzkabinett mit Sekundenkleber an eine Vitrine geklebt habe, in der Geldstücke ausgestellt würden.
Mit der Protestaktion kritisiere sie, dass Reiche "nicht die nötige kritische Distanz zur Wirtschaft" halte, "um als Ministerin im Sinne der Bevölkerung unabhängig zu entscheiden", schrieb die Gruppierung.
Titelfoto: Bernd Thissen/dpa
