Ärzte sind ratlos: Frau wachte vor fünf Jahren mit Migräne auf - und kann seitdem nicht mehr pullern!
Nottingham (England) - Was für die meisten von uns eine völlig normale und beinahe schon nebensächliche Sache ist, belastet eine Frau aus England seit mehreren Jahren: Kirstie Scothern (29) kann nicht mehr normal urinieren - und das seit 2021! Ärzten gibt ihr Zustand bis heute ein Rätsel auf.
Alles begann vor fünf Jahren: Kirstie Scothern litt im April 2021 unter Migräne, weshalb sie auch viel Wasser getrunken hatte. An jenem Tag stellte sie damals fest, dass sie seit dem Vorabend nicht mehr auf der Toilette gewesen war, obwohl ihre Blase gut gefüllt war.
Ihr Bauch war laut LadBible stark angeschwollen, weshalb Kirsties Ehemann besorgt den Notruf alarmierte. Im Krankenhaus untersuchte man die Engländerin intensiv, es konnte aber kein Zusammenhang zwischen der Migräne und dem Blasenproblem gefunden werden. Ärzte ließen schließlich 2,5 Liter Urin aus ihrer Blase ab.
Kirstie wurde dann mit einem Katheter aus dem Krankenhaus entlassen, der in ihrer Harnröhre platziert worden war und den Urin in einen Beutel ableitete. Als man diesen zwei Wochen später entfernte, war es der Engländerin noch immer nicht möglich, selbstständig zu urinieren. Keiner konnte ihr erklären, was mit ihr nicht stimmte. "Es war schrecklich", erinnert sich die zweifache Mutter. "Als mir zum ersten Mal gesagt wurde, dass meine Blase vielleicht nie wieder normal funktionieren würde und ich mich selbst katheterisieren müsste, war ich am Boden zerstört."
Selbst heute, fünf Jahre und Dutzende Tests, Untersuchungen und Experimente später, tappen die Mediziner im Dunkeln.
Seit fünf Jahren nicht mehr allein uriniert: Engländerin spricht über harten Alltag
Kirsties Alltag ist durch die notwendige Selbstkatheterisierung nicht leicht: "Der ständige Gedanke daran, wo sich die nächste Toilette befindet, beeinflusst mein Leben massiv", so die 29-Jährige. Ihren Job musste sie aufgeben, da es für sie nur noch möglich ist, von zu Hause aus zu arbeiten.
Sich selbst einen Katheter zu legen sei nicht selten nicht nur "unglaublich schmerzhaft", sondern auch "extrem schwierig", gibt Kirstie zu. "Ich saß manchmal bis zu einer halben Stunde lang mit einem Spiegel davor; das war sehr belastend und überaus umständlich." Alle vier Stunden muss sie ihre Blase nun selbst entleeren und einen Beutel bei sich tragen, in dem sich der Urin sammelt.
Mittlerweile vermutet Kirstie, dass sie unter dem "Fowler-Syndrom" leidet, bei dem Frauen aufgrund von Muskel-Problemen plötzlich nicht mehr urinieren können. Bisher wollten die Ärzte dies aber noch nicht diagnostizieren.
Obwohl die 29-Jährige es oft schwer hat, will sie anderen Betroffenen Mut machen: "Auch wenn es sich beängstigend anfühlt und isolierend wirkt - ihr seid nicht allein. Man gewöhnt sich daran und mit der Zeit wird es tatsächlich einfacher."
Titelfoto: Bildmontage/Screenshot/Facebook/Kirstie Scothern

