Arbeitsloser findet Gemälde auf der Straße: Als er den Wert erfährt, überschlagen sich die Ereignisse

Sevilla (Spanien) - Der Spanier Andrés Hurtado (57) hat beinahe filmreife Tage erlebt. Alles begann damit, dass der 57-Jährige bei einem Besuch der andalusischen Hauptstadt Sevilla an einem heißen Samstagnachmittag auf ein Gemälde aufmerksam wurde.

Die Werke des spanischen Malers Joaquin Sorolla finden noch heute großen Anklang. Hier bei einer Ausstellung 2024 in Madrid. Welches Gemälde von ihm gestohlen wurde, ist nicht bekannt. (Archivfoto)  © PIERRE-PHILIPPE MARCOU / AFP

Das hatte zuvor eine Gruppe "ausländischer Jugendlicher" in der Mache gehabt, wie El Mundo berichtete.

Offenbar wusste die Truppe nichts mit dem Bild samt seines goldenen Rahmens anzufangen und ließ es auf der Straße zurück. Neugierig geworden, wollte auch Hurtado einen Blick erhaschen. Gegen 16.30 Uhr beschloss er dann, den Fund mit auf sein Hotelzimmer zu nehmen.

Am Montag, also zwei Tage später, sah der 57-Jährige genauer hin und machte eine verrückte Entdeckung. Bei dem Gemälde handelte es sich offenbar um ein Werk des spanischen Star-Malers Joaquín Sorolla (1863 bis 1923).

Kurioses Familie zuckt zusammen, als sie plötzlich kleine Hand im Pool-Filter entdeckt

Hurtado nahm sich künstliche Intelligenz zur Hilfe, durchforstete das Internet und stieß schließlich auf die Telefonnummer eines Madrider Auktionshauses. Dorthin schickte er Fotos seines Funds und bekam schnell Antwort: Es handelte sich um einen echten Sorolla. Marktwert: stolze 150.000 Euro!

Anzeige

Andrés Hurtado hofft auf etwas Finderlohn

Kurz nach der frohen Botschaft überschlugen sich die Ereignisse. Am Montagabend ploppte eine Nachricht über ein in Sevilla geklautes Gemälde auf Hurtados Handy auf.

"Ich rief sofort die Polizei an und erklärte, dass die Meldung nicht stimmen könne: Das Bild sei nicht gestohlen worden, sondern bei mir, nachdem es auf der Straße gelegen hatte", schilderte der Spanier den Moment.

Am nächsten Tag sei die Polizei dann zu ihm nach Hause gekommen und habe es abgeholt, um es seinen Besitzern zurückgeben zu können. Konsequenzen müsse Hurtado nicht fürchten. Vielleicht winkt ihm sogar noch Finderlohn. Die Eigentümer hätten ihm am Telefon ein "ein kleines Geschenk" versprochen. Eigentlich hatte der Spanier vor, den echten Sorolla zu verkaufen.

Das Geld hätte der 57-Jährige, der seit drei Jahren arbeitslos ist, von Stütze lebt und im Haus seiner Mutter wohnt, gebrauchen können. "Ich habe 33 Jahre lang im selben Supermarkt gearbeitet. Ich habe meinen Arbeitgeber verklagt, weil er mir meinen Lohn nicht vollständig gezahlt hat, und daraufhin wurde ich entlassen", erzählte er El Mundo.

Mehr zum Thema Kurioses: