BVB international: Warum ein kleiner Falter und der Borsigplatz miteinander verbunden sind
Dortmund/ Peru - Bevor jemand einen falschen Gedanken hat - bei dem Falter handelt es sich nicht um das Maskottchen "Emma", sondern um einen echten Falter im Regenwald von Peru, der ab sofort den Namen des gelb-schwarzen Vereins aus dem Ruhrpott trägt. Das hat er ganz allein einem einzigen Fan zu verdanken.
So erklärt der treue BVB-Anhänger Peter Klausmeier (60) aus Dortmund in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa): "Bei einem Schmetterling dieser Farbgebung war mir sofort klar, dass der eigentlich nur einen Namen tragen sollte."
Zuvor habe der Dauerkarteninhaber, der von Beruf selbst Biologe ist, durch Zufall von einer Internetseite namens "Biopat" aus Darmstadt gehört, auf der gegen eine Spende eine Patenschaft für eine neu entdeckte Tier- oder Pflanzenspezies übernommen werden kann. Und wie es das Schicksal wollte, war ein nicht allzu großer, gelb-schwarzer Falter aus dem peruanischen Regenwald gerade auf der Suche nach einem Namen. Der gebürtige Dortmunder zögerte keinen Augenblick und beantragte eine Patenschaft für das kleine Insekt.
Kurz darauf war die Freude am Borsigplatz riesig. Der peruanische Forscher, der den kleinen Schmetterling entdeckt hat, hat sowohl das Spendengeld als auch den Namensvorschlag angenommen. Ab sofort trägt das neu entdeckte Insekt den Namen "Vanewrightia borussiadortmund".
Doch die witzige Schmetterlings-Taufe war nicht ganz billig. Die Patenschaft kostete Peter Klausmeier ganze 2800 Euro. Dieses Geld kommt allerdings nicht nur dem Forscher, sondern auch dem Artenschutz zugute.
Warum konnte der BVB-Fan einfach so eine neue Tierart benennen?
Klausmeier erklärt in dem Interview, dass jährlich rund 10.000 neue Arten in der Flora und Fauna entdeckt werden. Irgendwann können die Forscher sich auch keine Namen mehr ausdenken und genau an diesem Punkt greift dann die Tierpatenschaft, mit der man eben nicht nur dem neu entdeckten Tier oder der Pflanze einen Namen geben, sondern gleichzeitig auch etwas für den Erhalt der Art tun kann.
Die Farben auf den Flügeln des kleinen Schmetterlings erinnerten Klausmeier sofort an die Farben seiner Borussia - der Name passte also wie die Faust aufs Auge.
Titelfoto: Christoph Reichwein/dpa
