Explosiver Notfall: Patient mit deutscher Granate im Po löst Klinik-Alarm aus

Von Michael Evers

Toulouse (Frankreich) - Mit einer deutschen Weltkriegsgranate im Gesäß ist ein junger Mann laut Medienberichten in die Notaufnahme einer Klinik im französischen Toulouse gekommen und hat damit den Kampfmittelräumdienst auf den Plan gerufen.

Ein 24-Jähriger brachte eine deutsche Granate aus dem Ersten Weltkrieg in seinem Gesäß ins Krankenhaus. (Symbolfoto)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Erst nach der operativen Entfernung des Objekts sei den Medizinern aufgefallen, dass es sich um Munition gehandelt habe, sie hätten daraufhin die Sprengstoffexperten alarmiert, meldeten französische Medien unter Berufung auf Krankenhausbeschäftigte.

Demnach räumte der 24-Jährige ein, sich das Geschoss selbst eingeführt zu haben. Die Gründe blieben offen.

Bei der Granate habe es sich um ein deutsches 37 Millimeter-Geschoss aus dem Ersten Weltkrieg mit einer Länge von 16 Zentimetern gehandelt, berichtete der Sender France 3.

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Der Kampfmittelräumdienst sperrte demnach zunächst einen Sicherheitsbereich in der Klinik ab. Es habe sich aber herausgestellt, dass von dem aus dem Jahr 1918 stammenden Geschoss keine Gefahr mehr ausgegangen sei, berichtete die Zeitung "Le Figaro" unter Verweis auf die Polizei.

Von Ermittlungen wegen unerlaubten Munitionsbesitzes, die zunächst im Raum standen, werde daher abgesehen, erfuhr die Zeitung von der Staatsanwaltschaft in Toulouse.

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Ähnlicher Fall sorgte 2022 für Aufsehen

Es ist nicht der Fall dieser Art in Frankreich. Bereits 2022 musste ein 88 Jahre alter Mann im südfranzösischen Toulon operiert werden.

Bei ihm befand sich ein noch etwas größeres Geschoss aus dem Ersten Weltkrieg im Gesäß.

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