Chicago (Illinois, USA) - Ihr Leben ist ganz schön kraftraubend. Den besten Beweis dafür liefert ein Video von Anna Skinners (49) Türkamera, das die Krankenschwester auf dem Weg nach Hause zeigt. In dem kuriosen Clip, der seit Kurzem auf Threads abrufbar ist, tut sich die Frau aus Chicago sichtlich schwer, es überhaupt in ihre vier Wände zu schaffen.
Skinner sieht in dem Video so erschöpft aus, als würde sie im Schlaf zur Tür wanken. Ihre Augen sind kaum mehr offen. Was sie dann tut, kann sie selbst nur wenige Sekunden später kaum glauben.
Anstatt die Haustür mit dem passenden Schlüssel aufzumachen, versucht es die US-Amerikanerin gleich mehrfach mit ihrem Krankenhausausweis.
Nach dem zweiten erfolglosen Versuch fällt ihr schließlich auf, was sie da tut. Sichtlich genervt nimmt Skinner daraufhin den Schlüssel, den sie die ganze Zeit über in der Hand gehalten hat.
"Ich arbeite im Nachtdienst, normalerweise drei 12-Stunden-Schichten pro Woche, aber oft mache ich zusätzlich acht bis 16 Überstunden", rechtfertigte sich die Krankenschwester jetzt in einem Gespräch mit Newsweek.
"Enkelkinder betreuen plus Überstunden auf der Neugeborenen-Intensivstation - das Ergebnis: eine erschöpfte 49-Jährige, die versucht, mit ihrem Ausweis die Haustür zu öffnen", erklärte sie weiter.
Das Video der Türkamera sah Skinner natürlich erst später, reagierte aber anders, als man meinen könnte.
Skinner macht ungewollt auf harte Schichten im Gesundheitswesen aufmerksam
"Ich war überhaupt nicht überrascht, als ich mir das Video später ansah", erklärte sie. Vergessen hatte die Pflegekraft den Vorfall beim Sichten allerdings längst.
"Ich mache ständig irgendwelche Albernheiten. Niemand, der mich kennt, würde etwas anderes von mir erwarten", gab sie selbstbewusst zu.
Unter diesen Umständen ist es wenig verwunderlich, dass Skinner den Clip selbst eingestellt hat.
Dabei sei es ihr im Grunde genommen, um die lustige Seite der Sache gegangen. Andererseits macht sie - wenn auch ungewollt - darauf aufmerksam, dass der Job als Krankenschwester extrem hart sein kann.