Kuriose Ansage: Lokführer fordert Fahrgäste zum Springen auf

Konstanz (Baden-Württemberg) - Diese Zugdurchsage dürfte wohl für alle Beteiligten neu gewesen sein: In einer S-Bahn des schweizerischen Unternehmens "Thurbo" wurden Fahrgäste vom Triebfahrzeugführer aufgefordert, in die Höhe zu hüpfen - aus einem ganz speziellen Grund.

Aufgrund einer Störung mussten Fahrgäste in einem schweizerischen Zug selbst aktiv werden. (Symbolfoto)
Aufgrund einer Störung mussten Fahrgäste in einem schweizerischen Zug selbst aktiv werden. (Symbolfoto)  © FABRICE COFFRINI/AFP

Wie das Online-Portal "20min" berichtete, gab es Probleme am Bahnhof Konstanz. Eine ausgeklappte Trittstufe des Zuges hatte sich im Beton des Bahnsteigs eingeklemmt. Die Abfahrt sollte sich daher auf zunächst unbestimmte Zeit verspäten.

Doch der "Thurbo"-Mitarbeiter im Führerstand zögerte nicht lange und hatte direkt eine pragmatische Idee bereit. Er aktivierte das Mikro und bat die Reisenden, ihre Plätze zu verlassen und sich auf die rechte Seite in Fahrtrichtung zu begeben.

Dann sagte er: "Auf drei springen alle hoch. Eins - zwei - drei." Tatsächlich machten alle Personen mit - keiner verweigerte sich. "Es hat ausgesehen wie im Kindergarten und alle haben gelacht", erzählte ein Fahrgast gegenüber "20min".

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Der Versuch schlug zunächst fehl. Die Reisenden wurden deshalb über die Sprechanlage aufgefordert, zum vordersten Zugabteil zu kommen und sich an der rechten Seite des Waggons zu versammeln. Mit Erfolg!

Applaus für den Triebfahrzeugführer

Mit rund 15-minütiger Verspätung konnte die S-Bahn den Bahnhof Konstanz verlassen. (Archivbild)
Mit rund 15-minütiger Verspätung konnte die S-Bahn den Bahnhof Konstanz verlassen. (Archivbild)  © Patrick Seeger dpa/lsw

Durch das verlagerte Gewicht löste sich die festgefahrene Trittstufe. Die S-Bahn konnte ihre Fahrt mit 15 Minuten Verspätung beginnen.

Laut Medienbericht hätten sich die Menschen gefreut und dem Triebfahrzeugführer applaudiert.

Ein Sprecher des Unternehmens erklärte im Nachgang, dass man Kenntnis von dem kuriosen Vorfall habe. Das Problem sei auf die leicht abweichenden Infrastruktur-Normen in Deutschland zurückzuführen.

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Das Personal wüsste von den Abweichungen und dazugehörigen Lösungsvarianten. Es sei jedoch selten, dass Fahrgäste dabei aufspringen müssen.

"Die 'Thurbo AG' lobt darum die anwesenden Reisenden für ihre vorbildliche Hilfe und bittet für die entstandene Verspätung um Entschuldigung", heißt es.

Titelfoto: FABRICE COFFRINI/AFP

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