Mischung aus Bär und Hund: Neue Raubtierart in Spanien entdeckt!

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Spanien - Eine Mischung aus Hund und Bär: Forschende entdeckten an einer Ausgrabungsstätte in Spanien eine bislang unbekannte Raubtierart!

Das Bild zeigt eine grafische Rekonstruktion der neu entdeckten Bärenhunde-Art.
Das Bild zeigt eine grafische Rekonstruktion der neu entdeckten Bärenhunde-Art.  © Jesús Gamarra

Diese gehört laut dem Journal of Mammalian Evolution zur Familie der Bärenhunde, genauer gesagt zu den Amphicyonidae. Die neue Art erhielt den Namen "Paludocyon moyasolai".

Vor 15,9 Millionen Jahren waren Bärenhunde auf drei Kontinenten verbreitet - heute gilt die gesamte Tiergruppe als ausgestorben.

Zwar wurde der Schädel des Tieres bereits in den 1990er-Jahren entdeckt, doch damals ordneten Forschende ihn fälschlicherweise einer bereits bekannten Art zu - und er geriet vorerst in Vergessenheit.

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Doch 2014 rückte der Schädel erneut ins Visier der Forschenden. Dabei bemerkten sie erste Unterschiede. Über Jahre hinweg untersuchten sie den gut erhaltenen und gut bezahnten Schädel.

Gemeinsam mit dem Institut "Català de Paleontologia Miquel Crusafont" in Sabadell sowie dem "Museo Nacional de Ciencias Naturales" in Madrid stellten sie vor Kurzem fest, dass der Schädel nicht zu einer der bereits bekannten Bärenhunde-Arten passte.

Im Vergleich zu den bisher bekannten Arten, die in ihrer Statur eher an Großkatzen erinnerten, war dieses Tier deutlich kleiner. Es brachte schätzungsweise zwischen 50 und 70 Kilogramm auf die Waage und war etwa so groß wie ein großer Hund.

Bärenhunde lebten vor 15,9 Millionen Jahren in einer Lagune

Gut erhaltene Schädelknochen des Bärenhundes "Paludocyon moyasolai".
Gut erhaltene Schädelknochen des Bärenhundes "Paludocyon moyasolai".  © Morales, J., Abella, J., Valenciano, A. et al

Hinweise am Gebiss des Raubtiers deuteten zudem darauf hin, dass es sich vermutlich von kleineren bis mittelgroßen Beutetieren ernährte - etwa von frühen Hirschen und Schweinen. Auch einzelne Zähne des Fossils wiesen Besonderheiten auf: Die hinteren Mahlzähne waren ungewöhnlich stark entwickelt.

Die Region um Els Casots, wo die Überreste gefunden wurden, sah vor 15,9 Millionen Jahren ganz anders aus als heute. Durch die Landschaft erstreckte sich eine Lagune, die von einem tropischen Wald umgeben war.

Dort teilten sich neben den Bärenhunden auch Krokodile, Schlangen, Fische und eine "bemerkenswerte Vielfalt von Säugetieren" denselben Lebensraum.

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Der Schlamm in der Lagune sorgte dafür, dass die Fossilien besonders gut erhalten blieben. Denn nach ihrem Tod sanken die leblosen Körper in den Schlamm, der sie vor Zersetzung schützte und ihre Knochen konservierte.

Am selben Fundort entdeckten die Forschenden außerdem eine zweite, deutlich größere Bärenhunde-Art. Sie erreichte etwa die Größe eines Leoparden, ist wissenschaftlich jedoch bislang noch nicht beschrieben.

Titelfoto: Jesús Gamarra

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