Cockpitpersonal der Lufthansa streikt am Montag und Dienstag - nicht alle Flieger bleiben am Boden

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Von Christoph Lignitz

Frankfurt/Main - Die Pilotinnen und Piloten der deutschen Lufthansa-Gruppe sind an diesem Montag und Dienstag zu Streiks aufgerufen.

Die Vereinigung Cockpit ruft zum Streik auf. (Archivfoto)
Die Vereinigung Cockpit ruft zum Streik auf. (Archivfoto)  © Uwe Anspach/dpa

Der Ausstand ist von Montag 0.01 Uhr bis Dienstag 23.59 Uhr vorgesehen, wie die Vereinigung Cockpit am Samstag mitteilte. Zum Streik aufgerufen sind die VC-Mitglieder bei der Deutschen Lufthansa AG, der Lufthansa Cargo AG, der Lufthansa Cityline GmbH sowie der Eurowings GmbH.

"Die Vereinigung Cockpit sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeigt", sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro. "Trotz eines bewussten Verzichts auf Streikmaßnahmen über die Osterfeiertage blieben ernstzunehmende Angebote aus. In dieser Zeit gab es weder eine Reaktion noch erkennbare Gesprächsbereitschaft seitens der Arbeitgeber." 

Nach VC-Angaben liegt weder bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa Cityline ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag.

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Bei Eurowings sei das vorgelegte Angebot zur betrieblichen Altersversorgung inakzeptabel und bewege sich "auf einem derart niedrigen Niveau, dass es diesen Namen kaum verdient".

Vereinigung Cockpit weiterhin gesprächsbereit

Beschäftigte bei der Lufthansa sollen die Arbeit niederlegen. Nicht alle Flüge sind jedoch betroffen. (Archivfoto)
Beschäftigte bei der Lufthansa sollen die Arbeit niederlegen. Nicht alle Flüge sind jedoch betroffen. (Archivfoto)  © Hannes P. Albert/dpa

VC betonte, man sei weiterhin gesprächsbereit. "Die Arbeitgeberseite hat jederzeit die Möglichkeit, den Streik abzuwenden, indem sie verhandlungsfähige Angebote vorlegt", erklärte Pinheiro.

"Ein Streik ist immer das letzte Mittel, um Bewegung in gescheiterte Verhandlungen zu bringen. Wir hätten sehr gerne darauf verzichtet – insbesondere vor dem Hintergrund der Belastungen für unsere Passagiere sowie für die Kolleginnen und Kollegen am Boden. Die Verantwortung hierfür liegt jedoch bei der Arbeitgeberseite", so Pinheiro.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation im Nahen Osten sind Flüge von Lufthansa und Lufthansa Cityline aus Deutschland zu folgenden Destinationen vom Streik nach Konzernangaben ausgenommen: Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate.

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Bei Eurowings werden alle Flüge bestreikt, die im Streikfenster von deutschen Flughäfen starten.

Titelfoto: Fotomontage: Uwe Anspach/dpa//Hannes P. Albert/dpa

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