Reisende aufgepasst: Lufthansa streicht freien Handgepäckkoffer

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Von Christian Ebner

Frankfurt am Main - Reisende aufgepasst! Die Lufthansa streicht auf ihren Kurz- und Mittelstreckenflügen die bislang kostenfreie Mitnahme eines kleinen Kabinenkoffers.

Die Lufthansa streicht den freien Handgepäckkoffer. (Symbolfoto)
Die Lufthansa streicht den freien Handgepäckkoffer. (Symbolfoto)  © Malin Wunderlich/dpa

Es werde bei allen Airlines der Gruppe ein neuer "Economy Basic"-Einstiegstarif eingeführt, der einen kleinen persönlichen Gegenstand wie eine Laptop-Tasche oder einen Rucksack enthalte, teilte das Unternehmen mit. Entsprechende Tickets für zunächst ausgewählte Strecken seien demnach ab dem 28. April für Reisen ab dem 19. Mai buchbar.

Die Lufthansa begründet den Schritt mit dem veränderten Verhalten der Passagiere.

Gerade für Tagesreisende bilde der neue Tarif eine zusätzliche Wahlmöglichkeit zum attraktiven Einstiegspreis. Der persönliche Gegenstand darf höchstens 40x30x15 Zentimeter groß sein.

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Zusätzliches Hand- oder Aufgabegepäck könne als Zusatzleistung ab 15 Euro zugebucht werden.

Mini-Gepäckstück laut Lufthansa millionenfach von Konsumenten gebucht

Die Lufthansa steht hinter ihrer Entscheidung. (Symbolfoto)
Die Lufthansa steht hinter ihrer Entscheidung. (Symbolfoto)  © Sven Hoppe/dpa

Mit dem Light-Angebot begibt sich die Lufthansa auf das Angebotsniveau von Air France, aber gleichfalls von Billigfliegern wie Norwegian Air, Ryanair, Transavia, Volotea, Easyjet oder Wizz.

Diese letztgenannten Gesellschaften sind vom europäischen Verbraucherverband wegen ihrer strengen Handgepäckregeln abgemahnt worden.

Die Verbraucherschützer wollen auch mit Prozessen erreichen, dass jeder Passagier neben dem persönlichen Gegenstand noch einen Handgepäckkoffer mit in die Kabine nehmen darf.

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Das lehnt unter anderem der Airline-Verband A4E entschieden ab, dem auch die Lufthansa angehört.

Der Verband argumentiert, dass die Billigtarife mit einem Mini-Gepäckstück millionenfach von Konsumenten gebucht würden. Sie dürften nicht gezwungen werden, für Leistungen zu bezahlen, die sie so gar nicht benötigten.

Titelfoto: Montage: Fotos: Malin Wunderlich/dpa, Sven Hoppe/dpa

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