Zehntausende müssen umplanen: Pilotenstreik bei Lufthansa geht in den zweiten Tag
Von Christian Ebner
Frankfurt am Main - Passagiere der Lufthansa müssen weiterhin mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen.
Die Vereinigung Cockpit (VC) setzt am Dienstag ihren am Montag begonnenen Pilotenstreik fort.
Betroffen sind laut Gewerkschaft weiterhin die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa CityLine. Die Pilotinnen und Piloten des Ferienfliegers Eurowings sollen hingegen am Dienstag ihre Arbeit schon wieder aufnehmen.
Dann kommt es allerdings am Mittwoch und Donnerstag bereits zum nächsten Ausstand.
Hintergrund: Die Kabinengewerkschaft Ufo hat sämtliche Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa und CityLine zu einem zweitägigen Streik aufgerufen. Mit dieser fünften Streikwelle des fliegenden Personals wird der Festakt zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa an diesem Mittwoch entsprechend überschattet.
Geplant ist eine Kundgebung vor der Zentrale der Lufthansa am Frankfurter Flughafen.
Immer wieder Streiks bei Lufthansa: Das sind die aktuellen Gründe
An den großen deutschen Drehkreuzen Frankfurt und München wurden für Dienstag erneut jeweils hunderte Starts sowie Landungen abgesagt.
An jedem Streiktag sind mehrere zehntausend Passagiere gezwungen, ihre Reisepläne zu ändern.
Es handelt sich bereits um die dritte Streikrunde der Piloten im laufenden Jahr. In der vergangenen Woche hatten außerdem die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter schon ihre Arbeit niedergelegt.
Zwischen den Parteien sind die Fronten verhärtet.
Während die VC passende Angebote zu strittigen Fragen um Betriebsrenten sowie Einkommen verlangt, lehnt das Management deutliche Kostensteigerungen bei der Kerngesellschaft ab.
Jeder durchgeführte Streik verkleinere die davon betroffene Fluggesellschaft, hatte der Personalchef Michael Niggemann (52) gewarnt.
Titelfoto: Hannes P. Albert/dpa

