Nach Messerattacke an Hamburger Schule: 15-Jähriger soll vor Haftrichter kommen

Von Leonie Asendorpf

Hamburg - Nach einem mutmaßlichen Messerangriff an einer Hamburger Schule wird ein 15-Jähriger in ein Untersuchungsgefängnis gebracht und einem Haftrichter vorgeführt.

Mitarbeiterinnen der Kriminaltechnik untersuchten den Tatort nach einem Messerangriff vor der Stadtteilschule Flottbek am Montag.  © Marcus Brandt/dpa

Das teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Am Montagmittag war ein 13-jähriger Schüler von einem Jugendlichen mit mehreren Messerstichen angegriffen und dabei schwer verletzt worden, wie es hieß.

Nach dem Vorfall am Montagmittag waren zunächst zwei 15-Jährige festgenommen worden. Einer der beiden Jugendlichen sei den Angaben zufolge nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen "mangels Haftgründen" wieder entlassen worden.

Der 15-Jährige, der wieder entlassen wurde, sei syrischer Nationalität, die Staatsbürgerschaft des weiterhin festgenommenen sei ungeklärt. 

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Der Sprecherin zufolge sei es vor dem mutmaßlichen Angriff auf den 13-Jährigen zu einem Streit zwischen den Jugendlichen gekommen. Aufgrund seiner schweren Verletzungen hatte der 13-Jährige zwischenzeitlich in Lebensgefahr geschwebt. 

An der Fahndung waren den Angaben zufolge rund zwei Dutzend Funkstreifenwagen, ein Polizeihubschrauber, ein Diensthund sowie eine Unterstützungsstreife für erschwerte Einsatzlagen beteiligt. Die Mordkommission ermittelt.

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