Erdbeben in Venezuela: Zahl der Toten steigt auf über 1900 - Zehntausende weiterhin vermisst

Caracas - Auch Tage nach den verheerenden Erdstößen in Venezuela finden die Rettungskräfte Überlebende unter den Trümmern.

Es sind kleine Hoffnungsschimmer inmitten von Tod und Zerstörung: Auch Tage nach den verheerenden Erdstößen in Venezuela finden die Rettungskräfte Überlebende unter den Trümmern.  © Miguel Medina/POOL AFP/AP/dpa

Die Zahl der Toten nach den beiden Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 am vergangenen Mittwoch liegt nach Angaben der venezolanischen Regierung derzeit bei 1.719.

Es handelte sich um das schwerste Erdbeben in dem südamerikanischen Land seit mehr als einem Jahrhundert.

Einsatzkräfte aus Venezuela und zahlreichen anderen Staaten suchen weiter unter eingestürzten Gebäuden nach Verschütteten. Nach einer Modellrechnung der US-Erdbebenwarte USGS könnte die Zahl der Toten in die Zehntausende gehen.

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TAG24 berichtet im Liveticker über das Geschehen in Venezuela.

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30. Juni, 22.08 Uhr: Dreijähriger sechs Tage nach Erdbeben in Venezuela gerettet

Sechs Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist ein Dreijähriger nach Angaben jordanischer Rettungskräfte lebend aus den Trümmern geborgen worden.

Der Junge habe vor Ort Erste Hilfe erhalten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der jordanische Zivilschutz am Dienstag mit. Am 24. Juni hatten zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert, bis Dienstag wurden mehr als 1900 Todesopfer geborgen.

Bis Dienstag wurden nach Angaben von Parlamentspräsident Jorge Rodríguez mehr als 6400 Menschen von Suchmannschaften lebend gerettet.

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30. Juni, 20.51 Uhr: Zahl der Toten steigt auf über 1900 - Zehntausende weiterhin vermisst

Nach den Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten auf mindestens 1.943 gestiegen. Das teilte der Präsident der Nationalversammlung Jorge Rodríguez mit. Verletzt wurden demnach mehr als 10.500 Menschen. In der schwer betroffenen Region La Guaira fehlt zudem weiterhin von rund 10.000 Menschen noch immer jede Spur.

In nur zwei Städten von La Guaira - Catia La Mar und Caraballeda - hätten sich nach Schätzungen der Behörden zum Zeitpunkt der Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am örtlichen Mittwochabend rund 30.000 Menschen befunden. Davon hätten sich rund 13.500 selbst in Sicherheit bringen können und rund 6400 weitere seien in den Tagen danach von Rettungskräften gerettet worden, sagte Rodríguez.

Zu den fehlenden 10.000 Menschen machte Rodríguez indes keine Angaben. Knapp eine Woche nach den Beben schwindet die Hoffnung auf die Bergung von Überlebenden allerdings immer weiter.

30. Juni, 15.04 Uhr: Vermutlich über 58.000 Gebäude zerstört

Bei der Bergung der vielen Toten und der Suche nach möglichen Überlebenden haben sich Helfer aus rund 30 Ländern am Dienstag in Venezuela weiter durch die Trümmer nach den verheerenden Erdbeben gekämpft.

Vermutlich wurden mehr als 58.000 Gebäude beschädigt oder zerstört, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA nach einer vorläufigen Auswertung von Satellitendaten mitteilte. Mindestens 1700 Menschen starben, Zehntausende Menschen werden weiter vermisst.

In einer Lagerhalle am Hafen von La Guaira wurden Hunderte noch nicht identifizierte Tote in weißen und schwarzen Leichensäcken und ein paar wenigen Särgen aufgereiht. Dutzende Menschen warteten vor der provisorischen Leichenhalle auf Informationen über ihre Angehörigen, während Gerichtsmediziner in blauen Uniformen die Leichen untersuchten.

Nach jüngsten offiziellen Angaben starben etwa 1700 Menschen, 5000 weitere wurden verletzt. Die Regierung in Caracas machte jedoch keine Angaben zur Zahl der Vermissten, die in die Zehntausende geht.

Zerstörte Gebäude in Caraballeda im Bundesstaat La Guaira.  © MIGUEL MEDINA / POOL / AFP

30. Juni, 10.53 Uhr: Hund "Giselle" gerettet

Auch ein Hund ist nach Angaben von El Salvadors Präsident Bukele unter den Geretteten.

Das Tier, das auf den Namen "Giselle" höre, sei in der Stadt Caraballeda nach einem fünfstündigen Einsatz aus den Trümmern gezogen worden. In einem Video war zu sehen, wie der Hund in den Armen seines Retters lag und diesen aufgeregt im Gesicht abschleckte. Die Angaben zu den Rettungen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

30. Juni, 10.47 Uhr: Retter finden noch immer Überlebende

Salvadorianische Einsatzkräfte erreichten in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) einen 44-Jährigen unter den Trümmern eines Einkaufszentrums in der Küstenstadt Maiquetía, wie El Salvadors Präsident Nayib Bukele auf der Plattform X schrieb.

Der Mann sei über einen Schlauch mit Wasser versorgt worden, während die Rettungsarbeiten andauerten.

Die Feuerwehr der ecuadorianischen Hauptstadt Quito, die ebenfalls im Katastrophengebiet im Einsatz war, meldete am Montag die Rettung eines 12-jährigen Jungen. "Fünf Tage nach dem Erdbeben sind Lebenszeichen der größte Ansporn, weiterzumachen", hieß es in einem Post auf der Plattform X. "Solange es noch eine Chance gibt, werden wir weiter suchen."

Unter den Trümmern werden noch immer Überlebende gefunden.  © © Matias Delacroix/AP/dpa

28. Juni, 20.58 Uhr: Offizielle Zahl der Toten auf 1450 gestiegen

Die offizielle Zahl der Todesopfer nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist trotz intensiver Bergungsarbeiten laut Regierung nur leicht gestiegen.

Wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte, werden bislang offiziell 1450 Tote gezählt - nur 20 mehr als am Vortag. Rund 3200 Verletzte werden nach seinen Angaben in Krankenhäusern behandelt.

"Wir befinden uns in kritischen, entscheidenden Stunden, um weiterhin Leben zu retten", sagte Rodríguez. "Die unermüdliche Suche geht weiter, der enorme Einsatz der mehr als 25.000 Rettungskräfte geht weiter".

Mehr als 2500 Wohngebäude und andere Einrichtungen sind vollständig eingestürzt oder schwer beschädigt worden, darunter fast 780 Wohnhäuser und 38 Krankenhäuser, heißt es in der jüngsten Schadensbilanz.

Die Zahl der Todesopfer ist in Venezuela auf 1450 gestiegen.  © Matias Delacroix/AP/dpa

28. Juni, 16.36 Uhr: Nach Erdbeben in Venezuela: Papst betet für tausende Opfer

Papst Leo XIV (70) hat sich in die internationale Anteilnahme für die Betroffenen der Erdbebenkatastrophe in Venezuela eingereiht.

"Zu Gott für die ewige Ruhe der Verstorbenen betend, erneuere ich meine spirituelle Solidarität mit ihren Familien, den Verletzten, und allen, die von dieser Tragödie erschüttert wurden", hieß es einem Beitrag auf den spanisch- und englischsprachigen X-Kanälen des Pontifex.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach zudem jenen seinen Dank aus, die sich an den Rettungseinsätzen und Hilfeleistungen in dem südamerikanischen Land beteiligten.

Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Papst Leo XIV. (70), betete für die Erdbebenopfer in Venezuela.  © Alessandra Tarantino/AP/dpa

28. Juni, 16.15 Uhr: Jede Rettung ein Wunder nach Bebenkatastrophe in Venezuela

"Es ist ein Wunder", ruft der Mann den Einsatzkräften zu, die ihn unter Schutt und Trümmern hervorziehen - in fassungslosem Glück, dass er so viele Stunden nach den schweren Doppelbeben im venezolanischen Bundesstaat La Guaira gerettet wird.

"Willkommen, Antoniooo!", jubeln auch seine Helfer. Auch an Tag vier nach der Katastrophe gelingt es den Rettungsteams noch, Menschen lebend aus den Trümmern zu bergen.

27. Juni, 20.56 Uhr: Suche nach weiteren Verunglückten dauert an

Das Ausmaß der Erdbebenkatastrophe in Venezuela wird immer deutlicher.

Die vorläufige Zahl der Todesopfer ist bereits auf 1430 gestiegen, mehr als 3200 Menschen wurden verletzt, wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte.

Nach den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch habe es 430 Nachbeben gegeben, sagte Rodríguez, der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez. Mehr als 70.000 Familien seien nach der Katastrophe von den Behörden unterstützt worden.

Besonders im Bundesstaat La Guaira, aber auch in der Hauptstadt Caracas, haben die Beben erhebliche Zerstörungen verursacht. Teils sind ganze Straßenzüge mit Hochhäusern dem Erdboden gleichgemacht worden.

27. Juni, 19.39 Uhr: Totenzahl steigt nach Erdbeben in Venezuela auf mehr als 1400

Die Zahl der Toten nach der Erdbebenkatastrophe in Venezuela ist auf 1430 gestiegen.

Mehr als 3200 Menschen seien verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit.

Die Zahl der Toten in Venezuela ist erneut gestiegen.  © Matias Delacroix/AP/dpa

27. Juni, 18.22 Uhr: Rettungshoffnung schwindet nach Einsturz in Caracas

Der Einsatz internationaler Rettungsteams nach den Erdbeben in Venezuela hat die Suche nach Überlebenden beschleunigt, für Angehörige von Vermissten aber zum Teil auch traurige Gewissheit gebracht.

Nach Erkundungsarbeiten schlossen etwa mexikanische Rettungskräfte in einem eingestürzten Gebäude im Stadtbezirk Chacao der Hauptstadt Caracas die Möglichkeit aus, dort noch lebende Menschen zu finden.

"Sie halten es aufgrund des Gewichts der Konstruktion für sehr unwahrscheinlich, dass sich dort noch Überlebende befinden", sagte der Bürgermeister von Chacao, Gustavo Duque, in einem Video vor dem Wohngebäude Petunia. Das dort eingesetzte Rettungsteam habe nach einer ersten Inspektion festgestellt, dass die Betonplatten vollständig zusammengedrückt seien.

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