Erdrutsch in Coltan-Mine: Hunderte Menschen sterben, darunter Kinder

Von Godfrey Olukya und Eva Krafczyk

Goma (Demokratischen Republik Kongo) - Nach schweren Regenfällen ist es in einer Coltanmine in der ostkongolesischen Provinz Nord-Kivu zu einem Erdrutsch gekommen, bei dem mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen sind.

Zahlreiche Menschen arbeiteten an dem Unglücks-Tag in der Mine.
Zahlreiche Menschen arbeiteten an dem Unglücks-Tag in der Mine.  © Moses Sawasawa/AP/dpa

Seit dem Einsturz der Mine am Mittwoch seien 227 Tote und mehr als 30 Verletzte geborgen worden, sagte der Sprecher der Provinzbehörden. Unter den Toten seien Bergarbeiter, Markthändlerinnen und Kinder.

Bei der betroffenen Mine handelt es sich um die Coltanmine Rubaya, die Schätzungen zufolge 15 Prozent des weltweit geförderten Coltans enthält. Das metallische Erz wird für die Produktion der Chips von Mobiltelefonen und Laptops sowie für die Batterien von Elektroautos benötigt.

Die Arbeitsbedingungen in vielen Minen des rohstoffreichen Landes gelten als prekär - Sicherheitstechnik ist häufig nicht vorhanden, in zahlreichen Minen gibt es auch Kinderarbeit.

Die reichen Rohstoffe des Ostkongo - neben Coltan auch Gold und Zinn - befeuern den seit mehr als 30 Jahren andauernden Konflikt in der Region, in der mehr als 100 bewaffnete Milizen aktiv sind.

Seit Anfang 2024 wird die Mine in Rubaya von der Miliz M23 kontrolliert, die vor einem Jahr auch die Provinzhauptstadt Goma einnahm und große Teile des Ostkongos kontrolliert.

Titelfoto: Moses Sawasawa/AP/dpa

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