Lawinen-Drama in Südtirol: Mindestens zwei tote Skifahrer

Von Christoph Sator

Bozen (Italien) - Bei einem Lawinenunglück in Südtirol sind mindestens zwei Skifahrer ums Leben gekommen. Nach Angaben der italienischen Bergwacht wurden am Samstagmittag etwa zwei Dutzend Tourengeher an der 2669 Meter hohen Hohen Ferse nahe Ratschings von den Schneemassen erfasst.

Rettungsdienste suchen an der Hohen Ferse in den Stubaier Alpen nach Überlebenden.  © -/Italienische Bergwacht/dpa

Für zwei von ihnen kam jede Hilfe zu spät. Fünf Skifahrer wurden verletzt. Einer musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus geflogen werden. 

Die Lawine löste sich gegen 11.40 Uhr in hochalpinem Gelände auf einer Höhe von etwa 2450 Metern. Von den zwei Dutzend Skifahrern, die sich an dem betroffenen Hang befanden, wurden die meisten nur leicht erfasst. Etwa zehn wurden mitgerissen.

Zur Identität der Toten machten die Behörden zunächst keine näheren Angaben. Mehrere der Skifahrer hatten Ortungsgeräte bei sich, die die Suche bei Lawinenunglücken erheblich erleichtern.

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Die Rettungskräfte waren mit mehr als 60 Helfern und auch mehreren Hubschraubern im Einsatz. Mehrere Krankenhäuser in der Umgebung wurden in Alarmbereitschaft versetzt, auch die Klinik im österreichischen Innsbruck.

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Bergretter dokumentierten die Suche nach Verschütteten aus einem Hubschrauber.  © -/Italienische Bergwacht/dpa

Damit kamen in Europas Gebirgen in dieser Wintersaison seit Anfang Oktober bereits mindestens 127 Menschen durch Lawinen ums Leben.

Die höchste Zahl an Lawinentoten wurde mit jetzt 34 Todesopfern in Italien registriert, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). In Deutschland gab es bislang keine Todesopfer.

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