Von Jenny Tobien
Rodenbach/Bad Schwalbach - Nach den Waldbränden in Hessen laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. "Wir haben verschiedene Spuren, die wir verfolgen, und Hinweise, die wir prüfen", sagte ein Sprecher der Polizei Südosthessen mit Blick auf den großen Waldbrand im Main-Kinzig-Kreis.
Nach aktuellem Stand gehen die Ermittler von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. "Der oder die möglichen Brandverursacher könnten nach Einschätzung der Ermittler möglicherweise mit einem Fortbewegungsmittel unterwegs gewesen sein und dabei auch Taschen mitgeführt haben", hatten die Ermittler bereits am Dienstag mitgeteilt.
Auf rund 55 Hektar bei Rodenbach standen am Montag Bäume in Flammen. Rund 500 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Zudem hatte es am Montag einen Waldbrand im Rheingau-Taunus-Kreis gegeben. Zwischen Hohenstein-Breithardt, Born und Bad Schwalbach-Adolfseck hatten rund 8000 Quadratmeter Wald gebrannt.
Laut Brand- und Katastrophenschutz kam es zu einem Großeinsatz, bei dem drei Feuerwehrleute leicht verletzt wurden.
Polizei schließt auch bei Waldbrand im Taunus Brandstiftung nicht aus
"Wir ermitteln in alle Richtungen. Auch Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen", hieß es bei der Polizei Westhessen. Die Kripo habe die Ermittlungen übernommen.
Sowohl in Rodenbach als auch bei dem Brand im Rheingau-Taunus-Kreis setzt die Polizei nun auch auf Unterstützung aus der Bevölkerung.
Zeugen, die Hinweise geben könnten, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Für die Ermittlungen ist die Hanauer Kripo unter der Rufnummer 06181/100-123 zuständig,