Großbrand in Kampfmittel-Gebiet: Flammen noch nicht gelöscht, Löschroboter sollen helfen
Von Dayan Djajadisastra, Bernd Glebe
Traisen - Um die Flammen in dem Waldgebiet nahe Bad Kreuznach in den Griff zu bekommen, wird der Einsatz von Löschrobotern vorbereitet.
Diese sollen die Glutnester bekämpfen und den Boden etwas kühlen, sagte ein Sprecher des Kreises. Die Lage habe sich durch den Regen etwas entspannt.
Das Feuer war am Samstagnachmittag in einem Waldgebiet in der Nähe des Rotenfels an der Nahe ausgebrochen. Wegen der Munition im Boden aus dem Zweiten Weltkrieg gestaltet sich die Brandbekämpfung weiterhin schwierig. Der Ort Traisen war am Sonntag vorsorglich vollständig geräumt worden.
"Die Bilder aus Traisen zeigen, dass wir es nicht mehr mit Ausnahmeereignissen zu tun haben. Waldbrände entwickeln sich zunehmend zu einer sicherheitspolitischen und forstpolitischen Herausforderung", sagte die FDP-Kreisvorsitzende im Westerwald, Jana Gräf.
Rheinland-Pfalz müsse seine Wälder konsequenter auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten.
"Wir brauchen ausreichend Löschwasserentnahmestellen und Löschteiche, funktionierende und dauerhaft befahrbare Waldwege, Brandschneisen sowie eine konsequente Aufarbeitung von Sturmholz und anderen Brandlasten", sagte sie. "Waldschutz bedeutet heute immer auch Bevölkerungsschutz."
Titelfoto: Kevin Schößer/dpa
