Waldbrand wütet auf ehemaligem Truppenplatz: Feuer könnte mehrere Tage andauern

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Von Monika Wendels

Jüterbog - Die Feuerwehr stellt sich auf eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog im südwestlichen Brandenburg ein. "Wir gehen davon aus, dass es sich im schlimmsten Fall noch über mehrere Tage hinziehen kann", sagte Stadtbrandmeister Rico Walentin. Nachts könne allerdings die höhere Luftfeuchtigkeit etwas helfen. 

Anwohner wurden am Freitag dazu angehalten, Fenster und Türen geschlossen zu lassen.
Anwohner wurden am Freitag dazu angehalten, Fenster und Türen geschlossen zu lassen.  © 7aktuell.de | 7Aktuell

Der Waldbrandschutzbeauftragte in Brandenburg sprach am Nachmittag von einer betroffenen Fläche von mehr als 30 Hektar.

"Es breitet sich weiter aus", sagte Raimund Engel. Der Waldbrand bei Jüterbog ist der bislang größte Waldbrand in dieser Saison in Brandenburg.

Trockenheit, Sonne und sommerliche Temperaturen sollen am Sonntag anhalten. Der Waldbrand war am Freitag in dem Gebiet mit Munitionsbelastung ausgebrochen. Zu Beginn war von einer Größe von rund 2,5 Hektar die Rede. 

"Es gibt keinen Grund zur Panik", sagte die Bürgermeisterin Christiane Lindner-Klopsch (parteilos). "Wir können damit umgehen." 30 Hektar entsprechen umgerechnet einer Größe von ungefähr 40 Fußballfeldern. 

Die Feuerwehr kommt wegen gefährlicher Altlasten im Boden nicht direkt an die Brandstellen heran. Immer wieder seien Detonationen von Munition zu hören, sagte Brandmeister Walentin.

Feuerwehr verzichtet in Jüterbog auf Lösch-Einsatz aus der Luft

Die Feuerwehr hat Probleme aus der Luft zu löschen. Immer wieder ertönen Munitons-Detonationen.
Die Feuerwehr hat Probleme aus der Luft zu löschen. Immer wieder ertönen Munitons-Detonationen.  © Manuel Genolet/dpa

Die Feuerwehr muss an den Rändern des betroffenen Gebietes warten, bis das Feuer an sogenannte Brandschutzstreifen herankommt.

Entweder es gehe dann von allein aus oder wir löschen, sagte Walentin.

In dem Gebiet ist ein Netz von Schutzstreifen angelegt, die eine Ausbreitung von Bodenfeuern stoppen sollen. Das Feuer soll dann auf Sand sozusagen "auslaufen". 

Das Feuer laufe zu den Schutzstreifen hin, sagte der Stadtbrandmeister. "Das spielt uns in die Karten. Das Konzept hat immer gegriffen."

Eine Drohne ist zur Vermessung und Lageeinschätzung im Einsatz. 28 Einsatzkräfte sind laut Feuerwehr bislang ausgerückt. Tanklöschfahrzeuge sind vor Ort. Ein Löscheinsatz aus der Luft per Hubschrauber sei derzeit nicht sinnvoll, sagte der Stadtbrandmeister.

Betroffen ist der ehemalige Truppenübungsplatz "Altes Lager" im Landkreis Teltow-Fläming.

Erstmeldung 1. Mai, 21.40 Uhr, zuletzt aktualisiert: 17.09 Uhr

Titelfoto: Manuel Genolet/dpa

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