Zweimal höchste Warnstufe im Osten: Hier herrscht Waldbrandgefahr
Von Hendrik Broschart, Sebastian Münster
Erfurt/Dresden/Magdeburg - Für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen warnen der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das Landeszentrum Wald in Halberstadt vor erhöhter Waldbrandgefahr.
Besonders betroffen ist demnach Sachsen-Anhalt, wo das Landeszentrum die aktuelle Waldbrandgefahr nahezu flächendeckend als hoch einstuft, wie die Wetterexperten mitteilten. Dort gilt demnach für weite Teile des Landes die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe 4.
Ausgenommen sind den Daten zufolge lediglich der Burgenlandkreis und der Saalekreis sowie die Städte Magdeburg und Halle. Dort gilt jeweils die Stufe 3 für mittlere Waldbrandgefahr.
Bis zum Ende der Woche prognostiziert der DWD für Teile der Altmark und des Jerichower Landes die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Gemäß Waldbrandschutzverordnung in Sachsen-Anhalt gilt dann ein striktes Betretungsverbot für den Wald abseits von Wegen.
In Sachsen besteht den Angaben nach aktuell nur im Landkreis Meißen hohe Gefahr. Für die Landkreise Bautzen, Sächsische Schweiz, Mittelsachsen, Leipzig, Zwickau und Nordsachsen sowie für die Städte Chemnitz, Dresden und Leipzig prognostizieren die Experten eine mittlere Waldbrandgefahr.
Auch hier geht der DWD bis zum Wochenende von einer stetig steigenden Brandgefahr aus, sodass am Freitag in weiten Teilen des Landes die Stufe 4, im Kreis Meißen an der Grenze zu Brandenburg sogar die höchste Stufe 5 gelten kann.
Waldbrandgefahr auch in Thüringen
In Thüringen stuft der Deutsche Wetterdienst die Gefahr rund um Erfurt, Jena und Gera als mittel ein, südlich von Meiningen im Kreis Hildburghausen hingegen als hoch.
Eine steigende Waldbrandgefahr sieht der DWD hier im Verlauf der Woche vor allem für den östlichen Teil des Landes.
Einzig gering bleibt das Risiko demnach in den Kammlagen des Thüringer Waldes.
Titelfoto: Bildmontage: Michael Reichel/dpa, Hájek Ondøej/CTK/dpa
