Immer noch Glutnester am Saurüsselkopf! Gefahr von Waldbrand steigt erneut

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Von Sabine Dobel

Ruhpolding - Nach dem Waldbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen müssen noch immer einzelne Glutherde gelöscht werden – und die Behörden warnen vor einer erneut steigenden Waldbrandgefahr.

Der Waldbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen war gerade unter Kontrolle, da steigt die Gefahr eines neuen Feuers.
Der Waldbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen war gerade unter Kontrolle, da steigt die Gefahr eines neuen Feuers.  © Uwe Lein/dpa

Die Arbeiten im Bereich des Waldbrandes an dem Berg bei Ruhpolding im Landkreis Traunstein dauerten weiter an, teilte die Gemeinde mit. Weiter gebe es einzelne Glutnester, die gezielt gelöscht werden müssten. 

Zur Erkundung gebe es regelmäßig Wärmebildflüge der Polizei. Zudem seien Fußtrupps der staatlichen Forstverwaltung mit Wärmebildkameras in dem betroffenen Gebiet unterwegs.

Auch wenn die Oberfläche des Bodens oft unauffällig scheine, könnten im Inneren deutlich höhere Temperaturen von bis zu etwa 125 Grad herrschen.

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Die Hitze könne bis in tiefere Bodenschichten vordringen, teils auch mehr als einen Meter unter der Oberfläche. Die Glutnester könnten sich dort etwa im Wurzelwerk über längere Zeit halten und jederzeit erneut aufflammen.

Das Betretungsverbot für das betroffene Gebiet bleibe bestehen. 

Waldbrandstufe 4: Noch Glutnester in Chiemgauer Alpen

Anfang Mai loderten die Flammen: Drei Wochen lang kämpften die Einsatzkräfte gegen den Waldbrand am 1270 Meter hohen Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen.
Anfang Mai loderten die Flammen: Drei Wochen lang kämpften die Einsatzkräfte gegen den Waldbrand am 1270 Meter hohen Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen.  © Matthias Brüning/dpa

Wegen des vorhergesagten warmen Wetters und der ab dem Wochenende geltenden Waldbrandstufe 4 bleibe die Lage angespannt. Die Gemeinde mahnte eindringlich zu umsichtigem Verhalten im und am Wald. Offenes Feuer, Rauchen sowie das Entzünden von Feuerstellen sollten strikt vermieden werden.

Der Waldbrand war Anfang Mai ausgebrochen. Zuvor herrschte extreme Trockenheit. Hunderte Kräfte kämpften teilweise gegen die Flammen in dem unwegsamen Gelände; Hubschrauber löschten aus der Luft. Die genaue Brandursache ist weiter unklar.

Titelfoto: Bildmontage; Uwe Lein/dpa, Matthias Brüning/dpa

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