Feldschlösschen will Elblandrevolte-Chef loswerden

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Dresden - Erst Razzia, dann Haft, nun wackelt die Übernahme: Neonazi und "Stützpunkt-Leiter" der Dresdner "Jungen Nationalisten"/"Elblandrevolte" (Jugendorganisation der in "Heimat" umbenannten NPD) Finley P. (18) absolviert eigentlich eine Ausbildung zum Brauer bei "Feldschlösschen".

Finley P. (18, ganz links) gehört der rechtsextremen Elblandrevolte an.
Finley P. (18, ganz links) gehört der rechtsextremen Elblandrevolte an.  © Eric Hofmann/TAG24

Die Traditionsbrauerei zeigt sich nun wenig begeistert, über seine politischen Aktivitäten und will den Azubi wieder loswerden.

Am 30. Dezember 2024 ging es für Finley P. hinter Gitter: Nach einem Neonazi-Angriff unter anderem auf die Linken-Lokalpolitikerin Samara Schrenk (21) neun Tage zuvor in Görlitz, galt er als dringend tatverdächtig, wurde nach der Hausdurchsuchung erst festgenommen, wanderte dann in U-Haft.

So konnte er im neuen Jahr seine Ausbildung zum Brauer und Melzer erstmal nicht fortführen. Er befindet sich in dieser im zweiten Lehrjahr.

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Der Arbeitgeber zeigt sich überrascht: "Zum Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns war uns nicht bekannt, dass der Auszubildende P. eine Gesinnung teilt, die sich in diskriminierender Weise gegen andere Menschen richtet und diese aktiv in der Öffentlichkeit verfolgt", teilt das Unternehmen auf Instagram mit.

Statement von Feldschlösschen

Die Brauerei "Feldschlösschen" bezieht Stellung. (Archivbild)
Die Brauerei "Feldschlösschen" bezieht Stellung. (Archivbild)  © Eric Münch

"Fremdenfeindlichkeit hat bei uns keinen Platz und wird nicht toleriert." Als Azubi stehe der Elblandrevolte-Chef jedoch unter Kündigungsschutz.

Das heißt eine ordentliche Kündigung ist nicht möglich, für eine außerordentliche Kündigung braucht es betriebliches Fehlverhalten.

Da sich Finley P. derzeit in U-Haft befindet, ist er von seiner Ausbildung suspendiert.

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"Sobald sich die Möglichkeit einer Kündigung ergibt, werden wir diese unverzüglich aussprechen", verspricht die Dresdner Brauerei.

Titelfoto: Montage: Eric Münch, Eric Hofmann/TAG24

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