Von Jacqueline Melcher
Karlsruhe - Die Bundesanwaltschaft hat in Thüringen zwei mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremistischen Terrorgruppe "Letzte Verteidigungswelle" festnehmen lassen.
Die Karlsruher Behörde wirft den Deutschen versuchten Mord, versuchte Brandstiftung mit Todesfolge und versuchte schwere Brandstiftung in Mittäterschaft vor. Sie wurden in Thüringen gefasst, wie es in einer Mitteilung heißt. Beide sitzen in Untersuchungshaft.
Sie sollen Anfang Januar 2025 mit Komplizen versucht haben, am frühen Morgen die bewohnte Asylbewerberunterkunft in Schmölln im thüringischen Landkreis Altenburger Land in Brand zu setzen. "Dazu schlug die Gruppe ein Fenster ein und versuchte, mit einer Feuerwerksbatterie entzündete Pyrotechnik in das Innere des Gebäudes zu schießen", teilte die Bundesanwaltschaft mit. Ein Feuer sei aber nicht ausgebrochen.
Die Beschuldigten sind den Angaben nach dringend verdächtig, als Jugendliche mit Verantwortungsreife eine inländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Beamte des Bundeskriminalamts hätten sie mit Unterstützung von Thüringer Polizeikräften am Mittwoch und Donnerstag im Landkreis Altenburger Land und in Gera festgenommen. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe Haftbefehle in Vollzug gesetzt.
Die "Letzte Verteidigungswelle" versteht sich laut Bundesanwaltschaft als letzte Instanz zur Verteidigung der "Deutschen Nation". Ihr Ziel sei es gewesen, durch Gewalttaten vor allem gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems der Bundesrepublik herbeizuführen.