Lutz Bachmann plant morgen Pegida-Comeback
Dresden - Nachdem Pegida-Kopf Lutz Bachmann (53) vor zwei Jahren das Handtuch geschmissen hatte, will er am Dienstag in Dresden wieder demonstrieren. Dabei soll alles eine Nummer kleiner werden.
Mit finanziellen und gesundheitlichen Gründen hatte der über zwanzigfach vorbestrafte Rechtsextremist das Aus für Pegida begründet.
Außer Acht ließ Bachmann, dass zu seinen zuletzt unregelmäßigen Demos kaum mehr hundert Teilnehmer kamen. Nun soll es statt montags dienstags wieder losgehen: "Es wird keine Bühne geben", sagt Bachmann. "Es werden keine großen Reden geschwungen."
Wie zu den ersten Pegida-Demos 2014 soll weitgehend schweigend durch die Stadt gezogen werden. Mehrfach betont Bachmann, auf der Demo keine Trommeln haben zu wollen, wie sie auf den derzeitigen rechtsextremen Montagsprotesten mittlerweile verbreitet sind.
Er selbst rechnet mit rund 300 Teilnehmern. Tatsächlich haben sich auch Gesinnungsfreunde außerhalb von Sachsen angekündigt.
Gegendemo angekündigt
Andere ehemalige Anhänger wollen fernbleiben, werfen Bachmann undurchsichtiges Agieren mit den Spendentonnen vor. Ob er auf diese diesmal verzichten will, verriet er nicht.
Während Pegida am Dienstag ab 18 Uhr vom Neumarkt starten will, trifft sich eine Gegendemo 17 Uhr am Goldenen Reiter.
Titelfoto: Sebastian Wilnow/dpa
