Wegen "moralischer Werte": Türkei und Ägypten lassen LGBTQ-Schiff abblitzen

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Von Annett Stein

Chania - Nach der Weigerung der Türkei und Ägyptens, das mit überwiegend LGBTQ-Passagieren gecharterte Kreuzfahrtschiff "Scarlet Lady" einlaufen zu lassen, hat das Schiff am Freitagmorgen außerplanmäßig den Hafen von Souda auf der griechischen Insel Kreta erreicht.

Das Kreuzfahrtschiff "Scarlet Lady" durfte nun auf Kreta anlegen.
Das Kreuzfahrtschiff "Scarlet Lady" durfte nun auf Kreta anlegen.  © Steve Parsons/PA Wire/dpa

An Bord befinden sich rund 1860 Passagiere und 1139 Besatzungsmitglieder, wie der griechische Rundfunk ERT berichtete. LGBTQ ist eine Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer - auf Deutsch lesbische, schwule, bisexuelle, trans und queere Menschen.

Die "Scarlet Lady" ist für eine einmonatige Themenkreuzfahrt des US-Reiseveranstalters Atlantis Events gechartert. Ursprünglich sollte das Schiff unter anderem die türkischen Häfen Kuşadası und Istanbul anlaufen.

Die türkischen Behörden untersagten dies mit Verweis auf "moralische Werte" des Landes. Anschließend verweigerte nach griechischen Medienberichten auch Ägypten die Einfahrt, woraufhin die Route kurzfristig geändert wurde.

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Nach Genehmigung durch das griechische Schifffahrtsministerium erhielten die Passagiere die Möglichkeit zu Ausflügen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten auf Kreta.

Nach dem Aufenthalt in Souda soll die "Scarlet Lady" ihre Reise planmäßig in Richtung Montenegro fortsetzen, berichtete ERT unter Berufung auf die zuständigen Behörden.

Titelfoto: Steve Parsons/PA Wire/dpa

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