"Krimineller Eingriff": Babynahrung wegen Manipulation zurückgerufen
Von Christiane Oelrich
Wien - Der Babynahrungshersteller Hipp hat in Österreich sein gesamtes Sortiment aus den Spar-Supermärkten zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Gläser mit Karotte und Kartoffel manipuliert worden seien, teilte das Unternehmen mit.
"Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein", warnte es.
"Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich um einen externen kriminellen Eingriff", sagte ein Sprecher von Hipp der Deutschen Presse-Agentur.
Die Produktions-, Qualitäts- und Kontrollprozesse des Unternehmens seien nicht berührt. Er könne wegen der laufenden Ermittlungen keine weiteren Details nennen, so der Sprecher.
Die Supermarktkette habe inzwischen alle Gläschen aus den Regalen genommen, sagte der Polizeisprecher im Burgenland südöstlich von Wien, Helmut Marban.
Dabei sei kein verdächtiges Produkt gefunden worden.
Möglich sei aber, dass vor der Räumung möglicherweise manipulierte Gläser gekauft worden seien.
Erpressung im Spiel? Hintergründe noch unklar
Deshalb seien Eltern aufgerufen, ungenutzte Gläschen in den Supermarkt zurückzubringen und sich bei der Polizei zu melden, falls ihnen etwas Verdächtiges aufgefallen sei.
Dies sei auch nötig, um gegebenenfalls ein Beweismittel zu haben. Die Ermittlungen liefen mit Hochdruck, sagte Marban.
Weitere Angaben will die Polizei aus taktischen Gründen nicht machen. Es ist deshalb unklar, ob Erpressung im Spiel ist.
Titelfoto: Tobias Steinmaurer/APA/dpa
