Streik legt München und Nürnberg lahm: Nur Fußballfans kommen durch

Von Elke Richter

München/Nürnberg - Im Rahmen der derzeitigen Tarifverhandlungen im TV-N Bayern hat die Gewerkschaft ver.di für Mittwoch, den 11. Februar 2026, einen ganztägigen Warnstreik angekündigt. So steht in München und Nürnberg ein Großteil der Fahrzeuge still – doch es gibt Ausnahmen.

Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem Streik aufgerufen. (Archivfoto)  © Peter Kneffel/dpa

Ein geregelter Betrieb werde voraussichtlich erst am Donnerstag wieder möglich sein, teilte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit.

So sei die U-Bahn - mit einer einzigen Ausnahme am Abend wegen eines Fußballspiels - überhaupt nicht im Betrieb. In Nürnberg seien sowohl die U-Bahnen als auch die Trambahnen in den Depots geblieben, schilderte Michael Batog von der Gewerkschaft ver.di. In Passau stehe alles still, ergänzte seine Kollegin Katharina Wagner.

Die Gewerkschaftssekretärin kündigte an, dass es bis zur nächsten Verhandlungsrunde am Freitag keine weiteren Warnstreiks in Bayern geben werde. "In der Eskalation sind wir definitiv noch nicht."

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Die Gewerkschaft wolle ja nicht die Fahrgäste als solche treffen, dies sei nur der einzige Hebel, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.

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Besondere Regelung bei der U-Bahn für das Pokal-Viertelfinale

Eine Ausnahme gibt es allerdings am Abend: Im Abschnitt Marienplatz-Fröttmaning fährt die U-Bahn wegen des DFB-Pokalspiels in der Allianz Arena. Der übliche Bustransfer von der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke wird für die Fußballfans zudem zusätzlich verstärkt.

Auch bei der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) wirkte sich der Warnstreik spürbar aus. "Faktisch fährt so gut wie nichts. Es sind nur 30 Busse in der Stadt unterwegs", sagte Batog am Morgen. Auf den Straßen sei es dadurch im Berufsverkehr deutlich voller als sonst.

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Die Bahnen stehen bis auf eine Ausnahme still. (Archivfoto)  © Malin Wunderlich/dpa

Nächste Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt am Freitag

Ver.di fordert in dem Tarifkonflikt in Bayern unter anderem eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Die bayerischen Städte weisen das als zu teuer zurück, zumal sie bereits weitere Verbesserungen und eine Entgelterhöhung von mindestens 5 Prozent angeboten hätten.

Die nächste Verhandlungsrunde ist am Freitag.

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